Der Ruf nach Kooperation

Herausforderungen für Religionsmarkt: Der Mitgliederschwund der Kirchen und ein allgemeiner Relevanzverlust des Religiösen in der Gesellschaft hinterlassen auch am religiösen Buchmarkt ihre Spuren. Mit welchen Aktivitäten Handel und Verlage dagegenhalten, zeigt die aktuelle Ausgabe des buchreport.spezials „Religion & Theologie“, die als Supplement dem Februar-Heft von buchreport.magazin beigelegt und als E-Paper hier erhältlich ist.

Das Lutherjahr 2017 hatte dem religiösen Buchmarkt zuletzt einen Aufschwung gebracht: Die Medienaufmerksamkeit rund ums Reformationsjubiläum und das breite Angebot an Neuerscheinungen, darunter auch die revidierten Ausgaben von ev. Lutherbibel und kath. Einheitsübersetzung, haben das Buchgeschäft vor allem im Vorfeldjahr 2016 kräftig belebt.

Doch seitdem hat die Nachfrage nach Theologie- und Religionstiteln wieder deutlich nachgelassen: Nach zweistelligen Umsatzrückgängen 2017 gegenüber dem lebhaften Vorjahresgeschäft hat es laut Handelspanel von Media Control auch im vergangenen Jahr insgesamt noch einmal ein Umsatzminus in der Größenordnung von 3% gegeben.

Die Gründe für die angespannte Situation hängen nach Einschätzung von Marktexperten u.a. mit der nachlassenden Bindungskraft der christlichen Kirchen, aber auch mit zu viel Mittelmäßigem in den Verlagsprogrammen zusammen. Vor diesem Hintergrund rücken sowohl bei Verlagen als auch im Handel Kooperationen in den Fokus, wie unterschiedliche Beiträge im neuen buchreport.spezial „Religion & Theologie“ zeigen:

  • „Wir erleben eine Zeit, die strategische Allianzen braucht, gemeinsame und abgestimmte Anstrengungen von Händlern und Verlagshäusern auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette“, erklärt etwa Ulrich Peters, Verleger des Schwabenverlags und Vorstand des Katholischen Medienverbands im Interview.
  • Sorgen bereiten vielen Verlagen die Schließungen konfessioneller Buchhandlungen, zugleich geben die Buchfilialisten kleineren Verlagen immer weniger Raum. Vor diesem Hintergrund hat der Verleger Joachim Kamphausen (Kamp­hausen Media) für den 29. März ein halbes Dutzend befreundeter Verlage zu einem runden Tisch nach Bielefeld eingeladen, um über alternative Vertriebsmöglichkeiten zum traditionellen Buchgeschäft zu beraten.
  • Als Reaktion auf die schwierige Marktlage setzen die Buchläden der Stiftung Christliche Medien (SCM) auf eine intensive Vernetzung u.a. mit filialübergreifenden Arbeitsgruppen, die sich um Bereiche wie Einkauf, Marketing oder Dekoration kümmern. Das Potenzial soll nicht nur auf die SCM-Shops begrenzt sein. Geplant ist, die Arbeitsgruppen auch für andere christliche Buchhandlungen zu öffnen.

Hier geht es zum E-Paper des buchreport.spezials „Religion und Theologie“ und hier können Sie die gedruckte Ausgabe bestellen.

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