Nicht für kleine Bildschirme gemacht

Obwohl inzwischen rund 40% der Deutschen ein Smartphone nutzen, scheint dies bei den Unternehmen noch nicht angekommen, meldet der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Bei jedem zweiten Smartphone-Nutzer fallen die mobilen Internetseiten durch. Es gebe noch viel Nachholbedarf bei den Unternehmen.
Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Deutschland wird Mobile – Sind die Unternehmen vorbereitet?”, die für den BVDW, Google und TNS Infratest erstellt wurde. Im Detail: 
  • Jeder Zweite, der ein Smartphone besitzt, nutzt es inzwischen täglich. Das sind 41% mehr als noch vor zwei Jahren. 
  • Vor allem Frauen und Personen im Alter zwischen 35 und 54 Jahren haben in den letzten zwei Jahren bei der Smartphone-Nutzung aufgeholt. 
  • Die Nutzung wird weiter zunehmen: 12% der Besitzer eines einfachen Handys wollen sich in den nächsten sechs Monaten ein Smartphone anschaffen.
  • Doch die Unternehmen sind offenbart kaum darauf vorbereitet: Von den befragten Smartphone-Nutzern bewerteten 52% die mobilen Websites schlecht. Über alle Branchen hinweg wird von den Usern vor allem bemängelt, dass die Seiten unübersichtlich (58%) und nicht benutzerfreundlich sind (36%). Auch dass man viel scrollen muss, kommt nicht gut an. (26%) 
„Angesichts der rasanten Entwicklung der Nutzung mobiler Endgeräte ist es von zentraler Bedeutung, dass die Unternehmen den Erwartungen und Bedürfnissen ihrer potenziellen Kunden auch im mobilen Umfeld gerecht werden“, erklärt Mark Wächter, Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW, mit Blick auf die Ergebnisse.

Kommentare

3 Kommentare zu "Nicht für kleine Bildschirme gemacht"

  1. Johannes Bertelmann, QuestBack | 27. August 2013 um 12:42 | Antworten

    Es gibt heute hervorragende Möglichkeiten, auch mobile Webseiten nutzerfreundlich zu gestalten, in dem man einfach bei der Konzeption und Entwicklung Nutzer aus der Zielgruppe mit einbezieht und sich ihr Feedback holt, bevor die Seiten freigegeben werden. Das verhindert, dass man spätere Nutzer vergrault und die Webseite aufwendig korrigieren muss.

    Co-Creation nennt man das ganze mit einem Schlagwort. Und es bezieht sich nicht nur auf die Usability von Webseiten sondern auch auf deren Inhalte.

    • Co-Creation? Das ist ein uraltes Web 2.0 Phänomen (in Bezug auf das Internet). Responsive Webdesign ist das Gebot der Stunde (Websites, die sich über den Server Infos von den benutzten Endgeräten holen (u.a. deren Größe und Auflösung). Anhand dieser Daten werden dann unterschiedliche CSS-Daten geladen (ein-, zwei-, vierspaltig usw.). Auch die Images werden entsprechend angepasst. Responsive Design sollte längst Website-Standard sein.

      • Johannes Bertelmann, QuestBack | 28. August 2013 um 15:08 | Antworten

        Hallo Tom,
        das eine schließt das andere nicht aus. Responsive Design ist eine technische Umsetzung, die es erlaubt, eine Seite einmal zu entwickeln, um sie dann angepasst an verschiedene Bildschirmgrößen darstellen zu lassen. Das ein Design respnsive ist, sagt noch nichts darüber aus, dass es auch der Usability genügt und den Anforderungen der User gerecht wird. Unsere Kunden lassen stationäre und mobile Webseiten testen, weil es Seiten sind, über die Umsätze generiert werden (zum Beispiel Shops). Und da spielt es schon eine Rolle, zu wissen, ob die User in der Lage sind, schnell und effizient zum Einkaufserlebnis zu kommen oder ob Design und Funktionalitäten dies behindern. Viele setzen die gewonnenen Erkenntnisse dann mit Responsive Design um, aber sie wissen dann auch wie und weshalb..

        Durch angereicherte A/B-Tests lassen sich Fehlentwicklungen im Vorfeld vemeiden.

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