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Wir haben auch etwas zu sagen

Alles redet über die Krise im Buchhandel. Doch niemand fragt, wie sich die unabhängigen Buchhändler über Wasser halten. Zeit, sich ins Gespräch zu bringen, meint Rolf Köhl (Foto).

Der Buchhändler wurde vor fünf Jahren durch Thalia von seinem Standort in Brühl verdrängt. Heute macht den beiden Niederlassungen der Buchhandlung Köhl in Erftstadt weniger der Filial- als der Online-Handel Konkurrenz.

Der schlechten Presse, die derzeit von den Filialisten ausgeht und so ein düsteres Bild der Branche zeichnet, will Köhl eigene Signale entgegensetzen: „Wir müssen versuchen, den Schaden zu relativieren, der der Branche durch die Hiobsbotschaften von Thalia und Co. entsteht.“

Daher geht er in die Offensive – und nutzt alle Kanäle, um für den Buchhandel vor Ort zu werben: „Große Unternehmen bringen sich über Pressekonferenzen ins Gespräch. Wir kleinen Buchhändler haben auch etwas zu sagen, dass die Öffentlichkeit interessieren kann.“

Also hat Köhl am 23. August die Regionalpresse zu sich eingeladen. Das Interesse schien groß: Mehrere Medien, unter anderem der „Kölner Stadtanzeiger“ und die „Kölner Rundschau“, folgten der Einladung.

Der 68-jährige Buchhändler zeigt auch im Verbund mit anderen Händlern Flagge: Er ist neben einem starken Engagement auf Ortsebene unter anderem in der „AG Marketing“ und als Gründungsmitglied im Verein „Buy local“ aktiv.

Köhl: „Wir müssen den Kunden die Vorteile des stationären Einzelhandels klar machen und den Verlagen signalisieren, dass wir ein starker Partner sind.“

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