E-Reader sind killing-machines

Der Heidelberger Germanist Roland Reuß (Foto: LukR) ist kein Freund von Open Access, warnte schon frühzeitig vor der Bücher-Digitalisierung durch Google (buchreport.magazin April 2009) und befürchtet jetzt, dass Amazon erst die Buchhandlungen und dann die Verlage „abmetzelt“. Sein Ratschlag an Sortimenter: Finger weg vom E-Book-Geschäft.

Im folgenden Interview mit buchreport.de führt Reuß die Kritik an Amazon und am digitalen Gseschäft von Buchhandlungen aus, die er in dieser Woche in einem Artikel in der „FAZ“ äußerte. 

Ist die Krise des Buchhandels hausgemacht?

Die Krise des Buchhandels ist nicht hausgemacht – sieht man einmal davon ab, dass es flächendeckend immer wieder Läden gibt, die etwa keine Lust haben, bei Verlagen direkt zu bestellen und behaupten, es gebe bestimmte Bücher nicht, bloß weil sie ihr Grossist nicht auf Lager hat.

Die Krise ist tatsächlich durch die Investitionen des amerikanischen IT-Kapitals hervorgerufen und da speziell durch die Infrastruktur, die Amazon, von weiten Teilen der Öffentlichkeit in ihrer Problematik unbemerkt, in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat. Die beuten systematisch die Faulheit der Leute aus (Bequemlichkeit) und schaden nicht nur der Buchbranche, sondern dem Einzelhandel insgesamt – und zwar massiv. Das wird bald auch ein wirtschaftliches Problem in jeder Region Deutschlands werden. Mich wundert, warum die Landtags- und Bundestagsabgeordneten vor Ort nicht stärker in die Pflicht genommen werden.

Denn hier geht es um einen bedeutenden Rückgang von Umsatz- und Gewerbesteuer und natürlich auch um drohende Arbeitslosigkeit. Dass die Firma mit Sitz in Luxemburg, die das planierraupenmäßig auf der ganzen Welt durchzieht, von einem korrupten EU-Recht steuerlich profitiert und durch Steuerersparnis Gewinne macht, ist nicht hinnehmbar. Die Franzosen haben es immerhin soweit gebracht, dass sie das Unterlaufen der Buchpreisbindung durch die Portofreistellung unterbunden haben. Das ist schon einmal ein erster Schritt.

Amazon hat soviel Grundkapital, dass es sich leisten kann, die kleineren Firmen mit Dumping kaputtzumachen. Das muss als politisches Problem endlich ernst genommen werden. Wir haben es hier mit einem extrem aggressiven Manchesterkapitalismus zweiter Ordnung zu tun. Der ganze Kuschelkurs der früher linken Parteien mit ihrer erschlichenen Internetaffinität beruht auf mangelnder Urteilskraft. Die wissen, undialektisch wie sie geworden sind, buchstäblich nicht, womit sie es zu tun haben. 

Amazon gewinnt immer mehr Marktanteile. Was raten Sie den Buchhändlern, wenn das Kerngeschäft Print kontinuierlich schrumpft und immer mehr Leser digitale Lektüre suchen? 

Das ist eine reine Behauptung, dass immer mehr Leser digitale Lektüre suchten. Natürlich wird, peinlicherweise auch auf den Seiten des „Börsenblatts“, massiv die Reklametrommel für diese Geräte und die Dateien geworben. Das ist verständlich, denn die Angst hier etwas zu verpassen, hat zu massiven Fehlinvestitionen geführt, und auch die wollen natürlich wieder amortisiert werden.

Machen wir uns nichts vor: Die E-Books sind keine Bücher, für die Vertreiber sind sie nichts anderes als geschickt versteckte Marketinginstrumente, bei denen über WLAN Lektüreverhalten kontrolliert und ausgewertet wird. Für die braucht man aber keine Buchhandlung, da reichen bundesweit ein Handvoll Techniker in einem zentralen Büro mit ein paar Servern. Und genau das gibt es schon längst bei Amazon.

Buchhändlern zu empfehlen, auf so etwas zu setzen, ist wie ihnen die Visitenkarte des nächsten Bestattungsunternehmens zukommen zu lassen. Deshalb habe ich von E-Book-Readern als killing-machines gesprochen. Für jeden halbwegs mit dem ,Netz‘ vertrauten, ist es ein leichtes, Seiten aufzusuchen, die die ganze SPIEGEL- Bestsellerliste, ,kostenlos‘ anbieten. Ich sage ,kostenlos‘ immer nur mit Kneifzange, denn die Kosten zahlt die Gesellschaft insgesamt. Darüber wird in dieser Verharmlosung der Datenkompromittierung gar nicht gesprochen, aber das ist der zentrale Punkt. 

