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Montag, 07. Januar 2013 (09:05 Uhr)


Ex-Konzern-Stratege Jürgen Richter kritisiert neuen Bertelsmann-Kurs

„Bertelsmann pumpt sich nur optisch auf“

Wohin steuert Bertelsmann unter dem neuen Chef Thomas Rabe? Der frühere Chef von Bertelsmann Springer, Jürgen Richter, ist nicht begeistert davon, dass ein Finanzmann an der Spitze es Medienkonzerns steht. Rabes erster großer Schachzug, die Allianz von Random House und Penguin, lässt Richter kalt.

Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Ausgabe vom 7.1.2013) beschreibt der frühere Vorstandschef der Axel Springer AG (1994 bis Ende 1997) und anschließende Chef von Bertelsmann Springer die Lage bei Bertelsmann als „relativ schwierig“. Rabe sei schon als Finanzchef von RTL durch „wagemutige Transaktionen“ im Beteiligungsbereich aufgefallen; jetzt werde sich der Medienkonzern auf Portfoliomanagement und strukturierte Finanzpolitik konzentrieren.

Mit Blick auf die Fusion von Random House und Penguin erklärt Richter, dass Bertelsmann Teile des Geschäfts abgebe – am Gemeinschaftsunternehmen hält Gütersloh nur noch 53%. „Der einzige Effekt ist, dass sich der Konzern optisch aufpumpt - also mehr Umsatz ausweist, weil der Zuwachs voll konsolidiert werden kann. Firmen von dieser Größe zu verheiraten, und das in den USA, ist eine besondere Aufgabe. Damit ist Random House in den nächsten drei Jahren beschäftigt. Die Kraft muss aber in verlegerischen Innovationen liegen.“ Die Erotik-Trilogie „Shades of Grey“ sei nicht mehr als eine „Eintagsfliege“. 

Grundsätzlich sei bei Bertelsmann „kein großer Drang zu Produktinnovationen und für Kundenlösungen“ mehr erkennbar. Dies gelte besonders für den Vorstandschef. 



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