Bastei Lübbe will keine Dividende ausschütten

Der börsennotierte Publikumsverlag Bastei Lübbe hat seine endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/2017 (Stichtag: 31.3.) bekannt gegeben. Wie bereits angekündigt, bleibt das Ergebnis deutlich hinter den Erwartungen zurück. Auf eine Dividendenausschüttung soll verzichtet werden.

Diese Zahlen hat jetzt der Bastei-Lübbe-Aufsichtsrat abgenickt:

  • Die Umsatz ist auf 146,3 Mio Euro angestiegen (Vorjahr: 101,9 Mio Euro).
  • Der Hauptgrund für das Plus: Erstmals ist der Rackjobbing-Marktführer Buchpartner in die Bilanz mit eingeflossen, an dem Bastei Lübbe seit Frühjahr 2016 eine Mehrheit von 51% hält. Buchpartner hat 43,2 Mio Euro zum Bastei-Lübbe-Gesamtumsatz beigesteuert.
  • Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt bei 5,4 Mio Euro (Vorjahr: 6,7 Mio Euro) und damit deutlich unter den ursprünglich prognostizierten 13 bis 15 Mio Euro. Als Gründe werden Dellen im Buchgeschäft, aber auch „besondere Einmaleffekte“, u.a. bei Autorenhonoraren und durch den Erwerb von Buchpartner (hier mehr).
Verzicht auf Dividendenausschüttung

Für die Aktionäre hat der Verlag schlechte Neuigkeiten: Vorstand und Aufsichtsrat wollen bei der Hauptversammlung am 22. November mit Blick auf die „erheblichen finanziellen Aufwendungen“ des abgelaufenen Geschäftsjahres vorschlagen, den vorläufigen Bilanzgewinn von 1,1 Mio Euro nicht auszuschütten. Damit sollen weitere Investitionen sichergestellt werden.

„Dieser Verzicht auf eine Dividendenausschüttung wird aber nur vorübergehend sein, denn wir möchten an unserer grundsätzlichen Politik festhalten, unsere Aktionäre durch eine angemessene Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Vorstände Thomas Schierack (Vorsitzender), Klaus Kluge und Ulrich Zimmermann an die Mitarbeiter.

Bessere Aussichten fürs laufende Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 rechnen sie aber mit besseren Zahlen:

  • Der Umsatz soll auf rund 160 Mio Euro ansteigen.
  • Das EBITDA soll zwischen 14 bis 17 Mio Euro betragen.

Die Gründe für den Optimismus:

  • Buch-Bestsellergaranten: Im Herbst kommen neue Titel von Ken Follett („Das Fundament der Ewigkeit“, ET: 12.9., 36 Euro) und Dan Brown („Origin“, ET: 4.10.).
  • Nebenmarkt: Buchpartner soll seine Stellung ausbauen. Erst kürzlich wurden weitere 1200 Rewe-Märkte als Kunden gewonnen.
  • Video- und PC-Games: Auch bei der Beteiligung Daedalic Entertainment gebe es „aussichtsreiche Produktnovitäten“.

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