Der kritisierte Riese

Streikende Mitarbeiter und Insider-Reportagen prägen auch im Weihnachtsgeschäft die unfreiwillige Amazon-Außendarstellung.
Amazons Dynamik und Innovationskraft wird 2013 nicht mehr nur mit offenem Mund bestaunt, sondern erstmals in einer breiteren Öffentlichkeit auch heftig stirnrunzelnd begleitet. Reportagen und Diskussionen im Fernsehen sowie den Printleitmedien analysieren die Hintergründe des Erfolgs und seine gesellschaftlichen Auswirkungen.

Startschuss der Amazon-Debatte ist eine ARD-Reportage Mitte Februar, in der die Arbeitsbedingungen insbesondere ausländischer Saisonkräfte skandalisiert werden. In den folgenden Reflexen werden weitere Kritikpunkte herausgearbeitet:

  • Im Zentrum stehen weiterhin die Arbeitsbedingungen bei Amazon: Die Löhne seien zu niedrig, die Arbeitsbelastung und der Druck zu hoch.
  • Der Konzern macht zwar hier große Geschäfte, meidet aber weitgehend hiesige Steuerzahlungen durch den Unternehmenssitz in Luxemburg.
  • Amazons Marktmacht hat Einfluss auf den örtlichen Handel: Bei Ladenschließungen wird regelmäßig auf den Online-Konkurrenten verwiesen.
  • Mit der kritischen Medienresonanz fallen 2013 die ersten Streiks bei Amazon Deutschland zusammen. Im Laufe des Jahres legen Beschäftigte in Bad Hersfeld und Leipzig immer wieder die Arbeit nieder. Sie fordern geführt von der Gewerkschaft Verdi eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels. Amazon hält dagegen, man verstehe sich gar nicht als Händler, sondern als Logistiker.

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