Kindle Fire mit Notruf-Funktion

Im Kampf um Marktmacht und Marktanteile im Tablet- und Digital-Markt will Amazon gegenüber Apple und Google mit einer neuen Funktion punkten: Die neuen KindleFire-Modelle des Online-Riesen sind mit einem Life-Support ausgestattet, bei dem ein Amazon-Mitarbeiter dem Nutzer per Video-Chat Funktionen erklären und zeigen kann.

Am Mittwoch (25. September) hat Amazon vier neue Tablet-Modelle vorgestellt, die deutlich schmaler und schneller sind als ihre Vorgänger und zudem über eine höhere Auflösung verfügen: Das Kindle Fire HD und das Kindle Fire HDX. Beide Modelle gibt es entweder mit 7-Zoll- oder als 8,9-Zoll-Display.

Das günstigste Modell (Kindle Fire HD mit 7-Zoll-Display und 8 GB Speicher) kostet 139 Dollar, das hochauflösende Kindle Fire HDX mit 8,9-Zoll und 16 GB Speicher wird für 379 Dollar angeboten. Zum Vergleich: Das günstigste iPad mit 16 GB Speicher kostet 499 Dollar. Die 7-Zoll-Geräte des Kindle Fire sind ab Oktober, die 8,9-Zoll-Tablets ab November in den USA lieferbar. Wann die Geräte auch an deutsche Kunden ausgeliefert werden, hat Amazon noch nicht bekannt gegeben.

Life-Support aus Seattle

Integriert ist eine neue Funktion, die Amazon den „Mayday Button“ nennt. Klickt der Nutzer auf den Button, öffnet sich ein Video-Chat zu einem Amazon-Mitarbeiter, der dem Nutzer erklären und zeigen kann, wie er bestimmte Funktionen nutzt oder auch per Fernwarte direkt auf das Kindle Fire zugreifen kann, dabei aber nicht den Kunden sehen kann. Der Life-Support steht den Nutzern jederzeit kostenlos zur Verfügung, laut Amazon soll der Support spätestens nach 15 Sekunden reagieren. 

Ebenso wie auf den neuen E-Readern ist auf den Tablets der Social-Reading-Service Goodreads integriert, den Amazon im April gekauft hat. Kindle-Nutzer können Goodreads direkt über ihr Gerät starten, Amazon-Einkäufe zu ihrem Buch-Listen hinzufügen, Literaturlisten und Profile der anderen 20 Goodreads-Mitglieder ansehen, Bücher bewerten und ihren Lese-Status teilen.

Zudem hat Amazon das neue, weiterhin auf Android basierende, Betriebssystem Mojito vorgestellt. Auch bei Mojito rückt der Online-Riese weiterhin die Inhalte und nicht die Apps in den Fokus – passend zur Strategie des Unternehmens, die Geräte besonders günstig anzubieten, um anschließend mit den Downloads Geld zu verdienen. Der Nutzer kann (neben den integrierten Amazon-Apps) nach wie vor auch Android-Apps von Fremdanbietern installieren. 

Hier ein erster Test von „The Verge“, bei dem auch die Mayday-Funktion vorgestellt wird (2:38): 

Die technischen Details:

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