Wie steht es in Ihren Augen um die Preisbindung? 
Amazon hat ja gezielt die Antiquariatsportale ZVAB und Abebooks aufgekauft. Außerdem werden Privatanbieter ermuntert, auf der Amazon-Website antiquarisch Bücher angeboten. An sich wäre das noch nicht schlimm. Man kann aber die Beobachtung machen, dass bereits bei Erscheinen nagelneue Bücher zu günstigeren Preisen als dem gesetzlichen Ladenpreis angeboten wird, manchmal wird sogar geworben dafür, dass diese Bücher noch eingeschweißt sind. Das kann gar nicht sein.

Bei den Geschäftspraktiken, die die Firma auch sonst an den Tag legt, kann man vermuten, dass es darum geht, zunächst (und sei dies auch mit finanziellen Einbußen) das Bewusstsein so zu manipulieren, dass die Leute immer weniger begreifen, was das ist: Preisbindung. Nachdem mit diesen Billigangeboten die lokalen Buchhandlungen abgemetzelt worden sind und das Amazon-Monopol vollends etabliert ist, wird die Rendite an dieser ,Zukunftsinvestition‘ eingefahren. Die Bestseller und Lockangebote werden etwas billiger werden, die breite Masse spezieller Literatur teurer – und Amazon wird sie wegen Unrentabilität nicht mehr in seinem Katalog führen.

Da es dann keinen zweiten schnellen und zuverlässigen Distributionskanal mehr geben wird, wird ein Verlagssterben die Folge sein usw. Jeder wird ja hoffentlich noch diesen Rest von Phantasie haben, sich vorzustellen, was das bedeutet. 

Sie haben Amazon wegen Hehlerei angeklagt. Was ist daraus geworden? 

Mittlerweile haben sich auch andere Verlage, darunter auch deutlich größere als der Stroemfeld Verlag, der Klage bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt angeschlossen. Es gibt jedoch noch keinen Entscheid. Das kann nun vielerlei bedeuten – wir hoffen natürlich, dass intensiv recherchiert wird. Dass ein finanzkräftiger Anbieter wie Amazon meint, nicht prüfen zu müssen, ob die Ware, die er anbietet, legal ist, ist ein unhaltbarer Zustand. Was für Lebensmittel gilt, gilt für Bücher auch. Bei der Menge der Urheberrechtsbrüche, die vorliegen, ist es für kleinere Unternehmen einfach nicht möglich, alles privatrechtlich zu verfolgen. Das wäre der Bankrott der Verlage. 

Die Fragen stellte Daniel Lenz

Zur Person: Roland Reuß

1958 in Karlsruhe geboren, studierte  Germanistik, Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Heidelberg und promovierte 1990 über Friedrich Hölderlin. 1994 war er Mitbegründer des Heidelberger Instituts für Textkritik. Seit 2007 ist er Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. 2008 war er Honorarprofessor für Editionswissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2011 war Reuß Visiting Researcher am Kafka Research Centre der University of Oxford.

Kommentare

30 Kommentare zu "E-Reader sind killing-machines"

  1. Die Kritik an Amazon kann ich nachvollziehen, die an E-Books nicht. Aus der spricht technikfeindlicher Kulturpessimismus und damit verbunden ziemliche Unkenntnis in diesem Bereich. Egal – man kann sie sich sowieso nicht mehr wegwünschen.

    Es stimmt, durch Digitalisierung und Internet werden Bücher illegal veröffentlich. Das ist für Autoren und Verlage ein Problem. Solche illegalen Veröffentlichungen lassen sich aber nicht verhindern. Es ist müßig, sich da Illusionen zu machen. Es ist verschwendete Energie, das technisch und juristisch behindern zu wollen.

    Es gibt ein Mittel, die Marktmacht Amazons, zumindest im E-Book-Bereich, ernsthaft anzugreifen: den Verzicht von Verlagen auf Kopierschutzmaßnahmen. Gegen Piraterie helfen sie sowieso nichts, ihr einziger echter Effekt ist, Kunden an einen Anbieter zu binden (und den Umgang mit E-Books künstlich zu erschweren). Amazon macht das virtuos. Als Besitzer eines Kindle-Readers muss man kopiergeschützte E-Books bei Amazon kaufen und als Verlag erreicht man sie nur, wenn man die da auch anbietet – zu den Konditionen, die Amazon bestimmt. Bei Büchern ohne Kopierschutz fällt diese Bindung weg. Die kann jeder mit einem beliebigen Reader bei jedem Online-Händler erwerben. Es müssten nur ein paar große Verlage damit anfangen und Händler wie ebook.de auch E-Books im Mobi-Format anbieten.

    Die Sache mit dem Kopierschutz hat schon bei Musik nicht funktioniert. Sie funktioniert auch bei Büchern nicht. Autoren und Verlage schaden vor allem sich selbst, wenn sie an ihm festhalten. Nutznießer sind eigentlich nur Amazon und Adobe.

