Wie der Onliner offline verkauft

Amazons Einstieg in den stationären Handel wird seit Jahren erwartet. Doch statt dem großen Vorbild Apple gleich mit einer Retail-Kette zu folgen, testet der weltgrößte Onliner derzeit temporäre Shops in Einkaufszentren. 
Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, hat Amazon in mehreren Einkaufszentren in San Francisco Pop-Up-Shops eröffnet:
  • In den Mini-Shops wurde demnach neben diversen Kindle-Geräten auch Zubehör angeboten. 
  • Der Paperwhite-Reader sei in Bücherregalen direkt neben verschiedenen Hardcover-Ausgaben von Büchern platziert worden (darunter Gedichte von Lord Byron und Charles DickenssThe Pickwick Papers“).
  • Offenbar werden die Stores nach zwei Wochen wieder abgebaut.
  • In einem Einkaufszentrum habe Amazon einen Verkaufsstand sogar unmittelbar vor einem Microsoft-Geschäft errichtet.
Ganz neu sind die Pop-Up-Stores von Amazon nicht, denn zumindest außerhalb des Heimatlandes hat der Onliner, der bislang mit Filialisten wie Staples oder hierzulande auch Gravis und Karstadt kooperiert, bereits erste eigene Retail-Erfahrungen gesammelt. Im Januar 2013 tauchten Meldungen auf, nach denen Amazon in Brasilien entsprechende Pop-Up-Stores testet: in drei Einkaufszentren in São Paulo und Rio de Janeiro, dort allerdings mit einem Kooperationspartner (dem auf Handys spezialisierten E-Commerce-Händler Superfones).
Vor zwei Jahren waren außerdem erste Meldungen erschienen, nach denen Amazon in Seattle ein auf gedruckte Bücher, Tablets und E-Reader spezialisiertes Geschäft eröffnen will, als Test für eine mögliche Filialkette (hier mehr).

Foto: The Digital Reader

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