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Mit Fachwissen und IT-Power in die juristische Zukunft

Unter der Flagge von »Legal Tech« steigt die Innovation im Rechtsmarkt. Wie gestalten juristische Fachverlage die zunehmend digitale Zukunft mit?

(Foto: 123rf.com_profile-Vladimircaribb)

Die Digitalisierung hat einen griffigen Namen bekommen: Unter dem Schlagwort „Legal Tech“, das die Fantasie und zunehmend auch die Investitionsbereitschaft beflügelt, treiben Juristen und Dienstleister die Digitalisierung im Rechtsmarkt voran.

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Versteht man darunter die Nutzung juristischer Fachdatenbanken und Programme zum Dokumentenmanagement, dann ist Legal Tech in Kanzleien und Rechtsabteilungen längst geübte Praxis. Allerdings ist das nur der erste Schritt einer technologischen Entwicklung, bei der es letztlich um die Standardisierung und (Teil-)Automatisierung von Arbeitsprozessen geht.

Die auf Konferenzen ausgemalten Zukunftsvisionen zeigen, dass es sich dabei vor allem um Lösungen handelt, die tief im Kern des anwaltlichen Leistungsprozesses verankert werden: Unterstützt von Assistenzsystemen, sollen Fälle künftig produktiver und zuverlässiger abgearbeitet werden können. Vielfach spielen Zeitersparnis und die Auslagerung von Routinearbeiten eine Rolle, etwa bei der automatisierten Erstellung juristischer Texte oder Quellenrecherche. Tools wie LeReTo können heute schon gegnerische Schriftsätze und Urteile vollautomatisch prüfen und die entsprechenden Quellen aus Datenbanken ziehen. Legal Tech, auch eine Reaktion auf mangelnde Kapazitäten und den steigenden Kosten- und Effizienzdruck in der Rechtsberatung.

Daneben entstehen auch neue Rechtsdienstleistungen. Online-Portale wie Geblitzt.de und Flightright haben einen bislang nicht zu bearbeitenden Markt erschlossen: Bagatellfälle wie Flugverspätungen haben zwar einen geringen Gegenstandswert, sind dafür aber juristisch wenig komplex und fallen massenhaft an, sodass sie durch technologisch unterstützte Prozesse zum lohnenden Geschäft werden. Auch solche Portale gelten als „Legal Tech“.

 

Welche Rolle spielen RWS-Verlage?

Wichtiger Austausch: Andre Schaper, Christian Lindemann und Markus J. Sauerwald (v.l.) wollen die Digitalisierung im Rechtsmarkt mitgestalten. Dazu beobachten sie auch die technologischen Entwicklungen und tauschen sich mit Kollegen darüber aus.

Juristische Fachverlage, teilweise ohnehin schon in der Software-Entwicklung aktiv, sehen ebenfalls das Potenzial dieses neu entstehenden Marktes und richten ihre Aktivitäten entsprechend aus. Zu den größten Herausforderungen werden hierbei zählen:

  • Technologien für den juristischen Bereich nutzbar machen – durch eigene Entwicklungsarbeit, durch Kooperationen mit Technologie-Unternehmen oder durch den Zukauf von Start-ups
  • Die Verlagsinhalte in die angestrebten Workflow-Lösungen integrieren
  • Die Zielgruppe überzeugen, indem abstrakte Visionen in konkrete Lösungen mit Mehrwert umgewandelt werden.

buchreport hat drei Verlagsexperten zu den Chancen und Herausforderungen von Legal Tech befragt:

  • Christian Lindemann (Geschäftsführer Legal und Chief Operating Officer bei Wolters Kluwer Deutschland)
  • Markus J. Sauerwald (Verlagsleiter des RWS Verlags)
  • Andre Schaper (Geschäftsbereichsleiter Elektronische Medien beim Verlag Dr. Otto Schmidt).

Eine der zentralen Fragen: Inwiefern können juristische Fachverlage den Markt mitgestalten?

Sie haben den Supercomputer Watson, das Künstliche-Intelligenz-Flaggschiff von IBM, getestet. Zeigt sich dort, worauf Legal Tech letztlich zusteuert?

Unter der Flagge von »Legal Tech« steigt die Innovation im Rechtsmarkt. Wie gestalten juristische Fachverlage die zunehmend digitale Zukunft mit?

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Die auf Konferenzen ausgemalten Zukunftsvisionen zeigen, dass es sich dabei vor allem um Lösungen handelt, die tief im Kern des anwaltlichen Leistungsprozesses verankert werden: Unterstützt von Assistenzsystemen, sollen Fälle künftig produktiver und zuverlässiger abgearbeitet werden können. Vielfach spielen Zeitersparnis und die Auslagerung von Routinearbeiten eine Rolle, etwa bei der automatisierten Erstellung juristischer Texte oder Quellenrecherche. Tools wie LeReTo können heute schon gegnerische Schriftsätze und Urteile vollautomatisch prüfen und die entsprechenden Quellen aus Datenbanken ziehen…
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