    • „Es stimmt, durch Digitalisierung und Internet werden Bücher illegal
      veröffentlich. Das ist für Autoren und Verlage ein Problem. Solche
      illegalen Veröffentlichungen lassen sich aber nicht verhindern. Es ist müßig, sich da Illusionen zu machen. Es ist verschwendete Energie, das technisch und juristisch behindern zu wollen.“

      Woher wollen Sie das denn wissen? Sind Sie Piraterie-Lobbyist? Oder Vertreter des Börsenvereins? – So pauschal lässt sich das nicht sagen. 100prozentig kriegt man das Problem natürlich nicht in den Griff, aber 90prozentig schon, wie wir z. B. täglich mit unserer Arbeit für Springer SBM beweisen. Den meisten anderen Verlagen scheint es halt an Expertise zu mangeln. Oder auch an Willen: Ich stelle mir mitunter vor, dass da Leute sitzen, die Germanistik o. ä. studiert haben, um schöngeistig (reußisch?) „was mit Büchern“ zu machen; und die wollen sich jetzt schlichtweg nicht mit irgendwelchem Piratenschmuddelkram beschäftigen. Leider werden sie sich schnell daran gewöhnen müssen, wie ja auch der vergeistigste Buchhändler nicht um das Thema Ladendiebstahl herumkommt.

      Anders gesagt: Zur Zeit schaut die Branche wie das Kaninchen auf die Schlange Amazon. Die größere und größte Bedrohung für die Buchbranche (übrigens auch für Amazon) ist aber zur Zeit, was Andreas Schaale und ich als „Flatrate-Shops“ bezeichnet haben:

      http://www.buchreport.de/blog….

      Das Phänomen dieser neuartigen, nämlich glashart kommerziell ausgerichteten Piraterie wächst rasant. Es ist ein bisschen so, als würde täglich direkt neben irgendeiner Buchhandlung ein neuer Hehler eröffnen, dessen Programm deutlich umfangreicher, aber auch deutlich billiger ist; da hat die Buchhandlung natürlich nicht die geringste Chance. Aber: so übel das Problem ist, es ließe sich durchaus „technisch und juristisch behindern“, für – angesichts der Millionenschäden – relativ kleines Geld. Völlig unklar, warum hier niemand was unternimmt. Wenn bei mir das Dach brennt, würde ich schnellstmöglich bei der Feuerwehr anzurufen. Die Buchbranche hingegen würde erstmal abwarten, wieviele Stockwerke denn tatsächlich abbrennen.

      Konsequenterweise könnte man mit Amazon genauso verfahren: Die dürfen weiterhin machen, was sie wollen, aber man einigt sich in der Branche, dass es verpönt ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen oder es auch nur zu erwähnen. Ist doch „verschwendete Energie“.

  2. Prima, Herr Reuß, endlich machen Sie mal darauf aufmerksam, dass bei Amazon pausenlos die Preisbindung unterlaufen wird, und das sogar bei nagelneuen Büchern! Zum einen sind das Privatpersonen – wie Sie richtig schreiben – und die dürfen das sogar rein rechtlich gesehen, wenn sie lediglich „gelegentlich“ mal ein Buch verkaufen. Zum anderen sind diejenigen, die die Preisbindung unterlaufen, aber Mitarbeiter von ausländischen Druckereien. Das läuft so: Deutsche Verlage lassen im Ausland billig drucken. Die Druckerei produziert mehr, als der Verlag abnimmt (nicht kontrolllierbar). Dann gehen heimlich Mitarbeiter der Druckerei hin und verkaufen den Über-Druck weit unter Ladenpreis bei Amazon – und bessern so die Kasse der Druckerei noch mal richtig auf. So geschehen bei einem meiner eigenen Bücher. Das Buch wurde im Handel für 79,95 EUR verkauft – doch bei Amazon wurde es schon 1 Tag nach dem offiziellen Erscheinen (!) von nicht identifizierbaren „Privatpersonen“ für 29,95 EUR feilgeboten. Die Aufklärungschance ist gleich Null, weil Amazon bei solchen Verstößen nur reagiert, wenn man ihm mit geballter juristischer Macht und PR-wirksamer Öffentlichkeit begegnet. Als Einzelperson oder Einzelverlag hat man keine Chance – E-Mails werden von dieser Firma sowieso nur ignoriert.

  3. Christine Irizarry | 18. Februar 2013 um 17:32 | Antworten

    Hello Germany, you practically own the New York publishing industry (Random House, etc.). Why don’t you provide a platform where I can buy a (print) book from leselieber.de in Berlin or Quartier Latin in St. Etienne without having to go to abebooks, which alas, as I learned from Prof. Reuß, was bought out by Amazon. Many here too in the U.S. deplore Amazon’s borderline criminal practices. What we lack is a word such as „abgemetzelt“. And we lack agreements between booksellers and publishers. Reading buchreport.de might lead to the impression that the U.S. leads the way in the book industry. Not so. It’s you.

