Digitale Buchkunst

Geht es um schöne Bücher, denken die meisten Menschen an gedruckte Werke. Doch auch digitale Bücher haben ästhetisch etwas zu bieten. Das will der „Deutsche E-Book Award“ zeigen und gleichzeitig Diskussionen über die schöne neue Welt anstoßen. Insgesamt zehn Titel haben es in den beiden Kategorien „Enhanced E-Books“ und „E-Book-Apps“ auf die Shortlist geschafft:

Enhanced E-Books

„Harmonischer Rhytmus – Jazz & Pop“

Einreichung von: newVISION! GmbH, Bernhard Peter
Vertriebsplattform: iTunes, Google Play

„Mein neuer Freund das Känguru“

Einreichung von: Verlagsgruppe Oetinger, Bettina Riediger
Vertriebsplattform: iTunes, App Story, Google Play

„Physik 7“

Einreichung von: Lehrbücher Huber, Andreas Konrad Huber
Vertriebsplattform: iTunes

„Rhetorik eBook active“

Einreichung von: Haufe Gruppe, Steffen Kurth
Vertriebsplattform: Haufe Shop, iTunes, Amazon, Google Books

„Weinbars in Venedig – Special Edition“

Einreichung von: Gräfe und Unzer Verlag, Beate Muschler
Vertriebsplattform: iTunes

E-Book-Apps

„Carl Lutz – Der vergessene Held“

Einreichung von: DOCMINE Productions GmbH, Robin Burgauer
Vertriebsplattform: iTunes, Google Play

„Coffeeshop“

Einreichung von: Bastei Lübbe AG, Diana Roßlenbroich
Vertriebsplattform: iTunes, Google Play, Amazon

„Die große Wörterfabrik“

Einreichung von: mixtvision DIGITAL GmbH, Rainer Schmidt
Vertriebsplattform: iTunes, Google Play, Amazon, Samsung Store

„netwars: The Butterfly Attack“

Einreichung von: Bastei Lübbe AG, Helmut Pesch
Vertriebsplattform: iTunes, Google Play, Amazon

„Rotkäppchen“

Einreichung von: Carlsen Verlag GmbH, Markus Dömer
Vertriebsplattform: iTunes

Kommentare

10 Kommentare zu "Digitale Buchkunst"

  1. Severin Rieger | 1. Oktober 2014 um 15:30 | Antworten

    Sieht alles ganz hübsch aus. Schade allerdings, dass die BROTSEITEN-App nicht in der Shortlist mit drin ist. Warum eigentlich? Die haben ja bereits den Red Dot Award gewonnen, was für eine E-Book App ja auch nicht selbstverständlich ist.

  2. Auch in der Schweiz wird an attraktiven «E-Book-Apps» gearbeitet. Im Vergleich zur obigen Shortlist hat die BROTSEITEN-App für das qualitativ hochstehende Design bereits den
    prestigeträchtigen Red Dot Award gewonnen.
    Die App gibts kostenlos im App-Store:
    https://itunes.apple.com/ch/ap

  3. Mir fehlt die Zugänglichkeit für sehbehinderte Menschen. Die gängigen E-Reader-Apps bieten da zu wenig. Gefordert wird die in großem Umfang anpassbare Darstellung mit großen Schriften, Farbwahl von Vorder- und Hintergrund, Zeilenabstand und -breite, Vorlesefunktion mit Markierung der gelesenen Wörter … Dinge die es E-Reader-Apps die nicht-DRM-fähig sind wie Dream Voice gibt.
    Allein die Linksbündigkeit wäre für den Lesefluß deutlich erleichtert – das bekommt Amazon nicht hin.
    Leider fehlt der Zugänglichkeitscheck bei der Qualitätssicherung.
    Das ist auch schade, da wohl etwa 10 % der Nutzer gravierende Sehprobleme hat – auch sie sind zahlende Kunden.

    • Accessibility halte ich für ein großes und wichtiges Thema – das jedoch (noch) weit mehr auf der Ebene der Lesesysteme und eReader-Anwendungen angesiedelt werden muss als bei den einzelnen Titeln. Solange dies so ist, halte ich nicht für sinnvoll, das als Aspekt in einen eBook-Award mit einzubeziehen. Sehr viel mehr könnte dieser Sache zugute kommen, wenn sich mehr Anbieter zu einem DRM-freien eBook-Angebot entschließen würden und so auch eReader benutzt werden könnten, die speziell auf Barrierefreiheit ausgelegt sind.

  4. Wolfgang Tischer | 29. September 2014 um 21:49 | Antworten

    Ernüchternd.

    Ich hatte den Award bislang nicht allzu sehr im Blick. Jedoch hatte ich die Hoffnung, dass es endlich einen Preis für gut gestaltete E-Books gibt. Ein Preis, der Typographen anspornt, das Meiste und Beste aus EPUB & Co. herauszuholen und zu zeigen, was man alles plattformübergreifend machen kann, wenn man sich nur etwas anstrengt und keinen 0815-Konvertierdienstleister beauftragt.

    Doch die Shortlist-Kandidaten, die hier versammelt sind, sehen aus wie die großen Brüder der interaktiven CD-Roms von 1989. Viel proprietäre iTunes und Google (Android)-Apps. Anklickbare Elemente, eingebettete Videos … Kurz und gut: Dinge, die eher in die Vergangenheit, statt in die Zukunft weisen.

    Sehr schade. Oder sehe ich das zu einseitig und es wird werden noch weitere Shortlists in Rubriken mit echten E-Books vorgestellt?

    • Wir haben uns für den Award bewußt die Produktkategorien enhanced eBooks und Apps vorgenommen, weil wir hier die größte Innovation erwarteten. Und die Nominierungen wie auch die Einsendungen zeigen aus unserer Sicht eine beeindruckende Bandbreite von Produkten, denen es gelingt, diese Typen als eigenständige Medien zu entwickeln und Produkte zu realisieren, die als Print nie denkbar gewesen wären.

      Diese Kategorien-Wahl als Orientierung an der Vergangenheit zu sehen und gleichzeitig eine Bewertung von reinen Text-eBooks zu erwarten, halte ich für eine etwas widersinnige Argumentation.

      Ich wäre persönlich der letzte, der sich für die Zukunft gegen eine eigene Kategorie für typografisch gut gemachte eBooks wehren würde. Ich erwarte mir jedoch von der Frage, ob ein Gestalter in der Lage war, handwerklich saubere Webtypografie abzuliefern, deutlich weniger Erkenntnis als von der Entwicklungen von neuen und eigenständigen Medienformen.

      • Man nennt das Format hier „Deutscher E-Book Award“, meint damit aber „Deutscher Enhanced-Ebook und App Award“. Und lässt damit gerade die Produktkategorie von E-Books aus, die Friedrich Forssman mit seiner Kritik anspricht und den man dennoch bei der Vorstellung des „Deutschen E-Book Awards“ zitiert. – Muss man nicht verstehen?

  5. Danke und Glückwunsch! Ich finde, solche Preise sind längst überfällig und gehören zum Spannendsten in 2014. (Er wäre wohl schon vor 20 Jahren hilfreich gewesen, s.u., Süddeutsche Zeitung, Feuillton im September 1994…)

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