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Joachim Merzbach: »Ein Fahrplan mit wichtigen Meilensteinen hilft«

Joachim Merzbach (Foto: privat)

Joachim Merzbach (Foto: privat)

Gedanken zur Nachfolge im Buchhandel sollten sich Unternehmer möglichst früh machen, meint Unternehmensberater Joachim Merzbach und erklärt im Interview, worauf insbesondere zu achten ist.

Warum ist der Buchhandel für Nachfolger weiterhin attraktiv?

Das Buch ist und bleibt ein attraktives Medium. Es vermittelt eine hohe Wertigkeit und Kompetenz, zeichnet sich durch Qualität aus, steht aber auch für Exklusivität. Die Buchhandlung kann Informations- und Kommunikations- sowie Kompetenzzentrum sein. Je mehr die Digitalisierung voranschreitet, umso wichtiger wird der persönliche Kontakt zu Kunden und Interessenten. Das Buch ist ein werthaltiges Instrument, mit dem es gelingt, Kontakte zu knüpfen, Beziehungen aufzubauen, Kundenbindung zu schaffen und zu vertiefen. Das hochwertig aufgemachte Buch vermittelt ein haptisches Erlebnis. Kunden verbinden mit einem Buch in der Regel eine hohe Wertschätzung. Das hat sich sehr deutlich während der Corona-Pandemie gezeigt und wird auch in Zukunft so sein.

Es lohnt sich – mit Leidenschaft – für den Buchhandel zu engagieren.

Wann sollte man beginnen, die Nachfolge zu regeln?

Es gibt nicht den (!) perfekten Zeitpunkt. Ans Aufhören wollen viele Unternehmer eh nicht denken. Nach Informationen der Förderbank KfW suchten 2019 Chefs und Chefinnen von über 200.000 kleinen und mittleren Firmen einen Nachfolger. Und 100.000 von ihnen hatten noch keinen gefunden oder nicht mal mit der Suche begonnen. Sie agieren zu spät. Besser ist es, sich rechtzeitig mit der Nachfolgeplanung auseinanderzusetzen. Meistens findet die Übergabeplanung parallel zum laufenden Betrieb statt. Da dann ist oft zu wenig Zeit bleibt, sind viele geneigt, die Übergabe hinauszuzögern. Ein Fahrplan mit wichtigen Meilensteinen hilft, dass nichts Wichtiges vergessen wird. Also gilt es, sich frühzeitig mit Themen wie Unternehmensbewertung, Interessentensuche, Kaufvertragsverhandlungen, Übergabeszenarien und Abschied auseinanderzusetzen.

Welche Fehler werden bei der Unternehmensnachfolge am häufigsten begangen?

Die Nachfolgereglungen werden schlecht vorbereitet. Der Übergabetermin ist nicht klar definiert, Liquiditäts- und/oder Ertragsschwächen erschweren das Finden geeigneter Übernahmekandidaten, die Vorstellungen zum Kaufpreis entbehren oft der Marktrealität, es werden sich zu wenige Gedanken zu den rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und psychologischen Folgen eines Überganges gemacht. Nur ein geordneter Rückzug kann zu einem Erfolg führen.

Alles zur Nachfolgeregelung erfahren Sie in einem pubiz-Webinar mit Joachim Merzbach am 31. Mai um 18:30 Uhr. Infos und Anmeldung hier.

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