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Brill: Wachstums-Chance Deutschland

Der Wissenschaftsverlag Brill hat den deutschen Markt im Visier. Den bisherigen Höhepunkt markierte der Kauf von Vandenhoeck & Ruprecht. Chief Publishing Officer Jasmin Lange erklärt die Strategie und die Ziele.

„Deutschsprachige Inhalte für den D/A/CH-Markt zu akquirieren, hat auf einen Schlag unsere Wachstumsmöglichkeiten enorm erweitert“, bringt Jasmin Lange als Chief Publishing Officer (CPO) die Expansionsstrategie von Brill auf den Punkt. Der traditionsreiche niederländische Wissenschaftsverlag mit Schwerpunkten unter anderem in den Geistes- und Sozialwissenschaften misst sich mit seinen überwiegend englischsprachigen Inhalten auf der globalen Wissenschaftsbühne mit Großverlagen wie Taylor & Francis und Wiley. Das schmälert im stärker konsolidierten internationalen Markt auch die Zukauf-Chancen erheblich. Deshalb hat der Verlag seinen Fokus vor einigen Jahren auf Deutschland gerichtet.

Deutschland als »zweiter Heimatmarkt«

Erschlossen wurde der deutschsprachige Raum – einer der „wichtigsten und stabilsten geisteswissenschaftlichen Verlagsmärkte der Welt“, wie Brill betont – in Form von kleineren Zukäufen, angefangen mit den Verlagen Ferdinand Schöningh und Wilhelm Fink zum Jahresanfang 2017.

Die jüngste und zugleich größte Übernahme in der Brill-Geschichte erfolgte im Frühjahr 2021: Vandenhoeck & Ruprecht (V&R) ist in den Geisteswissenschaften, insbesondere in der Theologie und Geschichte, ein bestens etablierter Verlag, der zugleich auch den 2017 von ihm über­nommenen Böhlau Verlag mit unters Brill-Dach bringt. Die V&R-Gruppe verzeichnete zuletzt ca. 10 Mio Euro Jahresumsatz, die Integration bei Brill soll im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Mit der Akquise kann Brill-CEO Peter Coebergh einen Haken hinter das 2016 ausgegebene Ziel setzen, in Deutschland einen „zweiten Heimatmarkt“ zu schaffen:

  • Die kombinierten Deutschland-Geschäfte sollen 2021 rund 16 Mio Euro beisteuern, als Zielgröße waren damals 10 Mio ausgegeben worden.
  • Das Programm umfasst ca. 850 Buchnovitäten im Jahr und 70 Zeitschriften.

CPO Jasmin Lange, die den deutschen Markteinstieg zunächst als Business Development Managerin begleitet hat, erklärt im Interview, was den hiesigen Markt interessant macht und wieso Größe im Geschäft eine Rolle spielt.

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