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Unter dem Hashtag #meetthepublisherDE haben Verlage auf Instagram Einblick in ihre Arbeit gewährt. Im buchreport-Interview zieht Hädecke-Verlegerin Julia Graff Bilanz der zweiwöchigen Aktion.

Die Bandbreite der Kommunikationskanäle wächst. Fluch oder Segen?

Ersetzt man „Fluch oder Segen“ durch „Chance oder Zeitverschwendung“ kommt man der Sache näher: Wo es zu Beginn noch wenige Kanäle gab, ist inzwischen eine viel genauere Analyse und Auswertung notwendig…

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Noch vor wenigen Jahren waren Superhelden nur etwas für eingefleischte Comic-Fans, die ihren Lesestoff in Comic-Läden kauften. Doch diese Situation hat sich gewandelt, seit der amerikanische Marvel-Verlag, der inzwischen zum Disney-Konzern gehört, vor zehn Jahren damit begann, im eigenen Studio Verfilmungen seiner Helden wie Iron Man, Captain America oder Spider-Man zu produzieren. Seitdem landen auch in den Comic-Regalen des Buchhandels immer öfter Bände mit neuen Abenteuern von Superhelden. Am 24. April kommt mit Avengers: Endgame“ einneuer Blockbuster in die Kinos, der die Nachfrage anheizen dürfte. Ein Überblick zu Büchern und Comics für den Thementisch.

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Elsevier, hierzulande eher mit dem Ruf des Blockierers behaftet, wenn es um den Systemumbau hin zu Open Access geht, hat in Norwegen eine Nationallizenz mit Open-Access-Komponente abgeschlossen, wie sie in Deutschland unter dem Stichwort „Deal” bislang erfolglos verhandelt wird.

Das norwegische Konsortium für universitäre Bildung und Forschung (Unit) vertritt bei den Elevier-Verhandlungen 46 Institutionen, darunter Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitute und Krankenhäuser. Nach Angaben von Unit ist der Elsevier-Deal die größte der Vereinbarungen, die auch mit anderen Wissenschaftsverlagen angestrebt werden. Die Details des Deals:

  • Die als Pilotprojekt bezeichnete Vereinbarung läuft über zwei Jahre.
  • 7 Universitäten und 39 Forschungseinrichtungen aus ganz Norwegen haben Zugriff auf Elseviers Plattform mit mehr als 16 Mio wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus über 2.500 Zeitschriften.
  • Die Forschenden haben zudem die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse im Open Access zu veröffentlichen.
  • Da der Pilot auch dazu dient, Erfahrungswerte zu sammeln, wird die Umsetzung engmaschig von Elsevier und Unit beobachtet.

Elsevier gehört zur weltweit agierenden RELX Group, die als einer der weltgrößten Buchkonzerne im Ranking „Global 50” gelistet ist. Erst im März hatte das Konsortium noch verkündet, dass das damals vorliegende Angebot von Elsevier „trotz guter Gespräche” weit davon entfernt sei, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Deshalb werde man die bestehenden Verträge nicht erneuern.

Norwegen will, dass bis 2024 alle öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Beiträge frei zugänglich sind. Auch mit dem Wissenschaftsverlag Wiley wurde kürzlich ein Vertrag nach gleichem Muster abgeschlossen.

 

In Deutschland wird weiter verhandelt

In Deutschland sind beide Verlage sowie Springer Nature Teil der sogenannten „Deal”-Verhandlungen. Unter diesem Stichwort verhandeln die deutschen Wissenschaftsorganisationen seit 2016 unter der Federführung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit den drei Großverlagen über einen Systemumbau vom Abo-Modell zu Open Access. Ziel ist der Abschluss bundesweiter Lizenzverträge, bei denen der Zugang zum elektronischen Zeitschriftenportfolio der Verlage mit der Option gekoppelt wird, Artikel im Open Access zu veröffentlichen. Mit Wiley wurde Anfang 2019 ein erster Vertrag nach dieser komplexen „Publish and Read”-Logik geschlossen.

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Facultas will die Individualisierung von Lehrunterlagen fördern. Mit FlexLex können eigene Gesetzessammlungen zusammengestellt werden.

