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Filialhandel: Die große Stabilisierung

Der Thalia-Investor: Für Manuel Herder schließt sich ein Kreis. 1995/96 waren die Herder-Buchhandlungen im Rahmen der Sanierung der Gruppe teils geschlossen, teils verkauft und in die Thalia-Kette integriert worden. 20 Jahre später steigt Herder wieder ein und übernimmt den Marktführer. (Foto: Michael Bode)

Der Filialbuchhandel hat seine schmerzhafte Bereinigung von Standorten und (zu) großen Flächen abgeschlossen: Thalia, Hugendubel, die Mayersche und vor allem Weltbild haben ab- und umgebaut, legen 2016 sogar wieder den Vorwärtsgang ein und senden positive Signale zum Geschäftsverlauf.

Das stärkste Signal, dass wieder nach vorn geschaut wird, kommt aus Freiburg mit der Antwort auf die Frage, wer nach der aufgelösten Douglas Holding und Finanzinvestor Advent den marktführenden Filialisten Thalia übernimmt – und das mit einer Perspektive ohne Exitstrategie: Die Freiburger Verlegerfamilie Herder meldet im Juli stolz die Mehrheitsübernahme, und auch die Unternehmerfamilie Kreke, die die Thalia-Kette unterm Douglas-Dach geschmiedet hatte, ist mit 35% dabei.

Interessant: Verleger und Thalia-Investor Manuel Herder sieht die gesamte Buchbranche auf gutem Weg. Während andere Branchen jetzt erst beginnen, unter der Digitalisierung („Industrie 4.0“) zu leiden, seien Buchindustrie und -handel damit schon sinnvoll umgegangen. Ähnlich entspannt argumentiert später, ebenfalls in einem buchreport-Interview, Hugendubel-Geschäftsführer Maximilian Hugendubel: Die Phase der digitalen Revolution „hatten wir auch, aber sie abgeschlossen“.

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