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Unser Kernthema: »Leser erreichen und emotional aufladen«

Frank Sambeth (Foto: Astrid Schmidhuber)

Die Bertelsmann-Buchsparte stellt nicht nur mit Penguin Random House (PRH) die weltgrößten Publikumsverlagsgruppe (hier geht es zu den Zahlen). Sie ist auch im deutschsprachigen Markt mit der Münchner Verlagsgruppe Random House die Nr. 1 im Publikumsmarkt.

Mit Blick auf das zurückliegende Jahr 2017 spricht CEO Frank Sambeth von einem anstrengenden Jahr für die gesamte Branche und herausfordernden Entwicklungen. Die deutschen Random House-Verlage haben 2017 weniger umgesetzt und erstmals seit 2008 die 300-Mio-Euro-Marke unterschritten.

Publikumsmarkt unter Druck

Der deutsche Publikumsbuchmarkt bewegt sich insgesamt auf einer Rüttelstrecke. Die Marktforschung hat dazu die überwiegend ernüchternden Zahlen:

  • Das Weihnachtsgeschäft verlief schwächer als im Vorjahr.
  • Die Jahresbilanz 2017 endete mit einem um 2% niedrigeren Umsatz, trotz eines gestiegenen Durchschnittspreises, weil in zweistelliger Millionenzahl weniger Bücher gekauft wurden.
  • Der Börsenverein präsentierte im Januar als Erklärung eine Studie, der zufolge in den vergangenen Jahren sage und schreibe 6 Mio Buchkäufer verloren gegangen sind.
  • Die Entwicklung ist auch im buchreport-Ranking „Die 100 größten Buchverlage“ abzulesen. Während die Wissens- und Fachinformationsanbieter im Schnitt um 4% zugelegt haben, hat die Publikums-Gruppe der auf Belletristik, Sachbuch, Ratgeber und Kinderbücher ausgerichteten Verlage in Summe 1,3% weniger umgesetzt.

Innerhalb dieser Gruppe gibt es natürlichen die üblichen heftige Umsatzausschläge durch unterschiedliche Bestseller-Konjunkturen, insgesamt ist der Markt aber auch aus der Sicht der größten Verlage offenbar geschrumpft.

Random House meldet Umsatzrückgang

Publikums-Marktführer Random House ist zwar durch seine große Titelzahl mit knapp 2500 Novitäten naturgemäß etwas weniger abhängig vom Einzelerfolg, spürt aber auch die Gesamtmarktentwicklung. Im zweiten Jahr in Folge hat die Gruppe jetzt rückläufige Umsatz gemeldet:

  • 2016: 309 Mio Euro (–6,1%)
  • 2017: 292,3 Mio Euro (–5,4%).

Als Sondereffekt spielt dabei der 2017 wirksam gewordene Verkauf von Gerth Medien eine Rolle. Aber auch der vom Random House-Imprint btb gestellte SPIEGEL-Jahresbestseller (Maja Lunde: „Die Geschichte der Bienen“) hat nicht den Umsatzhebel entwickelt wie Jahresbestseller früherer Jahre.

CEO Sambeth über die Herausforderungen des Marktes

Frank Sambeth (47) ist seit 2005 in der Geschäftsleitung von Random House, zunächst anls Chief operating Officer (COO) und seit 2012 als CEO der Verlagsgruppe. Im buchreport-Gespräch nimmt Sambeth erstmals ausführlich zu einem breiten Kanon von Branchenthemen Stellung:

  • Zu den verloren gegangenen Lesern
  • Zur wachsenden Bedeutung des Zielgruppenmarketings
  • Zur geringeren Sichtbarkeit von Büchern und Neuorientierungen des Handels
  • Zu hohen Ladenmieten
  • Zur eigenen Preisgestaltung
  • Zum ausgebremsten E-Book und den weiteren Herausforderungen der Digitalisierung.

Frank Sambeth (Foto: Astrid Schmidhuber)


Die Bertelsmann-Buchsparte stellt nicht nur mit Penguin Random House (PRH) die weltgrößten Publikumsverlagsgruppe (hier geht es zu den Zahlen). Sie ist auch im deutschsprachigen Markt mit der Münchner Verlagsgruppe Random House die Nr. 1 im Publikumsmarkt.
Mit Blick auf das zurückliegende Jahr 2017 spricht CEO Frank Sambeth von einem anstrengenden Jahr für die gesamte Branche und herausfordernden Entwicklungen. Die deutschen Random House-Verlage haben 2017 weniger umgesetzt und erstmals seit 2008 die 300-Mio-Euro-Marke unterschritten.

Publikumsmarkt unter Druck

Der deutsche Publikumsbuchmarkt bewegt sich insgesamt auf einer Rüttelstrecke. Die Marktforschung hat dazu die überwiegend ernüchternden Zahlen:

  • Das Weihnachtsgeschäft verlief schwächer als im Vorjahr.
  • Die Jahresbilanz 2017 endete mit einem um 2% niedrigeren Umsatz, trotz eines gestiegenen Durchschnittspreises, weil in zweistelliger Millionenzahl weniger Bücher gekauft wurden.
  • Der Börsenverein präsentierte im Januar als Erklärung eine Studie, der zufolge in den vergangenen Jahren sage und schreibe 6 Mio Buchkäufer verloren gegangen sind.
  • Die Entwicklung ist auch im buchreport-Ranking „Die 100 größten Buchverlage“ abzulesen. Während die Wissens- und Fachinformationsanbieter im Schnitt um 4% zugelegt haben, hat die Publikums-Gruppe der auf Belletristik, Sachbuch, Ratgeber und Kinderbücher ausgerichteten Verlage in Summe 1,3% weniger umgesetzt.

Innerhalb dieser Gruppe gibt es natürlichen die üblichen heftige Umsatzausschläge durc…
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