Kommunikation: Die geliebte Vorschau

Der marktführende Publikumsverlag Random House gibt im Frühjahr das Startsignal zum Print-Exit in der Programmkommunikation: Das über 1000 Titel starke Herbstprogramm 2019 soll es nicht mehr als opulentes Papierpaket, sondern ausschließlich als Digitalvorschau geben.

Dass der Aufschrei aus dem Buchhandel über den Verlust des gewohnten Arbeitsmittels sehr laut und kritisch ausfällt, hat Konsequenzen:

  • Random House will fürs Erste weiterhin eine gedruckte Arbeitsvorschau anbieten, die allerdings sehr schlicht ausfallen soll, nachdem die Imprintverlage in diesem Jahr noch mal richtig aufwendig produzierte Vorschauen auf den Markt geworfen haben.
  • Die meisten anderen Verlage halten erst einmal die Füße still und warten ab, in welchem Tempo die Digitalvorschau an Akzeptanz gewinnt.

Prominente Ausnahme: Bastei Lübbe will spätestens mit dem Frühjahrsprogramm 2020 die Vorschauen nur noch in digitaler Form bringen.

Der Zwischenstand zur Akzeptanz der Digitalvorschau:

  • Die großen Filialisten sind Random House sofort beigesprungen und betonen die Rationalisierungs- und Steuerungsvorteile.
  • Hugendubel will das System sogar raffiniert nutzen, um durch entsprechende Filter und Vorgaben den Durchschnittspreis zu heben.
  • Vor allem kleinere Buchhandlungen sind weiterhin kritisch gegenüber dem Print-Exit. Die Stimmungslage hat sich buchreport-Umfragen zufolge im Herbst im Vergleich zum Frühjahr kaum verändert.

Nutzer mit bereits intensiverer Digitalvorschau-Erfahrung akzentuieren aber die größere Aktualität und sehen tendenziell auch Effizienz- und Beschleunigungseffekte. Insgesamt wird im Handel vor allem gesehen, dass der Printverzicht den Verlagen viel Geld spart und wohl ökologischer ist.

Kommentare

1 Kommentar zu "Kommunikation: Die geliebte Vorschau"

  1. Print-Exit? Warum so schwammig und verschwurbelt? Versuchen Sie es doch mal auf deutsch …

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