Digitale Ableger

Nicht nur hierzulande suchen Buchhändler nach Möglichkeiten, E-Books im stationären Sortiment zu verkaufen. Vergleichbar mit den in Deutschland von Epidu (hier der buchreport-Startup-Fragebogen) eingeführten E-Book-Cards kooperiert der Anbieter Enthrill mit kanadischen Buchhändlern, um E-Books in physischer Form im Sortiment anzubieten.

Auf die Karten ist das Cover des Buchs aufgedruckt, außerdem neben dem Download-Code für das digitale Buch ein QR-Code für Extra-Material (z.B. Leseproben und Buchtrailer). Kunden können das E-Book nach Eingabe des Download-Codes von der Enthrill-Seite herunterladen, als PDF oder Epub.

Hier die Video-Präsentation:

Laut paidcontent.org kooperiert das Unternehmen aktuell mit 125 bis 150 größeren Einzelhändlern und unabhängigen Buchhandlungen. Auf Verlagsseite habe Enthrill ein paar Deals abgeschlossen, die Firma wolle aber keine Namen nennen.

In Deutschland sucht Epidu weiterhin nach größeren Kooperationspartnern, wie die Stuttgarter Buchhändlerin Susanne Martin kürzlich im buchreport-Blog berichtete. Laut Epidu-Chef Cao Hung Nguyen seien die Verlage, denen Epidu sein Modell angeboten habe, sehr zögerlich – offensichtlich müsse erst eine große Kette kommen und die Aufnahme ins Sortiment garantieren, bevor die Verlage bereit seien, sich auf so ein Experiment einlassen. Martin: „Da frage ich mich natürlich schon: Wie ernst ist es den Verlagen eigentlich damit, das stationäre Sortiment zu unterstützen? Wäre es nicht den Versuch wert, für die Spitzentitel der Programme, die inzwischen ja mehr und mehr auch als E–Book erscheinen, so ein Modell einfach mal auszuprobieren?“

Zumindest beim Buchhaus Stern-Verlag, der flächenmäßig größten Buchhandlung in Deutschland, sind die Epidu-Karten seit dem Herbst 2010 im Einsatz (Foto).

Neben Epidu und Apple (für den hauseigenen iBookstore) bietet inzwischen auch Media Markt E-Book-Downloadkarten an, seit Januar 2011. Beim Vertrieb der E-Books (über 30.000 Titel) kooperiert der Elektronikhändler mit libri.de. Auf Anfrage von buchreport.de zur Entwicklung des Geschäftsbereichs hält sich die Firma bedeckt. „Die Warengruppe der E-Reader ist ein ganz neues Segment, dessen Entwicklung aktuell noch am Anfang steht.“

Kommentare

1 Kommentar zu "Digitale Ableger"

  1. Michael Mertens | 17. Mai 2011 um 22:05 | Antworten

    Buchhandel, Barsortiment und Verlage, es wagt sich keiner endlich einen Schritt in die Richtung zu machen. Aber die Amerikaner sind ja immer weiter vorraus gewesen als die Deutschen, wenn es um eine Innovation und Enwicklung geht. Siehe auch z.B. die Enwicklung der eBook-Readern.
    Es muss erstmal ein Proof of Concept geben, also Copycats bevor sich jemand dann an die Idee traut. Die Idee mit den eBookCards gab es also schon letztes Jahr und trotzdem dauert es so lange bis sich Jemand traut. Ich denke in Deutschland gibt es soviele gute Ideen, aber durchgeführt werden diese leider woanders. Fragt sich hierbei wirklich wer sich als erstes traut und ein richtiges Fundament für die Zukunft aufbaut.

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