  4. Nicht nur an Universitätsbibliotheken ist Amazon präsent. Auch in Duisburg gelangt der Bibliotheksnutzer aus dem Katalog direkt auf die Amazon-Seite und wird dort direkt zum Kunden. Das ist die Realität. Warum sollen wir Buchhändler den Bibliotheken Nachlässe geben?

  5. Ein Wissenschaftler, der Werturteile fällt, so kommt mir das vor. Ich möchte zwar hier nicht bestreiten, dass Amazons Vorgehensweise nur lobenswert ist, aber Fakt ist, manche Buchhändler haben einfach den Trend verschlafen. Und sich jetzt im Nachhinein darüber zu beschweren, ist das indirekte Geständnis, einen Fehler gemacht zu haben.

  6. Ich denke, wir sollten mal ueber die Verantwortung der Kunden fuer ihre Stadt, wo sie leben reden. Ich möchte in einer lebhaften Stadt voller Geschaefte, Kneipen, usw. Leben. Lassen wir unseren Einzelhandel nicht sterben. Schaufenster sind auch Augen der Stadt, aber nur wenn sie leuchten.
    Ich denke, wir sollten mal reden ueber die Verantwortung der Zentralen, ueber die soziale Verantwortung gegenüber den Städten/Staetten ihrer Begierde.
    Dann sollten wir digitale Zukunft und lebenswerte Stadt in Einklang bringen.
    Hans Schmidt

  7. Oh Gott, Amazon ist der andere Google!!!
    Der Untergang des Abendlands droht!!!

    Die Welt ändert sich nun mal, und das werden auch die deutschen Verteidiger der mittelalterlichen Zünfte nicht verhindern können.

    Allein schon das Aussterben der Foliantenmaler durch Gutenbergs Erfindung des Buchdruckes – unerhört.

    Es wundert mich, dass jemand, der gerade mal 4 Jahre älter ist als ich, so in veralteten Krusten denken kann. Allein schon die Haltung zu Open Access an Universitäten (die zu einem hohen Anteil auch aus meinen Steuern finanziert werden) – schon mal was von den Preisen und Geschäftsgebaren der – sogenannten – Wissenschaftsverlage gehört?

    Ausbeutung der Faulheit? Ich nenne das Service!

  8. Dr. Karl-Ludwig von Wendt | 15. Februar 2013 um 19:50 | Antworten

    Wer bitte ist Roland Reuß? Wieso wird jemandem, der so offensichtlich keine Ahnung vom E-Book-Markt hat, so breiter Raum eingeräumt? Nur, weil er Stellung gegen Amazon bezieht? Macht ihn das schon zum Experten?

    „..die breite Masse spezieller Literatur teurer – und Amazon wird sie wegen Unrentabilität nicht mehr in seinem Katalog führen.“

    Klar. Deshalb ist Amazon ja auch der größte Self Publisher der Welt – weil sich jedes einzelne direkt veröffentlichte E-Book massenhaft verkauft.

    „Da es dann keinen zweiten schnellen und zuverlässigen Distributionskanal mehr geben wird, wird ein Verlagssterben die Folge sein usw. Jeder wird ja hoffentlich noch diesen Rest von Phantasie haben, sich vorzustellen, was das bedeutet.“

    Phantasie hat Herr Reuß offensichtlich, aber nicht genug, um sich vorzustellen, wie eine Welt aussieht, in der auch Amazon unter gehörigem Konkurrenzdruck steht. Nur – leider! – nicht unter dem des deutschen Buchhandels, der sich immer noch nicht recht traut, energisch das E-Book-Feld zu besetzen (und wohl auch kaum noch die Chance dazu hätte). Stattdessen heißen Amazons Gegner Google, Apple, vielleicht noch Kobo und wer immer da draußen noch in den Startlöchern stehen mag. Nein, über ein „Amazon-Monopol“ müssen wir uns keine Sorgen machen. Darüber, dass wir die Zukunft verschlafen und dieser Wettbewerb ohne deutsche Beteiligung stattfindet, dagegen schon.

