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Claudia Roth: »Lasse mir die Messe nicht wegnehmen«

Claudia Roth. (Foto: Kristian Schuller)

Als die Leipziger Buchmesse Anfang des Jahres abgesagt wurde, war die Erschütterung in der gesamten Buchbranche zu spüren. Erste Enttäuschungen mündeten in gegenseitige Vorwürfe, dann gab es Solidaritätsadressen und schließlich zahllose kleine Versuche, wenigstens ein bisschen vom Leipziger Messegefühl zu retten.

Die Signale, die aus den Verlagen kamen, waren aber deutlich: Die Leipziger Buchmesse ist fest verankert im Terminkalender und in der Gefühlswelt der Branche. Untermauert wurde dieser Eindruck nun beim „Zukunftsgespräch“ mit Vertretern der Verlagsbranche, mit der Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Die Kernaussage: „Ich bin ein gnadenloser Fan der Leipziger Buchmesse und lasse mir die Buchmesse um alles in der Welt nicht wegnehmen“, so Roth. Man habe sich verpflichtet, alles für eine Neuauflage der Messe im kommenden Frühjahr zu tun. Der frühe Termin entpuppte sich zuletzt als gewaltige Bürde: Nach der logischen Absage in 2020 folgte die nicht weniger erwartete Absage in 2021 und dann eine durch die Macht des Faktischen, nämlich die reihenweise Absage von Verlagen, erzwungene Absage 2022. Das ließ durchaus Fragen aufblitzen, ob es denn nicht auch ohne Leipzig gehen könnte..?

Nein, ist die klare Antwort. „Allein die Zahl derer, die heute an dem Gespräch über die Zukunft der Buchmesse teilgenommen haben, zeigt, wie wichtig die Leipziger Buchmesse ist und wie sehr sie Interesse daran haben, dass diese Tradition fortgesetzt wird“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ Sachsens Ministerpräsidenten Kretschmer.

Für die kommende (und dann weitere Messen) werde man überlegen, wie die Leipziger Buchmesse künftig aussehen könne. Leipzigs Messechef Martin Buhl-Wagner nannte gegenüber dem MDR die zwei „wichtigen Aufgabenblöcke“. Man wolle „konzeptionell an dem Produkt Buchmesse arbeiten, also Inhalte, Zielgruppen, Schwerpunkte zu setzen“, so Buhl-Wagner. „Das wollen wir schon seit Jahren tun.“ Zum anderen müsse man jetzt über ein Durchführungskonzept sprechen, das in Stufen umsetzbar sei und mit unterschiedlichen Belastungsformen umgehen könne.

Debatte um Verlegung der Frankfurter Buchmesse

 

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