Lehmanns Media bietet mit ChronosHub Open-Access-Komplettservice an

Der Wissenschaftsmarkt verändert sich weiter rasant, insbesondere mit Blick auf das Thema Open Access (OA). Um künftig auch beim Management von OA-Publikationen mitzumischen, kooperiert der Fachinformationshändler Lehmanns Media jetzt mit der OA-Plattform ChronosHub. Neben dem Vertrieb der Plattform im DACH-Bereich übernimmt Lehmanns auch den Support.

Open Access (Bild: Open Access, Wikipedia Commons)Open Access (Bild: Open Access)

ChronosHub ist ein Workflow-Tool, mit dem Forschende, Bibliotheken, Förderer und Verlage ihre OA-Abläufe effizienter managen können sollen. Es ermöglicht die Abrechnung und Verwaltung von Publikationsgebühren (APCs) und Konsortial-Verträgen, die Einhaltung von Compliance-Regeln und die Bereitstellung von Nutzungsdaten.

Für Lehmanns Media ist die Kooperation ein logischer Schritt: Über 30.000 Autoren nutzen ChronosHub bereits, rund 12.000 Artikel haben den Publikationsprozess durchlaufen. Als Dienstleister werde Lehmanns Media das Tool jetzt im deutschsprachigen Raum vertreiben und zugleich die gesamte Support- und Beratungskette übernehmen. Man fülle damit eine „wichtige Service-Lücke“ und könne jetzt auch für alle OA-Themen erster Ansprechpartner sein.

»Historische Zeitenwende«

„Das Management von Open-Access-Publikationen ist unser Beitrag zur Gestaltung einer effizienten Open-Access-Welt“, ordnet Lehmanns-Geschäftsführer Detlef Büttner die Kooperation ein.

Eine „historische Zeitenwende“ nennt Büttner im Gespräch mit buchreport den Wandel im Bibliotheksmarkt. „Das ist nicht nur eine unternehmerische oder buchhändlerische Entscheidung, sondern eine Geisteshaltung.“ Es gehe darum, im besten Sinne Transparenz herzustellen: Wo sind Gelder in die Forschung geflossen und welche Daten sind daraus entstanden?

Noch sei der Bibliotheksmarkt mit viel kleinteiliger Handarbeit, Rechnungs- und Abo-Verwaltung verbunden. Genau dies könne jetzt als Komplettservice angeboten werden, während die Digitalisierung weiter voranschreitet.

Ein ähnliches Modell hatte jüngst der Dienstleister Missing Link mit Oable vollzogen.

Mehr zum Thema Open Access im neuen buchreport.magazin 12/2020, das am 28. November erscheint und bereits ab dem 27. November (14 Uhr) als E-Paper bereitsteht.

 

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