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Wie Sie vom Boom im E-Commerce profitieren

Augmented Reality in der E-Commerce-Logistik: Anwendung, um die Kommissionierzeit zu überprüfen (Foto: 123RF.com / ipopba)

Augmented Reality in der E-Commerce-Logistik: Anwendung, um die Kommissionierzeit zu überprüfen (Foto: 123RF.com / ipopba)

Der E-Commerce-Boom geht weiter: 2021 haben fast alle Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland mindestens einmal online bestellt, mehr als ein Drittel von ihnen sogar mehr als einmal pro Woche. Allein der Umstand, dass das Online-Shopping weiter zulegt, bedeutet aber nicht, dass auch alle Shops gleichermaßen davon profitieren.

Anbieter, die sich von der Konkurrenz abheben und ihr Angebot bestmöglich präsentieren wollen, sollten bei Aufbau und Betrieb ihrer Shops 6 langfristig erfolgskritische Trends bedenken, sagt der E-Commerce-Dienstleister dc AG. Sie decken verschiedene Bereiche ab und reichen von Technologie und Prozessen bis zu klassischen Vermarktungsthemen.

 

1. Mobile Only

Nachdem viele Jahre von „Mobile First“ die Rede war, spricht die Branche mittlerweile von „Mobile Only“. Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher sind mittlerweile ausschließlich mit ihren Mobilgeräten im Netz unterwegs.

Wenn noch nicht geschehen, ist es spätestens jetzt an der Zeit, den Onlineshop auf die mobile Nutzung hin zu optimieren. Je nach Produkt oder Dienstleistung kann eine App eine sinnvolle, umsatzfördernde Ergänzung darstellen, vor allem dann, wenn sie Zusatzfunktionen (zum Beispiel Augmented Reality, Barcodescanner etc.) bietet.

 

2. Social Commerce

Soziale Netzwerke wie Instagram, Pinterest und TikTok werden immer attraktivere Vertriebskanäle und warten mit vielversprechenden Trends auf.

Nach einer Pilotphase in den USA werden beispielsweise bald auch hierzulande In-App-Checkouts auf Instagram zur Verfügung stehen, sodass die gesamte Customer Journey von der Inspiration bis zur Bezahlung dann in der App erfolgen kann. Möglich machen das plattformeigene Shops, für deren Bereitstellung Instagram aktuell eine Transaktionsgebühr in Höhe von 5% einbehält. Wer hier schnell ist, kann früh von ersten Erfahrungen profitieren und die neuen Verkaufskanäle für sich erschließen.

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3. Omnichannel

Der traditionelle Offline-Handel hat zwar einiges durchgemacht, dennoch bestehen seine Vorteile, wie die persönliche Beratung und das (haptische) Einkaufserlebnis vor Ort, weiterhin fort.

Online- und Offline-Handel sollten sich nicht ausschließen, weil Geschäfte optimal durch den E-Commerce ergänzt werden können. Für die meisten Unternehmen ist es sinnvoll, auf Omnichannel-Konzepte zu setzen, wie sie auch im Buchhandel zu sehen sind bzw. verstärkt aufgebaut werden. Hierzu zählen neben den etablierten Kanälen wie dem Webshop, den Social-Media-Kanälen, Apps und Mobile Payment auch innovative Möglichkeiten wie Augmented Reality oder Virtual Reality.

Immersive Technologien wie Augmented, Mixed und Virtual Reality sind zwar nicht neu, der große Durchbruch gelang ihnen bisher allerdings noch nicht. Das wird sich mit dem Wachstum des Web 3.0 ändern. Möglichkeiten, diese Technologien in die vorhandenen Kanäle zu integrieren, sollte man somit nicht nur diskutieren, sondern bereits jetzt in kleinen Pilotprojekten erste Erfahrungen sammeln.

 

4. Künstliche Intelligenz

Immer mehr Unternehmen setzen auf künstliche Intelligenz (KI), um ihre Arbeitsabläufe und Prozesse zu verbessern. KI ist ein Trendthema, auch im E-Commerce.

Meist verbinden Händler damit das Ziel, ein personalisiertes Kundenerlebnis zu bieten. Zu den häufigsten Anwendungsbereichen gehörten bisher Kundenservice, Vertrieb und Marketing, zunehmend spielt KI aber auch in den Bereichen Prognostizierung und Preisfindung eine wichtige Rolle. Die Vorteile für den Verkaufsprozess sind vielversprechend.

 

5. Aktionstage und Kampagnen

Es gibt zahlreiche Aktions- und Feiertage, die sich für eine Kampagne eignen und leicht im Voraus einzuplanen sind. Allerdings sollte man nur auf diejenigen aufspringen, die auch zur eigenen Zielgruppe passen.

Jedem Unternehmen stehen begrenzte Ressourcen – insbesondere Geld, Zeit und Personal – zur Verfügung, die Priorisierung ist also wichtig. Zudem sollte man die Kapazitäten so planen, dass immer noch ein Puffer für spontane Aktionen übrigbleibt.

 

6. Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist zum Buzzword avanciert, doch in manchen Branchen passiert wenig. Das führt nicht nur die globale Klimabewegung „Fridays For Future“ vor Augen. Derartige Entwicklungen schärfen den Blick vieler Konsumentinnen und Konsumenten hinsichtlich der Klimafreundlichkeit von Unternehmen. Damit gilt Nachhaltigkeit inzwischen als nicht zu unterschätzendes Verkaufskriterium.

Hierbei geht es nicht allein um die unternehmerische Umweltbilanz, sondern beispielsweise auch um den Umgang mit Angestellten und Zulieferern sowie nachvollziehbare Lieferketten (Stichwort: Fair Trade).

Wichtig dabei: den Kunden seinen eigenen Beitrag zur Nachhaltigkeit auch zeigen und Echtheit und Erfolg dieser Bemühungen belegen, etwa durch Einbindung von Zertifikaten oder Siegeln.

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