Kleine Verlage drängen nach Leipzig

Die Leipziger Buchmesse eröffnet in der kommenden Woche zwar insgesamt mit weniger Verlagen als 2011. Doch bei der Zahl der Einzelaussteller und der Brutto-Fläche legen die Leipziger Veranstalter deutlich zu.
Nach Angaben der Organisatoren der Messe (15. bis 18. März 2012) reisen in der kommenden Woche 2071 Verlage aus 44 Ländern an. Zum Vergleich: 2011 kamen 2150 Aussteller aus 36 Ländern. Erstmals gebe es über 1000 Einzelstände – 8% mehr als 2011. Entsprechend wächst die Brutto-Ausstellungsfläche: 69.000 qm sind in diesem Jahr belegt, plus 3% im Vergleich zum vergangenen Jahr.
„Es sind vor allem die kleinen unabhängigen Verlage, die in diesem Jahr auf die Buchmesse drängen“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Gerade diese Verlage sind mit ihren Büchern immer seltener im Sortiments-Buchhandel vertreten.“ Sie könnten auf der Leipziger Buchmesse und im Rahmen von „Leipzig liest“ den direkten Kontakt zum Leser herstellen.
Das größte Aussteller-Wachstum innerhalb der Buchmesse verzeichneten Belletristik-Verlage, doch auch die Ausstellerzahlen im Bereich Kinder- und Jugendbücher sowie im Segment Dienstleistungen durch digitale Angebote zeigten nach oben.
Weitere Zahlen und Fakten zur Messe:
  • Zur Bildungsmesse haben die Leipziger 150 Veranstaltungen für Pädagogen auf der Agenda, 450 Veranstaltungen richteten sich an den Lesenachwuchs. 
  • Die 18. Leipziger Antiquariatsmesse verzeichne mit 67 Ausstellern aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn stabile Zahlen.
  • Erwartet werden 160.000 Besucher, 3000 Journalisten und 2780 Autoren und Mitwirkende. 
  • 87% der Leipziger Buchmessebesucher reisen von außerhalb an, fast jeder Zweite legt mehr als 200 km zurück, um die Messe-Angebote zu nutzen. 
  • 320 Straßenbahnfahrzeuge und rund 110 Busse sind im Einsatz, die Straßenbahnen im Fünf-Minuten-Takt.
  • Zum Lesefestival „Leipzig liest“ werden 2780 Autoren auf 2600 Veranstaltungen erwartet.

Kommentare

1 Kommentar zu "Kleine Verlage drängen nach Leipzig"

  1. ursula borrmann | 20. März 2012 um 18:26 | Antworten

    Guten Tag, wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten, den Titel eines Sachbuches zu finden. Wahrscheinlich las ich eine Rezension in der FAZ Anfang März: deutscher Literaturjournalist gibt in kleinem Verlag eine Sammlung von meist bereits veröffentlichten Essays heraus, u.a. über Max Frisch, Roland Barthes. Er beschäftigt sich offenbar mit dem, was Schriftsteller weglassen, z.B. Nichtidentität/Identität bei Frisch. Der Autor soll schon mit gerade über 20 Jahren berühmte Autoren interviewt haben, lebe seit vielen Jahren zurückgezogen u.a. in der Eifel. Ich finde die Rezension nicht. Würde mich sehr freuen, wenn Sie mir den Buchtitel nennen könnten.
    Freundliche Grüße
    Ursula Borrmann

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