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Neues VLB-Tix startet ab Dezember für Buchhandlungen

Die Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB startet ab dem 3. Dezember mit der schrittweisen Integration der neuen VLB-Tix-Struktur. Eigentlich sollte die Umstellung bereits im Sommer beginnen, doch immer neue Anforderungen und auch manche „Kinderkrankheit“ sorgten für eine deutliche Verzögerung.

Jetzt aber beginnt demnächst der parallele Betrieb von Bestands- und Neusystem, wie die MVB mitteilt. Als erste Anwendergruppe sollen die Buchhandlungen in die neue Systemwelt umziehen, während alle anderen Anwendergruppen vorläufig mit der alten VLB-Tix-Umgebung weiterarbeiten. Für die vollständige Umstellung ist der Sommer 2022 geplant. Während des bis dahin laufenden Parallelbetriebs von Bestands- und Neusystem sichere ein kontinuierlicher Datenaustausch innerhalb weniger Minuten die Aktualität und Einheitlichkeit beider Systeme, versichert die MVB.

Zum Start der Umstellung am 3. Dezember geht das VLB-TIX vom Netz, damit alle spezifischen Daten – also Titelanreicherungen und -zusammenstellungen sowie Account-Informationen – ins Neusystem migriert und getestet werden können. Danach steht das Bestandssystem den Verlagen inklusive Vertretern, Vertriebskooperationen und Buchhandelsgemeinschaften wieder zur Bearbeitung von Titeln und Vorschauen zur Verfügung.

Die Freischaltung des Neusystems für Buchhandlungen erfolgt dem Plan nach in der Kalenderwoche 49 (also irgendwann ab 6.12.) nach Abschluss der finalen Anbindungstests. Allerdings werden einige Module und Funktionen nicht direkt zum Start integriert, sondern später schrittweise eingebunden. Man werde alle Anwendergruppen auf dem Laufenden halten, heißt es von der MVB.

„In Kürze erreichen wir mit dem Umzug der Buchhandlungen auf das Neusystem einen Meilenstein in der Neuentwicklung von VLB-Tix. Unsere oberste Prämisse dabei war es, den Kolleginnen und Kollegen im Sortiment zur nächsten Reise der Vertreterinnen und Vertreter ein funktionsfähiges und vor allem stabiles System an die Hand zu geben. Zugunsten dieses Ziels haben wir uns dafür entschieden, verschiedene Funktionen schrittweise auszurollen. Dabei haben wir uns an den bestehenden Nutzungsgewohnheiten orientiert. Uns ist sehr wohl bewusst, dass das die Einkaufsprozesse im Buchhandel beeinträchtigen kann. Aber dieses Vorgehen ist der notwendige Schritt in einem notwendigen Veränderungsprozess, der VLB-Tix und damit den Novitäteneinkauf fit für die Zukunft macht. Für den erfolgreichen Einstieg ins Neusystem geben wir unseren Kundinnen und Kunden verschiedene Informationsangebote an die Hand und stehen gerne auch persönlich mit Rat und Tat zur Verfügung. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Umstellung so gemeinsam gut meistern werden“, erklärt MVB-Geschäftsführer Ronald Schild.

Notbremse: Start des neuen VLB-Tix verschoben

Mehr als 23.600 Anwenderinnen und Anwender sind auf VLB-Tix registriert – davon 8300 aus Buchhandlungen und fast 6800 aus Verlagen und Vertriebskooperationen sowie fast 8500 Journalisten, Blogger sowie Leser.

Die Verlage beklagen allerdings die lediglich in den Zentralen der großen Filialisten als „hoch“ bewertete Akzeptanz von VLB-Tix. Ansonsten sei die Nutzung gering: Schätzungen gehen von 5 bis 8% der Buchhandlungen aus, die das System regelmäßig nutzen. Buchhändler wiederum erklären ihre Zurückhaltung damit, dass VLB-Tix nicht ihren Arbeitsanforderungen entspreche.

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