  9. Und Herr Reuß hat Recht. Natürlich ist Ihm klar das die Internetzukunft nicht aufgehalten oder umgekehrt werden kann. Was aber hier geschieht ist ein Angriff auf unsere Kultur und unser soziales Gefüge mit kapitalistischen Mitteln. Wer die Marktmacht einmal errungen hat, bestimmt was wir lesen werden und kann seine Mitarbeiter schlecht behandeln. Das wollen nur die “ leistungsorientierten “ Kunden nicht wahrhaben. Dafür ziehen sie über die inkompetenten Buchhändler her. Ich hoffe nur, dass diese Personen selbst in ihrem Beruf keine Fehler machen und superkompetent sind. An Rene Kohl kann ich nur schreiben, so wie Sie den früheren Buchhandel darstellen, ist schon ziemlich schäbig. Der Buchhandel hätte lange nicht so erfolgreich gearbeitet, wenn Ihre Schilderung Standard gewesen wäre. Allein die
    Entwicklung der innovativen Bestellsysteme hat es in keiner anderen Branche gegeben. Heute gibt es halt ganz andere Vorraussetzungen.
    Auch Sie, Herr Kohl, können heute nicht jeden Kundenwunsch, trotz

    Ihrer Internetavinität erfüllen ! Also etwas weniger Arroganz bitte !

    • Liebe oder lieber Wels,

      meine Kurz-Analyse lautet in etwa so: Der Buchhandel hat sich bis in die 90er eine hervorragende Infrastruktur geschaffen, die intelligenterweise (und dank so günstiger Institute wie der Buchpreisbindung) vor allem für den Buchhandel immer praktischer wurde: ISBN, VLB, IBU, Bücherwagen usw. waren an sich perfekte Bausteine, um auf das Internet vorbereitet zu sein.
      Nur: Man hat diese Vorteile nicht ausreichend an den Kunden weitergegeben und sich diesen für alle Zeiten gesichtert, sondern viel zu häufig nur zur Hebung der eigenen Marge eingesetzt.
      Der Umstand, nicht mehr eine Postkarte mit einer Bestellung schicken zu müssen, sondern eine IBU-Bestellung weiterleiten zu können, brachte eine Ersparnis von 40 Pfennig , die nie beim Kunden gelandet sind, und einen Zeitvorteil von 1-2 Tagen Besorgungszeit, die dann am Ende im Abholfach wieder verpufften.

      Amazon und andere haben die enormen Rationalisierungspotentiale erkannt, obwohl (oder weil?) sie nicht aus der Branche kamen. Sie nutzten sie von Anfang an nicht für ihre Bequemlichkeit, sondern für den Kunden.

      Die erstaunliche Fehleinschätzung von Hugendubel oder Thalia lag in den späten 90ern und früher Nuller Jahren dieses Jahrhunderts darin, diese Potentiale nicht selbst gesehen und genutzt zu haben, obwohl sie doch Buchhändler und hier vor Ort waren – und damit doch deutlich am Markt und den Gegebenheiten näher als Logistik-Unternehmen in Seattle.

      Richtig ist, daß sich die Voraussetzungen für den Buchhandel mittlerweile geändert haben – und zwar nicht zum Vorteil des stationären Sortiments. Diese Veränderungen sind aber nicht vom Himmel gefallen, vom Teufel erdacht oder von einer Maschine ausgespuckt worden. Vielmehr haben ganz normale (oder meinetwegen auch: besonders innovationsfreudige, energische oder rücksichtslose) Menschen sich angesehen, was geht, und sich Gedanken gemacht, was gehen soll.

      Und ich glaube, sie haben vor allem eines gemacht: Sich gefragt, wie es für die Menschen praktischer wäre (unabhängig davon, ob wir der Ansicht sind, daß zu viel Praktisches zu Faulheit führt, zu Bewegungsarmut oder ähnlichem).

      Offensichtlich haben sie so zum Beispiel herausgefunden, daß es praktisch für Menschen sein könnte, selbst nach Büchern zu recherchieren, als dies nur durch Buchhändler machen zu lassen. Bemerkswert daran: Dem Konsument wird zunächst sogar Arbeit zugemutet, nämlich das Recherchieren in Katalogen, das wir Buchhändler ihm vorher als kostenlosen Service abgenommen haben. Und siehe da – der Kunde macht es, offenbar sogar häufig und gerne, selbst. Dafür werden ihm im Tausch vielleicht ein oder sogar zwei Gänge abgenommen – hin in den laden zum Wunsch äußern und wieder hin zum Buch abholen.

      Offensichtlich haben die Kollegen von Amazon & Co. auch untersucht, daß Kunden natürlich anders recherchieren wollen als Buchhändler. Da die Kunden nicht mit den Preußische Instruktionen aufgezogen wurden, müssen sie sich anders zurecht finden, wenn sie das Buch eines chinesischen Schriftstellers finden wollen, das in deutschen Buchhandlungen ja 100 Jahre lang stolz mit dem Vornamen in die Regalalphabete sortiert wurde, weil sich das ein Herr Milkau 1899 mal so ausgedacht hat. Bei Amazon findet man ihm im Zweifel mit dem Vornamen oder Nachnamen.

      Wenn ich Texte wie den von Herrn Reuß lese, kann ich nicht anders, als aus diesen genau die Überheblichkeit herauszulesen, die Sie mir vorhalten. Den Kunden Faulheit vorzuhalten und Amazon auf eine Bude aus ein paar Schraubern und Technikern zu reduzieren halte ich für eine krasse intellektuelle Fehleinschätzung und -fehlinterpretation.