Rüdiger Salat hat im Sommer 2017 in der Nähe der Facultas Buchhandlung an der Wirtschaftsuniversität in Wien ein Werbeplakat entdeckt: „Nie wieder Geld für Gesetzestexte ausgeben“ war darauf zu lesen. „Das motiviert einen Buchhändler natürlich enorm“, erinnert sich der Vorstand von Facultas. Salat spürte dem Plakat nach und fand zwei Software-Entwickler, die nach ihrem Informatikstudium noch ein Jurastudium absolviert hatten. Ihre studentische Befürchtung: dass sich ein Gesetz zwischen Vorlesung und Prüfung ändert. Um auf solche Fälle aufmerksam zu werden, haben die Entwickler eine Software programmiert, die Änderungen bei Gesetzestexten automatisch erkennt. Das Interesse von Rüdiger Salat war geweckt, denn „ich glaube stark an die Individualisierung von Lehr- und Lernunterlagen durch Software und Digitaldruck. Daran arbeiten wir bei Facultas.“

Mittlerweile ist die Software ...

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Rein statistisch gesehen tut sich in den Führungsriegen der Buchverlagsbranche etwas: Die Frauenquote wächst dort seit Jahren langsam, aber stetig. Aktuell sind rund 40% der Führungspositionen auf Geschäftsführungs- und Leitungs-Ebene weiblich besetzt. Doch obwohl die Zahlen der buchreport-Führungskräfte-Analyse Besserung versprechen: Bis zum tief greifenden Kulturwandel ist es noch ein langer Weg, konstatieren Expertinnen.

In den Chefetagen deutscher Verlage sind die weiblichen Führungskräfte weiter auf dem Vormarsch. Das zeigt eine Auswertung des Rankings „Die 100 größten Buchverlage 2019“, das gerade in verschiedenen Formaten erschienen ist. In den 100 Verlagsporträts werden 532 Geschäftsführer und Beschäftigte in leitenden Positionen genannt. Die Zahl der Frauen unter ihnen steigt seit Jahren sukzessive an, aber von gleichen Geschlechterverhältnissen kann noch keine Rede sein: ...

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Novitätenschau für den Bücherfrühling und bald auch Plattform für den breiteren Buchverkauf an den Ständen: Die Leipziger Buchmesse, als zug­starker Publikumsmagnet profiliert, will nach dem Auslaufen des mit Haufe geschlossenen Vertrags über die Messebuchhandlung ab 2020 den Buchverkauf neu regeln. Die Messebuchhandlung mit drei Standorten wird neu ausgeschrieben, Verlage sollen an den Ständen direkt verkaufen dürfen.

Direktverkauf hilft kleineren Verlagen bei der Refinanzierung

Mit der Neugestaltung des Buchverkaufs will die Buchmesse „den Messebesuchern den leichten Zugang zu den Büchern ermöglichen und Kaufimpulse sofort bedienen“. So beschreibt die Leistungsschau ein Hauptziel der Neuausrichtung, für die sie in einem ersten Schritt im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs das Interesse potenzieller Partner ermittelt. Details:

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Thomas Mohr (Foto: Ameet)

Thomas Mohr (47) hat am 15. April 2019 die Verlagsleitung beim Ameet Verlag in München übernommen. Zuletzt trug er als Leiter in den Bereichen Vertrieb und Marketing bei dem polnischen Kinderbuchverlag die Verantwortung.

In seiner 18-jährigen Branchenzugehörigkeit hatte er verschiedene Führungspositionen inne und war über mehrere Jahre Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsführer. Mohr wechselte im April 2017 als Vertriebsleiter zu Ameet. Er kam vom ebenfalls in München ansässigen Compact Verlag, für den er 15 Jahre tätig war. Bei Compact übernahm er zu Beginn seiner Laufbahn die Verkaufsleitung in einzelnen Märkten, darunter Buchhandel, SB-Handel und Baumärkte, bevor er 2007 Mitglied der Geschäftsleitung wurde und den Bereich Vertrieb und Marketing leitete. 

In seiner neuen Funktion als Verlagsleiter bei Ameet wird Mohr direkt an den geschäftsführenden Gesellschafter der Ameet Gruppe, Piotr Modliński, berichten. Mit der Ernennung Mohrs zum Verlagsleiter ordnet Modliński die Verlagsstruktur neu: Er freue sich über die zukünftig noch engere Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Verlagsmanager, heißt es in einer Unternehmensmeldung.

