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Montag, 25. Februar 2013 (11:33 Uhr)


Volker Kauder: Fixe Preise bei E-Books verteidigen

Wenn Amazon die Preisbindung kippt

Wird die Krise des stationären Buchhandels zum Wahlkampfthema? Der Chef der CDU-Bundestagsfraktion Volker Kauder (Foto: CDU) spricht sich in der „Welt am Sonntag“ für den Erhalt der „geistigen Basis unserer Gesellschaft“ aus. Und untermauert dies mit einer Verteidigung fester Preise auch für digitale Bücher.

Angesichts des Booms von E-Books und des florierenden Onlinehandels verzeichneten stationäre Buchhändler deutliche Umsatzeinbußen. „Das Buch muss eine Zukunft haben“, hält Kauder dagegen und verweist auf eine eigene Veranstaltung, die die CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem Thema Ende April widmen werde.

Die Buchpreisbindung, so Kauder, schütze vor allem die kleineren Buchhändler – stehe aber unter Druck: „Wir hören Berichte über angebliche Bestrebungen eines großen Onlinehändlers, die Buchpreisbindung bei E-Books unterlaufen zu wollen. Dies muss verhindert werden.“ Kauder nennt an dieser Stelle zwar nicht Amazon, aber die Diskussion in der Branche, auf die sich Kauder bezieht, ist aktuell eindeutig auf Amazon fokussiert.

Während Kauder in der Preisbindungsfrage dem Börsenverein aus der Seele spricht, nimmt er mit Blick auf die Mehrwertsteuer eine konträre Position ein: Der Wunsch, dass E-Books nur noch mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz belastet würden, sei zwar nachvollziehbar, würde aber langfristig die öffentlichen Haushalte „nicht unerheblich belasten“. 

Kauders Ausführungen passen zu den Forderungen von Verleger Helge Malchow, der im SPIEGEL die Bundesregierung auffordert, die Buchpreisbindung auch für E-Books zu definieren. Und Alexander Skipis, der die Amazon-Steuervorteile in Luxemburg thematisiert.



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