      Ich äußere mich deshalb so scharf zu diesem Text, weil dieser Auswege aufzuzeigen meint, die ich nur als Irrweg verstehen kann. Anzunehmen, es würde reichen, Amazon juristisch oder moralisch kleinzukriegen, und man hätte irgendein Problem gelöst, halte ich für grundverkehrt.

      Zum Glück gibt es hierzulande seit einiger Zeit zahlreiche engagierte Buchhändler und Dienstleister, die die Herausforderung der Zeit annehmen und anfangen, angesichts der „anderen Voraussetzungen“ eigene Wege zu gehen.

  10. Mitgehen in der Entwicklung ist für jeden Händler (und Dienstleister) wichtig. Vor Gutenbergs Erfindung waren Bücher unerschwinglich für viele Menschen, das änderte sich damals. Heute sind es E-Reader und E-Books, die das Lese- und Kaufverhalten verändern.

    Nicht darauf zu reagieren würde ja ähnlich verrückt sein wie auf Reißverschlüsse zu verzichten und Hosen immer noch zu schnüren 🙂

  11. Mein Lieblingszitat von Roland Reuß: „Mit digitalen Medien ist aber noch ein anderer Effekt verbunden, der mit der Bildschirmdarstellung zusammenhängt: Das Display erfordert hirnphysiologisch zusätzliche Aufmerksamkeit, ich muss die Pixel synthetisieren, und das schwächt wiederum die Konzentration.“ (Börsenblatt 29/2011), Das sagt alles …

    • Hallo Herr Pleimling, wollen Sie damit sagen, dass des Herrn Professors Selbstversuch fatale Folgen hatte? 😉

      • Ja, das ist meine Befürchtung … eine Endlosschleife der Pixelsynchronisierung, die zu akuter Desorientierung führt. Am besten gründet Herr Reuß gemeinsam mit Herrn Schirrmacher eine Selbsthilfegruppe.

  12. Aggressiver Manchesterkapitalismus zweiter Ordnung? Krise des Buchhandels? Man könnte es einfach auch Zukunft nennen.

  13. Versuchen wir es zunächst mal auf der Ebene der Sprache – da kennen sich Germanistik-Professoren und Buchhändler ja ganz gut aus:
    Wie kann man eine Faulheit ausbeuten?

    Wer so formuliert, hatte vorher Schwierigkeiten, eine Ausbeutung beim Kunden festzustellen (selbst Herr Reuß kann schwerlich von Ausbeutung des Kunden sprechen, wenn ein Versandhändler einen mit Informationen und Suchtechnologie überschüttet, mit Service überhäuft und dafür keinen Cent extra verlangt).

    Also nimmt Herr Reuß an, man könne die Faulheit vom dem Wesen nach eigentlich unfaulen Kunden trennen und diese dann ausbeuten?

    Was für eine verrückte Gedankenkonstruktion…

    Aber sie ist in der Tat sehr hilfreich – derhalb sind auch die Interviews und Artikel von und mit Herrn Reuß immer so anregend -, weil sie so präzise eine Wunsch- und Gedankenwelt beschreiben, die (auch) den Buchhandel noch immer so wunderbar ausbremst.

    Der „eigentliche“ Kunde ist ja ziemlich einfach zu beschreiben – es ist der Kunde von der Zeit vor dem Internet: Er liest, was der Buchhändler ihm empfiehlt, er geht in die Buchhandlung wie zum Hausarzt – geduldig wartend, bis er dran kommt, seine Wünsche zu äußern, still die Rechercheergebnisse des allwissenden Buchhändlers in großen Katalogen abwartend, um dann mit dem Papierdurchschlag seiner Bestellung nach Hause zu gehen, nach ein paar Tagen wieder in die Buchhandlung zurückzukehren, die Hiobsbotschaft „Melde 80“ entgegenzunehmen und sich halt ein paar weitere Wochen seinem Schicksal zu fügen und zu warten, ob der Verlag wohl nachdrucke (oder dies nur antäuscht, um nicht die Rechte an dem Titel zu verlieren).

    Herrlich war die Zeit für uns Buchhändler. Wir waren der Zugang zum Buch, die Götter in Cord, die personifizierte (Halb-)Bildung.

    Wie also kommen wir nach Herrn Reuß wieder dahin zurück? Wir sollten die eBooks nur so richtig fest ignorieren, dann werden sie schon wieder verschwinden.

    Diese Strategie hat der deutsche Buchhandel ja schon erfolgreich mit dem Internet hinbekommen – auch da haben wir nach allen Kräften dran vorbeigesehen, und mache Buchhändler glauben wohl noch heute, daß ihre Kunden das Internet noch nie von innen gesehen haben.

