Tokyopop in der Krise

„Harte Zeiten bei Tokyopopschreibt das US-Branchenmagazin „Publishers Weekly“ und berichtet von Entlassungen und Kürzungen beim amerikanischen Mangaverlag. Die Krise sei insbesondere begründet durch die Pleite der zweitgrößten US-Buchhandlung Borders. „Sie schulden uns einen bedeutenden Betrag. Wir sind kein großes Unternehmen und mit geringeren Geldmitteln, als geplant, müssen wir uns neu gruppieren, um zu überleben“, erklärt Gründer Stu Levy (Foto) gegenüber Publishers Weekly.

Auf Anfrage von buchreport bestätigt der Geschäftsführer von Tokyopop Deutschland, Joachim Kaps, dass in den USA mindestens sechs Personen entlassen werden müssen. „Wir sind ausgesprochen traurig und bedauern, was in den USA passiert“, so Kaps. Von den Entwicklungen sei der deutsche Verlag – der trotz gemeinsamer Firmierung inhaltlich und  finanziell unabhängig ist – jedoch nicht betroffen. „Im Gegenteil: Wir haben gerade vier neue Leute eingestellt.“

Auch die amerikanischen Kollegen blicken nach Auskunft von US-Kollege Levy optimistisch in die Zukunft. Momentan baue der amerikanische Verlag intensiv den digitalen Bereich aus und experimentiere mit unterschiedlichen Publikationsformen, von Film über Internet bis hin zu Apps auf Smartphones. Diese Entwicklungen würden zwar auch in Deutschland sehr genau beobachtet, „dennoch gehen wir bewusst kleinere Schritte im digitalen Bereich als die amerikanischen Kollegen“, erzählt Kaps. Noch sei der deutsche Markt nicht so weit. Doch auch in Amerika sei der digitale Bereich noch nicht so bedeutend, wie vielfach angenommen werde.

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