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Die größten Buchhändler 2018/19

Bundesweite, regionale und lokale Größen sowie die Spezialisten: Zum 30. Mal präsentiert buchreport die Buchhandels-Marktführer.

Symbolfoto "Die größten Buchhändler 2018/19" (Fotos: Illustration: https://www.freevector.com; Sabine Baum; Gabriele Büchelmeier; Montage: buchreport)

Die größten Buchhändler 2018/19 (Fotos: Illustration: https://www.freevector.com; Sabine Baum; Gabriele Büchelmeier; Montage: buchreport)

Der Abwärtstrend im deutschsprachigen Buchmarkt wurde 2018 gebremst, aber die Situation bleibt auch für die großen Buchhandlungen fordernd: Insgesamt bereitet die Medienkonkurrenz Sorgen, im stationären Handel speziell das veränderte Einkaufsverhalten.

Das hinterlässt strukturell Spuren:

  • Kleinere und mittlere Unternehmen geben auf und verkaufen, wenn es gut läuft, an Filialbuchhändler.
  • Die Filialisten verkleinern zwar ihre Flächen, expandieren aber tatsächlich mit neuen Standorten, häufig durch solche Übernahmen, die weniger riskant sind als der Kaltstart im Wettbewerb mit eingesessenen Wettbewerbern.
  • Mehr als zehn Jahre nach der letzten massiven Konzentrationswelle im Buchhandel steht erneut eine große Fusion auf der Agenda.

Konzentration: Hartmut Falter (Mayersche) und Michael Busch (Thalia) schmieden am Buchhandelsgiganten mit deutlich mehr als 1 Mrd Euro Umsatz. (Foto: John M. John)

Anfang 2019 haben der stationäre Marktführer Thalia und die im Ballungsraum Rhein-Ruhr dominierende Kette Mayersche ihren Zusammenschluss angekündigt. Sollte das Bundeskartellamt zustimmen, bahnt sich mit dieser Fusion eine Konzentration von neuer Qualität an: Alles in allem käme der Thalia-Mayersche-Verbund auf Augenhöhe mit den Medienumsätzen von Amazon im deutschsprachigen Raum. Wobei der Online-Riese im Unterschied zur weiter dynamischen Entwicklung in anderen Produktgruppen in seinem einstigen Startsortiment Buch mittlerweile wohl nicht mehr oder nur noch geringfügig wächst.

Vor der Bekanntgabe der Fusionspläne mit der Mayerschen hatte Thalia bereits 2018 mit einem anderen Deal für Aufsehen gesorgt, als der Filialist den Stuttgarter Marktführer Wittwer übernahm. Der war bisher im buchreport-Buchhandlungsranking als Nr. 2 der „großen Solisten“ geführt worden.

Thalia & Mayersche

Am 10. Januar meldeten Thalia und Mayersche die Fusion zu „Europas bedeutendstem familiengeführter Sortimentsbuchhändler“. Für die Anmeldung der Fusion beim Bundeskartellamt nehmen sich die Partner zur Vorbereitung der absehbaren Intensivprüfung wegen der Dominanz in Nordrhein-Westfalen noch Zeit. Zur geplanten Fusion hat buchreport ein Dossier bereitgestellt.

35 Buchhandelsunternehmen in 5 Kategorien

In dieser Umbruchsituation erfolgt also jetzt der alljährliche Blick auf die „Die größten Buchhandlungen“. Zum 30. Mal dokumentiert buchreport die Geschäfte der großen und mittleren Unternehmen des deutschsprachigen Buchhandels.

Dort, wo Vorjahresvergleiche explizit möglich sind (also ohne Akquisen und Flächenveränderungen), gibt es häufiger einen kleinen Umsatzrückgang als Indiz für eine anhaltend fordernde Marktsituation. Zuwächse sind meist mit Investitionen in zusätzliche Umsatzquellen verbunden. Die größeren Ketten nutzen Gelegenheiten, weitere Standorte einzubinden, in der Hoffnung, diese Läden mit den Skaleneffekten ihres Netzwerks wirtschaftlich(er) zu betreiben.

