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Samuel van Oostrom: Markt der Steuerberater offensiver bearbeiten

Lefebvre Sarrut will sein Deutschlandgeschäft forcieren: Mit Stollfuß ergänzt ein Verlagsgeschäft das Engagement beim Rechtsportal Juris. Samuel van Oostrom über die Pläne der französischen Fachverlagsgruppe.

Samuel van Oostrom (61) ist derzeit öfter im Auto zwischen Saarbrücken und Bonn unterwegs. Der langjährige Geschäfts­führer des Rechtsportals Juris führt seit diesem Jahr mit Stollfuß ein zweites Unternehmen, das vor allem steuerrechtlich ausgerichtet ist.

Der erfahrene Portalmanager wurde von Lefebvre Sarrut mit dem Management seiner deutschen Geschäfte betraut. Die größte Fachverlagsgruppe Frankreichs mit Schwerpunkten im Wirtschafts-, Steuer- und Bilanzrecht wird vom Fachblatt „Livres Hebdo“ mit 489 Mio Euro Umsatz als fünftgrößter Verlag des Landes geführt und ist in insgesamt 8 europäischen Märkten aktiv. In Deutschland ist sie (neben der Bundesrepublik) einer der Hauptgesellschafter des Rechtsportals Juris, das van Oostrom seit 2001 als Geschäftsführer operativ und strategisch weiterentwickelt.

Mit der Übernahme des Verlagsgeschäfts inklusive des Steuerrechtsportals Stotax von Stollfuß Medien will Lefebvre Sarrut sein hiesiges Geschäft stärken: „Das Team von Stollfuß ist ein wichtiger Baustein für unsere Deutschland-Strategie. Wir werden weiterhin unter der Marke Stollfuß auftreten und – gemeinsam mit Juris – insbesondere unsere Position im Markt für Steuerberater weiter stärken“, kündigt Lefebvre-Sarrut-CEO Olivier Campenon an.

Nicht Teil des Deals war das wachsende Geschäft mit Software-Lösungen für Buchhalter und (komplexerer) Software für steuerberatende Berufe und Steuerabteilungen größerer Unternehmen. Dieses verbleibt bei Stollfuß Medien, das den Bereich weiter ausbauen will. Das familien­geführte Unternehmen war 2008 aus der Fusion der beiden Schwesterunternehmen Stollfuß Verlag und Stotax (Kanzleisoft­ware) hervorgegangen. Unter der Marke Stotax werden alle Produkte zur steuer­lichen Beratungspraxis vermarktet.

Zusammenarbeit forcieren

Stollfuß, Gründungsmitglied der JurisAllianz, bleibt ein eigenständiges Unternehmen, alle Mitarbeiter und auch der Verlagsstandort in Bonn (durch Anmietung) wurden übernommen.

Enger werden sollen die bestehenden Bande zu Juris gleichwohl: Van Oostrom will den Markt der Steuerberater noch offensiver mit den Inhalten von Stollfuß und von anderen Partnern bedienen – und somit auch stärker in den Verdrängungswettbewerb mit NWB und Haufe gehen. Auf seiner Agenda für Stollfuß stehen daher die aktive Weiterentwicklung des Portfolios und auch die Entwicklung neuer Produkte. „Vor allem Onlineprodukte im Sinne von Tools, von praxisrelevanten Hilfsmitteln, werden wir vorantreiben.“

Wie Samuel van Oostrom den Wettbewerb im Markt der juristischen Datenbanken einschätzt und wie er seine neue Doppelrolle definiert, erklärt er im Interview.

 

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