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Frankfurter Buchmesse meldet erste Zahlen für 2022

Die Frankfurter Buchmesse arbeitet an einer Normalisierung der großen Buchausstellung. Für die diesjährige Buchmesse vom 19. bis zum 23. Oktober erwarten die Messemacher über 4000 Aussteller, wie es heißt. Im Jahr 2021 waren es nur knapp mehr als 2000.

Dabei zeichne sich eine Rückkehr vieler Verlage aus den USA ab, wie die Messe mitteilt. Doch auch Aussteller aus Italien, Großbritannien oder Frankreich seien bei den Anmeldungen stark vertreten.

Die Halle 3, in der traditionell die deutschsprachigen Verlage ihre Titel präsentieren, ist zum aktuellen Zeitpunkt nahezu ausgebucht. Aktuell plant die Buchmesse mit der Belegung der Hallen 3, 4 und 6 auf dem Messegelände, dem Forum und der großen Open-Air-Freifläche, der Agora. Ab dem Messefreitag (21. Oktober 2022) wird die Buchmesse auch für das Privatpublikum geöffnet sein.

„Die internationale Buchbranche lebt von Orten der Begegnung: Nach zwei Jahren Pandemie ist der Wunsch nach persönlichen Treffen, nach fachlichem Austausch groß. Daher freut es mich besonders, dass im Literary Agents and Scouts Centre (LitAg) bereits Agenturen aus rund 25 Ländern angemeldet sind; besonders viele aus den wichtigsten Märkten Großbritannien und den USA. Der Handel mit Übersetzungsrechten steht traditionell im Zentrum der Messe. In diesem Jahr widmen wir deshalb mit der Kampagne ‚Translate. Transfer. Transform.‘ dem Thema Übersetzen einen Schwerpunkt. Denn nur durch die Arbeit von Übersetzer*innen können wir die Literaturen anderer Sprach- und Kulturräume verstehen, neue Perspektiven einnehmen und so engere Verbindungen schaffen“, so Buchmesse-Direktor Juergen Boos.

„Demokratische Werte im Mittelpunkt“

Mit Blick auf die letztjährige Debatte um die Absage der Autorin Jasmina Kuhnke und rechte Verlage auf der Messe betont Boos die Haltung der Buchmesse: „Demokratische Grundprinzipien sind die DNA der Frankfurter Buchmesse: Die Messe steht in ihrer Haltung für eine diverse Gesellschaft, für Pluralität und gegen jede Art von Diskriminierung. Um dieses Wertefundament sichtbar zu machen, arbeiten wir aktuell an verschiedenen Programmschwerpunkten, Formaten und Maßnahmen. Wir möchten demokratische Werte in den Mittelpunkt stellen, verschiedenen literarischen Gruppen einen Raum auf der Messe geben und die Vielfalt der Buchbranche feiern“, so Boos, ohne ins Detail zu gehen. Es dürfte auf der Hand liegen, dass die Rolle der Messe in dieser Frage beobachtet wird. 

FBM21: Auftritt rechtsgerichteter Verlage erneut in der Diskussion

Neben der Messe docken wieder die bekannten Fachprogramme an, darunter das Networking-Format „The Hof“ und die Online-Masterclasses. Zudem stehen die Wachstumsthemen Audio, Kinder- und Jugendmedien im Fokus. 

Gastland Spanien

Unter dem Motto „Creatividad desbordante / Sprühende Kreativität“ zeigt der diesjährige Ehrengast Spanien die literarische und kulturelle Vielfalt des Landes in Frankfurt. Für den Auftritt wurde eigenes ein Ehrengastpavillon (Forum, Ebene 1) gestaltet, in dem zahlreichen Veranstaltungen mit Autor*innen aus Spanien geplant sind. 

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