Rückzug aus der Kleinstadt

In Bischofswerda, dem „Tor zur Oberlausitz“, schließt Ende Januar die letzte Vollbuchhandlung ihre Türen. Filialist Thalia bestätigt, dass der auslaufende Mietvertrag für das Geschäft in der Bahnhofstraße 7 nicht verlängert wird.

Erst im vergangenen Februar hatte Wieland Hantzsch die Insolvenz seiner Traditionsbuchhandlung Emil Walther am Altmarkt verkünden müssen. Darauf war die 100-qm-Filiale von Thalia als letzter Buchladen in der ostsächsischen 12.000-Einwohner-Stadt übrig geblieben.

Thalia, ohnehin dabei, wegen rückläufiger Umsätze unrentable Flächen zu verkleinern oder zu schließen, begründet den Rückzug aus Bischofswerda damit, dass Kunden sich zunehmend nach Bautzen (22 km entfernt) und Dresden (36 km) orientierten, denn auch das übrige Einzelhandelsangebot dünnt aus. Ganz ohne Bücher wird der Ort aber nicht bleiben: In die Bresche springen will das Schreibwarengeschäft Förster, das bisher schon Schulbücher verkauft und in Zukunft mehr aufs allgemeine Sortiment setzt.

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