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Spät, unvollständig, beschädigt – Sorgen beim Buchnachschub

Wie weit die eskalierende Coronalage den stationären Buchhandel in den kommenden Tagen und Wochen behindert, ist noch offen. Es sind von der Branche wenig zu beeinflussende politische Entscheidungen, die zudem regional variieren können. Unabhängig von den coronageprägten Rahmenbedingungen treiben Buchsortimenter branchenintern zwei Sorgenthemen um. Das zeigt eine buchreport-Umfrage, an der sich mehr als 480 Buchhandlungen beteiligt haben:

  • Die Personalsituation im Buchhandel, namentlich die Gewinnung erprobter Aushilfen im Falle eines halbwegs normalen Weihnachtsgeschäft ohne Lockdown-Ladenschließungen, wird von 38% der Händler in der Umfrage als „kritisch“ bewertet.
  • Der Buchnachschub ist der eindeutig kritischste Punkt im jetzt beginnenden Weihnachtsgeschäft. Die Warnungen der Verlage von Engpässen bei Papier und Pappe, aber auch die bereits vor der heißen Phase erkennbaren Probleme in der Buchlogistik bereiten dem Handel Sorgen. In der Umfrage wird vor allem der Marktführer Zeitfracht zum Teil heftig kritisiert. Der Logistiker wiederum verweist auf Corona-Einschränkungen und Personalengpässe.

Lange Lieferzeiten, unvollständige Lieferungen, schlecht gepackte Wannen mit beschädigter Ware und immer wieder die Meldenummer 15 („fehlt kurzfristig am Lager“) lauten die häufigsten Klagen. Derzeit sind es wohl nicht so sehr Papier- und Produktionsengpässe, da wird es womöglich im Dezember häufiger Feedback mit der Meldenummer 80 geben („fehlt, da der Verlag derzeit nicht liefern kann“). Aktuell liegen die Verzögerungen wohl eher in den Lagern und auf der Straße.

 

Schlechte Noten für Zeitfracht

Beispiele dafür, dass Sand im Buchlogistik-Getriebe ist, liefern Buchhandlungen von allen drei Barsortimenten und ihren Bücherwagen. Massive Kritik fokussiert sich aber mehrheitlich auf den Marktführer Zeitfracht. Das zeigt sich in Buchhändlerforen und systematisch abgefragt in einer aktuellen buchreport-Umfrage im Buchhandel mit mehr als 480 Rückmeldungen (s. Tabelle 1):

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