Wir verschicken sofort

Amazon hat auf die Beschwerde des Börsenvereins beim Bundeskartellamt reagiert. Lieferungen an Kunden würden nicht von Amazon verzögert. Auch zum Konditionenstreit mit Bonnier äußert sich der Onliner.
In der Stellungnahme heißt es, Amazon verzögere keine Lieferungen an Kunden. „Für einige Printtitel des Verlagshauses Bonnier kaufen wir derzeit weniger Lagerbestand ein, als wir dies normalerweise tun würden. Bestellungen von Titeln, die wir auf Lager haben, verschicken wir sofort.“ 
Titel, die Amazon vorübergehend nicht auf Lager habe, würden bei Bonnier geordert, und die Lieferzeit solcher Titel sei dementsprechend davon abhängig, wie lange Bonnier benötige, um die Bestellungen auszuführen. „Sobald die bestellten Titel bei uns ankommen, verschicken wir sie umgehend an Kunden.“
Die Münchner Dependance des US-Unternehmens geht auch auf den Kontext der Kartellbeschwerde ein, die sowohl in den USA als auch Europa offenbar derzeit forcierten Konditionengespräche. „Es ist allgemein anerkannt, dass E-Books für Kunden günstiger sein sollten als die entsprechend Printversion, denn bei digitalen Büchern entfallen Druck- und Frachtkosten, Lagerung und Retouren. Wir glauben, dass sich dieser Umstand auch in den Konditionen widerspiegeln sollte, zu denen Buchhändler bei Verlagen einkaufen“, schreibt Amazon. 
Dies treffe auch zu bei den Konditionen mit den meisten Verlagen, mit denen Amazon arbeite. Konkret zu Bonnier heißt es: „Bei der großen Mehrheit der Titel, die wir von Bonnier (Teil des internationalen 3-Milliarden-Euro-Medienkonglomerats Bonnier Media Group AB) verkaufen, verlangt Bonnier von uns wesentlich mehr für die digitale Version eines Titels als für die gedruckte Version des gleichen Titels.“

Kommentare

5 Kommentare zu "Wir verschicken sofort"

  1. Kleine Sortimenterin | 25. Juni 2014 um 10:35 | Antworten

    Wir, der Buchhandel, liefern dem Kunden sein Buch über Nacht,
    bei uns muß man nicht erst auf die Belieferung von einem Lager
    zum nächsten und dann an den Kunden warten.
    Heute bis 18 Uhr bestellt, morgens zu Geschäftsbeginn im Laden,
    den Service bieten wir in einem großen Teil der Buchbestellungen.

  2. Mehrlich Heinz | 25. Juni 2014 um 9:40 | Antworten

    Der zweite Teil des Beitrags ist für mich als Leser interessant: deutsche Verlage haben schon irgendwie die Tendenz e-Books zu verteuern und zu sabotieren.
    Es ist nicht selten, dass die e-Book Version ebensoviel kostet wie die Printversion und auch die übliche Option diese auf mehreren eigenen Geräten zu sehen stark eingeschränkt wird.
    Bei Sachbüchern fällt auf, dass es in Deutschland häufig keine E-Book-Version gibt. Die englischsprachigen Versionen der e-Books sind fast immer deutlich billiger, meistens die Hälfte, als in Deutschland, und auch deutlich billiger als die englischsprachigen Printausgaben.
    Da heute viele Menschen Sachbücher auch in Englisch lesen können, treffen sich die deutschen Verlage damit selbst.
    Das so oft beschworene Mäntelchen des Bildungsauftrags, mit dem sich deutsche Verlage gerne schmücken, entpuppt sich damit als sehr fadenscheinig.

    • Alexander Vieß | 25. Juni 2014 um 10:08 | Antworten

      Herr Mehrlich, hier mal ein paar Zahlen: 85% der Verlage bieten E-Books billiger an. 48% um mehr als 20% billiger. Beide Zahlen sind im letzten Jahr in der Tendenz gestiegen. Und zur Marktabdeckung von E-Books: 100% der großen Verlage bieten E-Books an, 83% der mittelgroßen Verlage und 57% der kleinen Verlage. Das kann man natürlich immer noch kritisieren, dann aber wenigsten aufgrund tatsächlicher Zahlen.

      (Quelle: http://www.boersenverein.de/si… bzw. http://www.boersenverein.de/bu

      • Ja und, Herr Vieß? Keine Ihrer Zahlen widerlegt, was Herr Mehrlich kritisiert.

        • Klaus-Peter Saur | 25. Juni 2014 um 17:12 | Antworten

          Doch, wiederlegt er schon. Herr Mehrlich stellt in den Raum, dass es nicht selten ist, dass E-Book-Versionen eben so viel wie die gedruckte Ausgabe kosten -> bei 85 % ist das nicht der Fall! Er behauptet, dass es von Sachbüchern häufig keine E-Book-Version gebe -> wenn 100% der großen und 83% der mittelgroßen Verlage E-Books anbieten, dann können Sie davon ausgehen, dass darunter auch alle Sachbücher zumindest der Top 100 der Sachbuchbestsellerlisten dabei sind.

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