Hugendubel: Streiks in der heißen Phase

Hugendubel-Beschäftigte streiken (Foto: Verdi Infoblog)

Erneuter Streik bei Hugendubel: Nach Angaben von Verdi legten am gestrigen Donnerstag rund 100 Buchhändlerinnen und Buchhändler in Hannover, Ingolstadt und München die Arbeit nieder. Die Filiale in Hannover musste komplett geschlossen werden.

Die Hintergründe: Seit 2017 arbeiten die Beschäftigten des bayerischen Buchhandels ohne Manteltarifvertrag. Ein zweiter von regelmäßigen Streiks akzentuierter Streitpunkt ist das Gehalt. 

„In Bayern verweigert der Arbeitgeberverband seit über zwei Jahren den Abschluss eines neuen Tarifvertrages. In Hannover fordern die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten zusammen mit Verdi die Hugendubel-Geschäftsführung zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag auf“, so die Arbeitnehmervertretung. Dies sei bislang abgelehnt worden. Außerhalb von Bayern zahle Hugendubel nicht nach Tarif, „sondern zu deutlich schlechteren Bedingungen in Form von betrieblichen Vergütungsordnungen. Hier gibt es keinen Tariflohn und keine Tarifleistungen wie 37,5-Std.-Woche, Weihnachtsgeld, Spätöffnungszuschläge, besonderen Kündigungsschutz und vermögenswirksame Leistungen“. 

Zuletzt wurde Hugendubel im November bestreikt. Der Filialist, der den Arbeitgeberverband dominiert, hielt sich zu diesem Zeitpunkt zu den Forderungen bedeckt. Es gebe immer noch Differenzen, „ob und wie auf die spürbar veränderten Rahmenbedingungen reagiert werden soll“, so Personalgeschäftsführer Thomas Nitz damals gegenüber buchreport.     

Am heutigen Freitag und am morgigen Samstag sollen die Streiks laut Verdi in München fortgesetzt werden.

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