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Rückzug programmiert?

Wie geht es für Hugendubel in Berlin weiter? Der Gewerkschaft Verdi zufolge ist ein Fortbestehen der meisten Hauptstadt-Filialen fraglich: Hohe Mietkosten, sinkende Umsätze und veraltete Läden machten der DBH-Führung und den Mitarbeitern zu schaffen:

  • Wie der Verdi-Hugendubel-Blog berichtet, soll der Mietvertrag der Berliner Filiale am Tauentzien im März 2012 auslaufen. Der Regionalleiter habe den Mitarbeitern mitgeteilt, dass das Geschäft aufgrund der steigenden Mietkosten „am jetzigen Standort definitiv nicht mehr in der heutigen Form weitergeführt werden“ soll. Die Geschäftsführung suche zur Zeit eine alternative Immobilie mit einer Fläche von 700 bis 1000 qm. „Ob das Flaggschiff von Hugendubel am Standort Berlin, ganz oder in reduzierter Form weitergeführt wird, ist unbekannt“, heißt es.
  • Auch die Zukunft der Filialen am Potsdamer Platz, in den Neukölln Arcaden (Foto) und an der Wilmersdorfer Straße sei fraglich, u.a. wegen Personalproblemen, veralteten Läden und hohen Mietkosten.
  • Positive Signale sendet Verdi dagegen für die Filiale in der Steglitzer Schloßstraße, die zur Zeit erfolgreichste Filiale in Berlin, wo der Mietvertrag bis Herbst 2015 verlängert worden sei. Am meisten Potenzial habe die Filiale in Potsdam, „als modernste und größte Buchhandlung im Ort“, die im Herbst letzten Jahres komplett umgebaut und renoviert worden sei (s. buchreport.magazin 12/2010).

Angesichts dieser Ungewissheiten fordern die Arbeitnehmervertreter die Hugendubel-Geschäftsleitung auf, die betroffenen Kollegen über ihre Zukunft im Unternehmen aufzuklären.

Mehr zum Thema im neuen buchreport.express 23/2011, der am Donnerstag, 9. Juni 2011 erscheint.

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