    Ich bin bei Katja Spichal und anderen KommentatorInnen:
    Eine Strategie, die annimmt, wenn man nur kräftig gegen Amazon ankämpft, hat man das Problem der Ausbeutung der Faulheit des Kunden gelöst und alles ist wieder wie früher, ist so naiv wie ignorant.

    Amazon bedient in großem Maße vorhandene Kundenwünsche – und die gab sicherlich es schon vor Amazon. Und dafür investieren Menschen Geld in das Unternehmen und versprechen sich irgendwann eine Rendite.

    Aber, und das finde ich viel interessanter: Amazon weckt eigentlich nicht wirklich Kundenwünsche; dazu ist deren Infrastruktur eigentlich nicht ausgelegt.

    Genau dies aber könnte die Aufgabe des Buchhandels sein, und genau darauf sollte dieser seine Strategien ausrichten.

  14. Amazon zerstört nicht den deutschen Buchhandel, den haben Thalia et al. schon längst erledigt. Amazon spielt lediglich ein bisschen mit den Trümmern herum.
    Die Qualitätsbuchhandlung gibt es nur noch in großen und Universitätsstädten, und auch da nicht mehr überall. Und das gilt schon sehr lange. Erst verschwanden immer mehr Bücher aus dem Sortiment, dann fing man als jemand, der abseits der Bestsellerlisten liest, an, sich den Weg in die große Buchhandlung gleich zu sparen.

    • Ganz meine Meinung… Ich lese auch lieber Papierbücher, aber kaufe die schon lange nicht mehr in Buchhandlungen, sondern oft eher in kleinen Online-Shops oder Second Hand auf Flohmärkten und Booklooker oder Medimops. Ich brauch den Buchhändler nicht zur Beratung, da geht es schneller, wenn ich einen speziellen Titel direkt beim Verlag oder kleinen Online-Händler bestelle. Fast jeder Verlag hat einen eigenen Shop. Bestellt doch da. Und da erhält man die Bücher schneller und bekommt gleich, was man möchte … Wie oft hatte ich schon inkompetente Buchändler, die nicht mal wussten wie man Else Lasker-Schüler schreibt, geschweige denn, dass diese Dichterin nicht mehr lebt … Wieso sollte man diese Inkompetenz noch unterstützen, indem man die Bücher in diesem Buchladen kauft? Ich werde nicht pauschalisieren, es gibt tolle kleine mit Leidenschaft geführte Buchläden. Aber ich weiß meist schon, bevor ich dort hineingehe, welchen Titel ich suche, da brauche ich keinen Buchhändler zur Beratung ….
      Und was nervt, ist die ewig gleich Leier vom bösen Amazon – während sich die Branche hier zu Tode diskutiert, überlegt sich Amazon die nächste Strategie … Warum muss Fortschritt immer Feindbild sein? Wieso immer an Amazon aufhängen und nicht die Zeichen der Zeit annehmen, analysieren und einfach versuchen, etwas neu und anders zu machen, etwas eigenes zu versuchen – Bücher werden von vielen weiterhin gelesen und als Papiervariante geliebt – ich kenne da genug Käufer, und das E-Book ist nicht schlecht per se – es geht doch um den Inhalt! Vergesst das nicht!

  15. Sebastian Posth | 14. Februar 2013 um 22:08 | Antworten

    Man möchte diesem armen Professor die Worte Tim O’Reilly’s zurufen: „The future happens, because there are people who are not afraid of it.“

    Und, auch Amazon ist ein Übergangsphänomen, historisch betrachtet. Und, nach dem Fall der Preisbindung wird es weiter Verlage und Buchhandlungen geben. Und … was knatscht er noch, der Prof.?

    Ein Blick zurück, die Kenntnis der Mediengeschichte der letzten zwei, drei Jahrhunderte – die man von einem ernstzunehmenden Germanisten vermutlich erwarten kann – zeigt, dass das Abendland in den letzen 250 Jahren schon ziemlich oft untergegangen ist …

    Nun denn, dieses Interview wird als einer der eher peinlichen, dafür umso aggressiveren Meinungsbeiträge in den Archiven der Mediengeschichte verschwinden.

  16. Die Faustkeilhersteller gingen ein, nachdem die Schmiede kamen, der Heizer der Dampflok verschwand mit dem Erscheinen der E-Lok, die Droschkenkutscher wurden Taxifahrer oder verschwanden auch, zuletzt waren es die Plattenläden und die Videotheken (ein paar gibt es ja noch). Es gefällt mir auch nicht, dass Buchläden zumachen, wie auch viele Bäcker, Fleischer und andere Tante Emma Läden. Sie werden verdrängt, plattgemacht … von unseren Konsumgewohnheiten. Vielleicht ist das Sterben der Buchläden aber ein normaler Prozess. Dinge ändern sich halt. Als der Buchdruck aufkam, gingen sicher auch viele Schreibstuben den Bach runter.

