Fülle an Begleitbüchern

Auch in der 6. Staffel der „Höhle der Löwen“ kosten die Investoren verschiedene Food-Neuheiten, in der jüngsten Folge beispielsweise geröstete Marshmallows mit Eiskern. (Fotos: TV Now/Bernd-Michael Maurer)

Das TV-Format „Die Höhle der Löwen“ (Vox), dessen 6. Staffel derzeit ausgestrahlt wird, hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Lebensmittelinnovationen und Gastronomiekonzepte hervorgebracht beziehungsweise bekannt gemacht.

Zu immer mehr dieser Food-Marken gibt es inzwischen Kochbücher, von denen viele selbstverlegt sind (z.B. „Das Ankerkraut Kochbuch“, „Die fabelhafte Welt des Popcornloop“ und „Luicellas Eis-Rezepte“).

Darüber hinaus haben aber auch einige „Höhle der Löwen“-Start-ups den Sprung in verschiedene Verlagsprogramme geschafft. Beispiele aus den Jahren 2018 und 2019:

  • „Porridge. Genau richtig frühstücken“ (10/18) präsentiert Rezepte von 3Bears, einem Hersteller von Porridge-Fertigmischungen. In dem Titel der Edition Michael Fischer (EMF) kommen natürlich auch die eigenen Produkte zum Einsatz.
  • Bei Wachholtz erzählt Daniel Gieseler die Geschichte seiner „Fischbar“ (10/18) inklusive zahlreicher Fischrezepte.
  • Nach dem „Familien-Kochbuch“ (10/17) zur Smoothie-Marke Freche Freunde brachte EMF im vergangenen Jahr ein „Familien-Backbuch“ (10/2018) sowie anschließend den Buch-plus-Artikel „Backen mit Cups“ (2/19) auf den Markt, der Messlöffel in mehreren Größen enthält.
  • In „Juhu, Jackfruit!“ (3/19, Hans Nietsch) stellen die beiden Gründerinnen Julia Hupel und Julia Huthmann Rezepte mit dem von ihnen vermarkteten Produkt Jackfruit vor.
  • Der ZS-Titel „50 genial schnelle Lieblingsrezepte von Little Lunch“ (9/19) versammelt Rezepte, in denen die Fertigsuppen des Start-ups vorkommen.
  • Katharina Mayer legt bei Gräfe und Unzer (GU) mit „Von Oma mit Liebe“ (11/19) ein Backbuch zu ihrem Pop-up-Café Kuchentratsch vor.

Hanne Marie Schröder, Verlagsleiterin Kochen und Verwöhnen, erzählt, der Verlag sei bereits vor dem Auftritt der Start-ups in der „Löwenhöhle“ mit Mayer im Gespräch gewesen. Dass Kuchentratsch durch die Fernsehsendung einem größeren Publikum bekannt wurde, ist für den Verlag ein zusätzlicher Pluspunkt: „Es ist ein schönes Beiboot, aber nicht der Hauptdampfer, mit dem wir Fahrt aufnehmen. Das bleibt das Start-up selbst und die Story darum herum.“ Der TV-Auftritt werde im Buch durchaus thematisiert, weil er nun einmal zur Kuchentratsch-Story gehöre – aber von einem Aufkleber oder ähnlich starker Werbung mit dem VOX-Format sieht GU ab.

 

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