Zu neuen Aufgaben und zur Suche nach neuen Köpfen siehe den buchreport-Stellenmarkt

Holtzbrincks oberster Buch-Manager geht

Der Chef der deutschen Holtzbrinck-Buchverlage Rüdiger Salat (Foto) nimmt seinen Hut. Der 54-Jährige verabschiedet sich mit einer guten Bilanz.
Nach einer Pressemitteilung scheidet Salat Ende 2012 auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung der Verlagsgruppe aus. Der Buch-Manager arbeitete seit 1998 für Holtzbrinck, seit 1999 in der Geschäftsführung für den Geschäftsbereich deutsche Publikumsverlage verantwortlich. 

Zu den Motiven seines Rücktritts äußert sich Salat in der Pressemitteilung nicht. Für Überraschung dürfte die Personalie in der Branche allerdings kaum sorgen, nachdem Holtzbrinck im Juni eine neue Struktur für das Bücher-Geschäft bekanntgab und die Ländergrenzen zu Gunsten von Sparten aufgegeben wurden. Seit  Juli fassen die Stuttgarter ihre internationalen belletristischen und Sachbuchverlage unter ein Dach, unter dem Macmillan-Chef John Sargent regiert (hier mehr).

von Holtzbrinck lobt Salat zum Abschied

Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender der Holtzbrinck-Geschäftsführung, verabschiedet Salat mit einem 

Lob in höchsten Tönen: Ihm sei es gelungen, den Geschäftsbereich schnell wieder zu einem ertragreichen Standbein zu machen und mit den Verlagen seit vielen Jahren Ergebnisse (Umsatzwachstum und Rentabilität) deutlich oberhalb der Marktentwicklung zu erzielen. „Als integraler Bestandteil seiner Strategie wurden dabei immer die individuellen Profile der Häuser gestärkt und die Verleger in ihrer Unabhängigkeit unterstützt.“

Es sei außerdem Salats Verdienst, frühzeitig die Chancen der Digitalisierung erschlossen zu haben – von Holtzbrinck verweist auf das größte deutschsprachige Leser- und Autorennetzwerk Lovelybooks.de und Skoobe, das Joint Venture mit Random House und Arvato. Den eigenen Verlagen gelinge es regelmäßig, die Bestsellerlisten anzuführen und dabei ihren hohen inhaltlichen Qualitätsanspruch beizubehalten.

Die zeigt sich auch anhand der Jahresbestsellerlisten von buchreport: Seit 2004 liegen die Holtzbrinck-Verlage auf Platz 1, jeweils vor den Random House-Verlagen.

Salat selbst bedankt bei den Gesellschaftern, die ihm von Anfang an ein sehr selbständiges Arbeiten ermöglicht hätten. „Dies gilt sowohl für die Phase des Turnaround unter Dieter von Holtzbrinck, als auch in den Jahren des weiteren Aufschwungs unserer Häuser und des Aufbaus digitaler Geschäftsmodelle mit Stefan von Holtzbrinck.“

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