Mohr folgt als Verlagsleiter auf Günter Kopietz, der Ameet im Februar 2018 verlassen hatte, um in seine Strategieberatung Ancora Aperto zurückzukehren.

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Nicol Ueberschaer (Foto: privat)

Nicol Ueberschaer hat die Geschäftsführung der Aktiven Musik Verlagsgesellschaft mbH (Dortmund) mit dem Hörbuchlabel Igel Records übernommen, das Teil der Verlagsgruppe Oetinger (Hamburg) ist. Sie folgt auf Mira Brinkschulte und Rudi Mika

Bevor Ueberschaer 2015 als Vertriebsleiterin zu Igel Records wechselte, war die gelernte Buchhändlerin beim Peter Hammer Verlag in Wuppertal für den Vertrieb verantwortlich.

Andrea Witt, die bereits seit 2009 das Programm bei Igel Records mitverantwortet, hat die Programmleitung übernommen. Zuletzt führte sie die erfolgreiche neue Entspannungsreihe „Kids in Balance“ ein. Vor ihrer Zeit in Dortmund war sie als Lektorin und Produzentin für die Hörbuchlabels der Verlage Herder, Kreuz, Theseus und Lüchow in Stuttgart tätig.

Andrea Witt (Foto: privat)

Mira Brinkschulte hatte 2008 zusammen mit Rudi Mika die Geschäftsführung von ihrem Vater Heinz Werner Hübel übernommen: „Das waren tolle Jahre, mit vielen spannenden Projekten und bereichernden Begegnungen. Jetzt ist es für mich an der Zeit mich neuen Herausforderungen zu stellen“, kommentiert sie den Wechsel in einer Unternehmensmeldung.

Er freue sich, dass Nicol Ueberschaer und Andrea Witt das Unternehmen in Dortmund weiter fortführen werden, erklärt Markus Langer, Geschäftsführer der Oetinger Media GmbH.

Unter dem Label Igel Records veröffentlicht die Aktive Musik Verlagsgesellschaft mbH seit 1990 Hörbücher und Musik für Kinder. Mit über 1 Mio verkauften Exemplaren sind die „Griechischen Sagen“ von Dimiter Inkiow das Erfolgsprodukt des Verlags. Igel-Produktionen stehen regelmäßig auf Hörbuchbestenlisten und -empfehlungslisten. Über 100-mal wurden sie ausgezeichnet – mit dem Auditorix, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, dem Leopold, dem Deutschen Hörbuchpreis und dem Kinderhörbuchpreis BEO.

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Wie üblich unterscheidet sich die E-Book-Bestsellerliste deutlich vom Ranking des Vormonats: Gleich 14 Neueinsteiger werden auf der 20 Titel umfassenden März-Liste der über Buchhandels-Shops meistverkauften E-Books notiert. Darunter sind sowohl Novitäten als auch Backlisttitel, denn die deutschen Publikumsverlage experimentieren weiterhin intensiv mit Preisaktionen, die allerdings jetzt höher angesiedelt werden: Bei zeitlich begrenzten Aktionen wurden statt wie bisher 3,99 Euro i…

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Pia Gsellmann (Foto: Miriam Höhne)

Pia Gsellmann verstärkt das Kommunikationsteam des G&G Verlags, Österreichs führendem Verlag für Kinderbücher und Lernhilfen In dieser Funktion verantwortet die 46‐Jährige die Öffentlichkeitsarbeit in Österreich sowie das Marketing im Schulbereich.

Gsellmann studierte Anglistik und Publizistik und war lange Jahre im Österreichischen Buchklub der Jugend tätig. Ihre Schwerpunkte im Produktportfolio des Verlags werden die strategische Kommunikation und Verkaufsförderung der pädagogischen Lernhilfen, der „Lesezug“‐Reihe, der vielfältigen Kinderbücher und des preisgekrönten „Nilpferd‐Programms“ in Österreich sein.

Verleger von G&G ist Georg Glöckler. Das Programm des Verlags – mit derzeit knapp 900 lieferbaren Titeln – umfasst Kinderbücher für das Alter von drei bis 14 Jahren, Lernhilfen sowie Fachbücher für Pädagoginnen.