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Thalia-Chef: »Hört auf mit der Schwarz-Weiß-Denke«

Ingo Kretzschmar (Foto: Thalia)

Marktführer Thalia wächst deutlich schneller als die Branche, auch organisch und auch stationär zweistellig auf vergleichbarer Fläche. Mit Partnerbuchhandlungen ist das Unternehmen im Geschäftsjahr 2022/2023 (30.9.) jetzt bei 1,8 Mrd Euro Umsatz (+11%) angelangt.

Thalia steigert Umsatz auf 1,8 Mrd Euro

Thalia-CEO Ingo Kretzschmar will neben der Dynamik des eigenen Geschäfts durch mehr Buchhandlungen in seinem Partnermodell zulegen, bei denen Thalia als Dienstleister fungiert. Im buchreport-Interview spricht Kretzschmar über Marktdominanz und Ressentiments, über das Omnichannel-Konzept und Künstliche Intelligenz.

Ist Ihnen die Dynamik von Thalia auch selbst ein bisschen unheimlich?

Kretzschmar: Ich bin vor allem stolz darauf, dass wir in Deutschland und Österreich das zweite Jahr in Folge sogar 10 Prozentpunkte über der Entwicklung der Gesamtbranche liegen. Das ist nicht unheimlich, sondern zeigt, dass wir gute Arbeit leisten.

Unheimlich ist eher die Dominanz. Eine ausgeprägte Handelskonzentration gibt es in vielen Branchen, aber nicht den einen flächendeckenden Grundversorger. Wo führt das hin?

Ich sehe das aus einer anderen Perspektive: Wie schaffen wir es, dass die Menschen zum Buch kommen und auch weiterhin Bücher kaufen? Mir geht es darum, dass das physische Buch in prominenter Lage sichtbar bleibt und nicht aus den Innenstädten, den Centern, den Stadtteilen verschwindet. Ich möchte nicht, dass Buchhandlungen aufgeben müssen, sondern dass sie weiter präsent sind oder dass sogar neue Läden öffnen. Dazu gehören Thalia-Buchhandlungen ebenso wie unabhängige Buchhandlungen. Und auch weitere, die sich unserem Partnermodell, das auch die Vielfalt sichert, anschließen: Die Inhaber können ihre Buchhandlungen nach ihren Vorstellungen führen, wirtschaften aber mit unserem Modell erfolgreicher. Die Buchhandlung bleibt bestehen und kann weiter selbstständig agieren.

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