Random House kauft Anaconda Verlag

Bleibt federführend: Anaconda-Gründer Hansjörg Kohl (59) arbeitete unter anderem als Vertriebsleiter der Verlage Heel und Voltmedia, bevor er sich im Sommer 2005 auf den Aufbau seines eigenen Unternehmens konzentrierte. Durch die Übernahme durch den „Wunschpartner“ Random House könne sich Anaconda nun „optimal programmatisch, logistisch und vertrieblich weiterentwickeln“, hofft Kohl. (Foto: Archiv Anaconda Verlag)

Die Verlagsgruppe Random House, Marktführer bei den Publikumsverlagen mit einem Umsatz von 293 Mio Euro (2018), meldet einen neuen Zukauf: Rückwirkend zum 1. Januar 2019 hat das Münchener Unternehmen den Kölner Anaconda Verlag übernommen. Der Gründer und bisherige Geschäftsführer Hansjörg Kohl soll den Verlag eigenständig weiterführen.

Anaconda hat sich seit der Gründung im Jahr 2004 insbesondere als Anbieter niedrigpreisiger Klassikerausgaben einen Namen gemacht:

  • Der Verlag beschäftigt 5 Angestellte und hält rund 1000 Titel lieferbar.
  • Jedes Jahr kommen 100 Neuerscheinungen hinzu, darunter Anthologien, populäre Sachbücher und Ratgeber sowie Kalender und Nonbooks.
  • Die 2005 gestartete Hardcover-Klassikerreihe „Klassiker zum kleinen Preis“ umfasst inzwischen über 200 Titel. Weitere Klassiker der Welt- sowie Kinder- und Jugendliteratur erscheinen in Leinen- oder Ledereinband.

Random House belegt mit einem Umsatz von 293 Mio Euro (2018) Platz 5 im buchreport-Ranking der „100 größten Buchverlage“. Die wichtigsten Kennzahlen des Verlags finden Sie hier gebündelt in einem Verlagsdossier.

„Anaconda ist ein Verlag mit sehr agiler Programmgestaltung entlang aktueller Strömungen“, charakterisiert Tilo Eckardt den Verlag, der künftig in seinen Verantwortungsbereich fällt. Die neue Tochter wird schon jetzt programmatisch und ab 2020 auch vertrieblich in die Heyne-Einheit eingegliedert, die Eckardt leitet. Der Verleger hofft auf eine Stärkung der Marktposition „im preiswerten Premium-Segment“: Das bestehende MA-Programm von Bassermann ergänzt Anaconda um die Bereiche Klassiker, Geschichte und Kultur. Profitieren sollen beide Seiten darüber hinaus von sich komplementierenden Kundenstrukturen und Wissenstransfer bei Lizenzierungen.

Bis Jahresende wird das lieferbare Programm über die bekannten freien Handelsvertreter angeboten und über den VSB-Verlagsservice ausgeliefert.

 

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