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Offenheit fördert Wissenschaft

Open Access, die für den Leser kostenlose Veröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln, war nur der Anfang. Künftig sollen noch weitere wissenschaftliche Daten öffentlich gemacht werden. Das war einer der Gedanken der Konferenz „Academic Publishing in Europe“ (APE), die Vertreter wissenschaftlicher Verlage und Bibliotheken sowie Forscher nach Berlin gelockt hat.
Zum zehnten Mal hat Arnoud de Kemp die Konferenz organisiert, diesmal unter dem Motto „Web25: The Road Ahead. Exploring the Future of Scholarly Communication & Academic Publishing“. Zu Beginn erklärte Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, ihre Strategie: Wo es das Urheberrecht erlaubt, sollen so viele Informationen wie möglich digitalisiert und für jeden Nutzer weltweit zugängig gemacht werden. Martin Grötschel, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, ging bei seinem radikalen Ansatz sogar noch einen Schritt weiter: „Ich wünsche mir, dass in Zukunft alle wissenschaftlichen Publikationen kostenlos elektronisch verfügbar, miteinander verlinkt und durchsuchbar sind.“ Dann sei die größtmögliche Offenheit erreicht. Grötschel: „Offenheit ist der beste Weg, wissenschaftliche Forschung zu fördern.“
Noch handelt es sich bei dem Vorschlag um Zukunftsvisionen. Was die Europäische Kommission in nächster Zeit plant, stellte Celina Ramjoué von der Generaldirektion für Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien vor: „Wir bewegen uns von Open Access zu Open Science. Nicht nur die wissenschaftlichen Artikel sollen öffentlich zugänglich sein, sondern auch zusätzliches Material wie das erforschte Datenmaterial.“ Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Vorstoßes seien u.a. die elektronische Infrastruktur, Datenstandards und Open Source.

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