  17. Hans-Werner Lindgens | 14. Februar 2013 um 15:55 | Antworten

    Endlich meldet sich mal wieder jemand zu Wort, der Klartext redet und die Perspektiven aufzeigt..

    Aamzon ist (wie Gratis-Kontent der periodischen Printmedien) ein Frontalangriff auf unsere Kultur. Hier allerdings geht es um Ausschalten, Plattmachen. Die Rendite spielt – dank des riesigen Investoren- und Risiko-Kaspitals – bei diesem Händlker eine äußerst geringe Rolle. Wie ist das bei mutmaßlichen 24 Mrd. $ Umsatz weltweit und einem Gewinn von unter 300 Mio $ anders zu verstehen? Wer noch rechnen kann, wird auf etwa 0,04 % kommen.

    Schumpeter kannte die digitale Welt nicht, sonst wäre er zu anderen Erkenntnissen gekommen in Sachen Zerstörung und Erneuerung.

    Es liegt an uns allen, was wir wollen und vor allem an denen, die erkennen, was auf uns noch zukomen könnte.

  18. Amazon setzt voll auf die Digitalisierung der Bücher. Das ist richtig. Aber Amazon hat das Ebook nicht erfunden, sondern nur früh eine mutige Entscheidung gefällt.

    Der deutsche Buchhandel ist nach wie vor unentschieden, ob das Ebook ein Totengräber oder ein Zukunftsbote ist. Jetzt haben sich die Kunden entschieden, und damit fährt der Zug ab.

    Es interessiert schlichtweg niemanden, wer warum nicht mitfährt.

  19. Vielen Dank Herr Reuß. Als Inhaberin einer kleinen Buchhandlung ist solch ein Beitrag endlich mal eine große Orientierungshilfe. Wo bleiben Dachverbände oder gar Politik um das Szenario zu durchschauen. Konsumenten, wie Frau Splichal schauen nicht genau hin geschweige denn ordentlich zuzuhören. Der Name ist Reuß – nicht Reus. Schärfen Sie Ihre Sinne, meine Dame, ein mögliches Wirtschaftsmonopol steckt dahinter. Das hat nichts mit Fortschritt zu tun!

  20. Kleine Sortimenterin | 14. Februar 2013 um 14:38 | Antworten

    Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, daß bei Verkäufen von Privatanbietern Amazon bis zu 30 % an Gebühren verlangt. Diese Gebühr unterliegt nicht der Mehrwertsteuer, wenn man eine USTIDE
    hat, also als Händler arbeitet. Das Geld geht direkt nach Luxemburg
    und bleibt nicht hier im Lande. Also nicht nur die Direktverkäufe des
    online Händlers geben das Geld ins Ausland, sondern auch noch
    die ganzen angeschlossenen Shops.

  21. Das Buch geht jetzt den Weg der Musik und Filme. Nehmen wir mal an, daß das unvermeidbar ist, aber wer soll sich dann noch mit der Erstellung dieser Medien beschäftigen ? Leere Hüllen ?

  22. Am besten lassen wir auch gleich die Pizzalieferdienste verbieten. Die nutzen auch nur die Bequemlichkeit der Kunden aus. Oder wir erkennen, dass das Kundenorientierung ist.

  23. Herr Reuß, Sie setzen sich sowohl hier als auch in dem zitierten FAZ-Artikel an keiner Stelle mit dem Umstand auseinander, dass der Nutzen eines Buches primär die Aufbewahrung und Zugänglichmachung von Information ist – und dass die veränderten Methoden und Medien, die hierfür zur Verfügung stehen, für viele Arten von Inhalten dem Leser deutlich erfahrbare Vorteile bringen. Leser= NUTZER.

    Die falsche und selbstgerecht als Wahrheit inszenierte Kritik am wahrscheinlich geistig degenerierten Leser bezieht sich auf Inhalte, nicht auf die Präsentations- und Darreichungsform: ein Rundumschlag, ein überflüssiger und undifferenzierter.

    Bei aller berechtigter Kritik an den Methoden des Steuerumgehungskonzerns (und da bin ich auf Ihrer Seite, Herr Reuß) – nehmen Sie doch mal sich und Ihre persönlichen Befindlichkeiten, Ideale und Ansprüche aus dem Fokus und stellen Sie die Leute rein, die das Geld ausgeben sollen.

    • Hans-Werner Lindgens | 14. Februar 2013 um 17:32 | Antworten

      So ist das in der digitalen Welt. Der Text wird einfach nachträglich verändert – ohne ‚Edit-Vermerk‘. Frau Spanier (s.u.) lag wohl richtig mit ihrer Einschätzung.

      Wer mit Begriffen wie ‚selbstgerecht‘ umgeht‘, sollte ganz besonders vorsichtig sein.

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