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Bücher werden teurer: nicht um Cents, sondern um Euros

Die Preise für Bücher müssen stärker steigen, so heißt es seit längerem mal leiser, mal lauter in der Branche. Die Preise müssen steigen, weil die Rentabilität aller Beteiligten von Autor bis Händler leidet. Jetzt sind die massiven Kostensteigerungen in Produktion und Logistik hinzugekommen. Auch Bücher, lange ohne jeden Inflationsverdacht, weden neu kalkuliert. Dabei müssen jetzt zusätzlich der Krieg in der Ukraine und die damit veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingepreist werden.

Eine buchreport-Umfrage unter zahlreichen Publikumsverlagen zeigt, dass jetzt weitläufig bei Neuerscheinungen und Backlist die Preise angezogen werden.

Steigende Preise, lange Lieferfristen

Es bleibt auch in diesem Jahr bei einer „bislang ungekannten Papierknappheit, unvorhersehbaren Preisentwicklungen, unverbindlichen Lieferterminen und langen Lieferfristen“. So hat der Druckindustrieverband BVDM am 1. März die aktuelle Lage auf den Papiermärkten zusammengefasst. Dabei dürfte sich die Lage durch den allgemeinen Inflationsdruck und die im Ausmaß noch gar nicht absehbaren Engpässe und Preissteigerungen durch den Krieg in der Ukraine noch weiter verschärfen, nicht zuletzt, weil Russland auch als Holzlieferant für die Papier‧industrie eine wichtige Rolle spielt.

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Kommentare

1 Kommentar zu "Bücher werden teurer: nicht um Cents, sondern um Euros"

  1. Die Preise zu erhöhen ist der denkbar falsche Weg, weil es das Buch als Printmedium immer unattraktiver macht.
    Es wäre sinnvoll, mal die Gewinnmaximierung nicht an erste Stelle zu setzen, sondern durch eine gute Preispolitik das Buch als stabiler Faktor der Wissensvermittlung und des literarischen Vergnügens zu präsentieren.
    Wenn z.B. Kinder zum Lesen geführt werden sollen, kann es nicht im Sinne der Verlage liegen, dass der Preis eines Kinderbuchs ansteigt, so dass die Eltern, deren Gelbeutel nicht so prall gefüllt ist, mehrmals überlegen müssen, ob Sie ein Buch erwerben.
    Dem Argument, es existeire ja für solchje Fälle die Bibliopthek, kann ichn nur entgegenhalten, dass auch deren Etat begrenzt ist und damit die Auswahl vor Ort auch nicht mehr ein so breites Spektrum erfasst.
    Ein Preiserhöhung wird imm Regelfall ja nicht mehr zurück genommen, wenn die Situation sich entschärft….

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