Marktführer und Online-Player Amazon, im Heimatmarkt USA auch stationär mit AmazonBooks präsent, hat sich 2018 in Deutschland aufs Versandgeschäft beschränkt. Auch Amazon spürt, dass das Buchgeschäft derzeit im deutschsprachigen Raum kein Wachstumsmarkt mehr ist. Beim Online-Wachstum verzeichneten zuletzt eher die klassischen Buchhändler (von relativ niedrigen Niveau) eine gewisse Dynamik, die die Vertreter der Multi- oder Omnichannel-Philosophie bestärkt.

Die 35 großen und mittelgroßen deutschsprachigen Buchhandelsunternehmen in dieser von der buchreport-Redaktion erstellten Übersicht sind wie folgt sortiert:

  • Die Marktführer (zur Kategorie),angeführt von Amazon, sind mindestens deutschlandweit, wenn nicht im gesamten deutschsprachigen Raum aktiv. Auf der Basis der Umsätze 2018 folgen auf den Online-Riesen die überregionalen Multichannel-Buchfilialisten Thalia, Hugendubel und das nach der Insolvenz von 2014 wieder Fuß fassende neue Weltbild-Unternehmen, das neben dem weiter reduzierten Filialnetz und Online-Shop seine Impulse mit klassischer Katalogwerbung fortsetzt. Weltbild hat seinen traditionell hohen Nonbook-Anteil zuletzt weiter ausgebaut. In der Übersicht der größten Buchhandlungen wird dies jetzt berücksichtigt und maßgeblich ein (geschätzter) Buch- und Medienumsatz ausgewiesen.
  • Die Regionalfilialisten (zur Kategorie) werden (noch) mit angeführt von der auf Fusionskurs mit Thalia befindlichen NRW-Kette Mayersche. Zu den regional aktiven Filialisten zählen Osiander und Rupprecht in Süddeutschland, Pustet (Bayern), Heymann und Decius im Norden, Lüthy Balmer Stocker in der Schweiz, die Morawa/Leykam-Gruppe in Österreich und Athesia in Südtirol. Als Regionalfilialist aufgeführt ist auch die Deutschschweizer Kette Orell Füssli, die hälftig zur stationär marktführenden Thalia-Gruppe gehört.
  • Die großen Solisten (zur Kategorie), die an ihrem Standort marktführend aufgestellt sind, haben nach der Düsseldorfer Buchhandlung Stern-Verlag (2015) zuletzt mit dem Verkauf von Wittwer (Stuttgart) an Thalia erneut ein prominentes Club-Mitglied verloren. Die Solisten, die höchstens mit wenigen Ablegern im Nahbereich Präsenz zeigen, heißen Dussmann in Berlin, Rombach in Freiburg, Graff in Braunschweig, Reuffel in Koblenz und Bider + Tanner in Basel.
  • Die Medienhändler (zur Kategorie) führen Bücher als nicht dominierendes Angebot wie die Schweizer Medienkette Ex Libris und Österreichs Libro. Auch für den Bahnhofsbuchhandel, dessen Hauptgeschäft der Presseverkauf ist, sind Bücher nur ein wichtiges Teilsortiment.
  • Die Fachinformationsmittler (zur Kategorie)bedienen ihr professionelles Klientel – Bibliotheken, Anwaltskanzleien, Unternehmen und staatliche Institutionen – immer häufiger in digitaler Form und als Dienstleister.

Die Übersicht – jede der 5 Kategorien kostet einzeln 6 €, gebündelt 18 € –zeigt Größenordnungen und Gefälle im Buchmarkt. Nicht immer lässt sich der Umsatz eindeutig und vergleichbar bestimmen, weil einige Händler keine Angaben machen und/oder die Buchanteile im Sortiment nicht genau abgegrenzt werden können. Die vor allem bei den großen Unternehmen erforderlichen Abschätzungen sind durch Asteriske (*) gekennzeichnet. Für Unschärfe sorgt zudem der unterschiedliche Anteil von Nicht-Medien-Sortimenten.

Die komplette Analyse „Die größten Buchhandlungen“ ist auch als PDF (16 Seiten) verfügbar.

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