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Online
Mittwoch, 14. November 2012 (10:49 Uhr)


Amazon-Mitarbeiter wollen Tarifvertrag durchsetzen

Amazonen rufen zum Arbeitskampf

Mitten im Weihnachtsgeschäft droht Amazon ein Arbeitskampf: Die Mitarbeiter in Leipzig und Bad Hersfeld fordern einen Tarifvertrag – und drohen mit Warnstreiks.

Die Logistik-Mitarbeiter fordern unter anderem sechs Wochen Urlaub, ein Urlaubs- und ein Weihnachtsgeld sowie 20% Nachtzuschlag ab 20 Uhr, berichtet der „MDR. Der Gewerkschaft Verdi zufolge wird Nachtzuschlag bisher erst ab Mitternacht gezahlt.

Im Tarifvertrag für den Einzelhandel ist außerdem ein Einstiegsgehalt von 10,66 Euro vorgesehen. Bisher erhalten die Neuankömmlinge bei Amazon laut Verdi 8,75 Euro die Stunde. 

„Wir wollen nicht streiken. Aber wenn wir dazu gezwungen sind, stehen die Beschäftigten dahinter“, droht Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Den Tarifvertrag fordern einer Verdi-Umfrage zufolge 99,7% der Mitarbeiter. Aktionen zu seiner Durchsetzung haben 93,7% zugestimmt.

Deutlichere Worte findet sein hessischer Kollege: „Wir wollen klar machen, dass wir es ernst meinen, erklärte Verdi Sekretär Heiner Raimann der „Hessischen Allgemeinen. „Wir sind bereit, die Situation zu eskalieren und im äußersten Fall auch Warnstreiks auszurufen.“ 

In Bad Hersfeld sind laut Verdi mehrere hundert Amazon-Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert. Noch im November sollen erste Gespräche zwischen Amazon und den Arbeitnehmervertretern stattfinden. 

Der Onliner unterhält hierzulande neben Bad Hersfeld und Leipzig fünf weitere Logistikzentren in Augsburg/Graben, Koblenz, Pforzheim, Rheinberg und Werne sowie ein Kundenservice-Zentrum in Regensburg. Im Norden Deutschlands ist Amazon laut „Lebensmittelzeitung“ auf der Suche nach dem achten Lager.



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