Zweckehe in schwerer Zeit

Die Buchlogistik konzentriert sich weiter: Das Barsortiment Libri darf die Mehrheit am Hagener Konkurrenten Könemann, wie geplant, übernehmen. Die Kartellwächter haben die im Oktober 2011 angekündigte Übernahme am Donnerstag genehmigt. 
Wie berichtetet, wollen die Familie Könemann und Libri ein Joint Venture gründen und die Marke Könemann erhalten. Die Allianz der Barsortimente soll im August 2012 umgesetzt werden, meldet das Barsortiment Könemann. Stefan Könemann, bisher Leiter des Barsortiments, soll als geschäftsführender Gesellschafter der neuen GmbH im Amt bleiben. Sein Bruder Jörg Könemann, bisher geschäftsführender Gesellschafter, bleibt Gesellschafter. 

„Damit ist die Kontinuität der Belieferung der Kunden des Barsortiments Könemann sichergestellt“, erklärt Stefan Könemann. Das Lager in Hagen wird aufgelöst, lediglich der Außendienst und eine kleine Innendienstmannschaft werden weiterhin von Hagen aus arbeiten. Die Buchhandlungen sollen ihre Ware spätestens ab September aus dem Lager in Bad Hersfeld erhalten. 

Im Oktober 2011 hatte die geplante Übernahme zu einer Debatte über den Überlebenskampf im Zwischenbuchhandel geführt, ausgelöst durch KNV-Chef Oliver Voerster, der kleineren Barsortimenten keinen ausreichenden Lebensraum mehr in der konzentrierten Handelslandschaft bescheinigt hatte (hier mehr). Unausgesprochen griff er damit das drittgrößte Barsortiment Umbreit an. Bei Umbreit werde man um die Vielfalt kämpfen und alles unternehmen, um sich am Markt zu behaupten, hatte Thomas Bez, geschäftsführender Gesellschafter des Barsortiments Umbreit, damals entgegnet.

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