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Dienstag, 20. November 2012 (07:48 Uhr)


Penguin will E-Books erst zeitverzögert verleihen

Verkauf first

Foto: Flickr-Nutzer Eric Mueller, CC BY-SA 2.0

Im Februar hatte Penguin US dem führenden Anbieter für digitale Bibliothekslösungen OverDrive keine E-Books für die bibliothekarische Ausleihe mehr zur Verfügung gestellt, angeblich wegen Sicherheitsbedenken (hier mehr). Inzwischen sucht die Verlagsgruppe allerdings wieder den Kontakt zu Bibliotheken: Nach einem Artikel der „New York Times“ testet Penguin in Kooperation mit dem Zwischenbuchhändler Baker & Taylor eine neue Ausleihe-Lösung in Bibliotheken in Los Angeles und Cleveland. 

Das Modell:

  • Bibliotheken können E-Books für den Verleih erst sechs Monate nach Veröffentlichung erwerben.
  • Jeder Titel darf zeitgleich nicht an mehrere Kunden ausgeliehen werden.
  • Am Ende des Jahres muss die Bibliothek das Buch erneut kaufen – oder erhält keinen Zugang mehr. 
  • Neben der Zusammenarbeit mit Baker & Taylor kooperiert Penguin auch mit 3M (Investor bei der Berliner E-Book-Firma txtr); das Modell sei vergleichbar, so die „NYT“.
  • Als dritten Partner arbeite Penguin mit OneClickdigital zum Verleihen digitaler Hörbücher zusammen.

Der Verleih von E-Books wächst in den US-Bibliotheken. Allein die New York Public Library habe 2011 über 600.000 Mal digitale Bücher verliehen, zitiert die „NYT“ einen Mitarbeiter der Bibliothek.

In den USA erlauben nur wenige Großverlage den öffentlichen Bibliotheken, ihre E-Books zu verleihen:

  • Bei Random House können Bibliotheken zwar die komplette Front- und Backlist für den Verleih erwerben, allerdings hat die Verlagsgruppe zuletzt ihre E-Book-Preise für Bibliotheken deutlich angehoben (hier mehr).
  • HarperCollins stellt all seine digitalen Titel für den Verleih zur Verfügung, wird ein E-Book aber öfter als 26-mal verliehen, muss die Bibliothek eine neue Lizenz erwerben.
  • Die Verlagsgruppe Macmillan stellt keine E-Books für den Verleih zur Verfügung – einzige Ausnahme ist der Macmillan-Verlag Palgrave, der etwa 10000 Schulbücher anbietet.
  • Auch Simon & Schuster kooperiert nicht mit Bibliotheken.
  • Hachette bietet ausschließlich Backlist-Titel (bis April 2010) für den Verleih an.  


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