Und die Welt danach?

In den vergangenen Tagen haben viele naheliegenderweise ihren privaten und beruflichen Alltag neu organisiert und versucht, sich in der von der Corona-Virus-Pandemie geprägten Welt zurechtzufinden. Bei den damit verbundenen Sorgen spielen neben der Gesundheit die wirtschaftlichen und sozialen Folgen eine große Rolle. Mit gutem Grund: Deshalb schnürt die Politik neben den ernsten Ermahnungen, sich angemessen zu verhalten, bis vor kurzem unvorstellbar große finanzielle Rettungspakete, deren Adressaten möglichst bald unbürokratisch erreicht werden sollen (hier geht es zu den Links).  

In der Buchbranche selbst wird unterdessen mit Kreativität und Kulanz versucht, das Netzwerk zu erhalten. Gerade weil diese Tage des Rückzugs ins Private eigentlich die große Zeit des Buches sein könnten. Hier sind buchreport-Beiträge rund zum Thema versammelt.

Dazwischen stellt sich nicht nur die Frage: Wie lange soll und kann das so gehen? Und deutlich grundsätzlicher ist die Anschlussfrage: Wie sieht die Welt danach aus?

Auch wenn es mit dem politischen Kraftakt gelingen sollte, die wirtschaftlichen Erschütterungen zu dämpfen, wird „danach“ wohl kaum einfach wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher (www.horx.com), Foto: Klaus Vyhnalek (www.vyhnalek.com)

Das ist auch große eine Chance, hat der Zukunftsforscher Matthias Horx jetzt in einem Essay ausgebreitet: „Die Welt nach Corona“. Mit einem sehr zukunftsnahen Ausblick bzw. Rückblick aus der Perspektive des Herbstes 2020, in dem die Menschen wieder vieles anders zu schätzen wissen. Mögliche positive Folgen: Weniger Populismus, weniger Pöbeleien, dafür mehr gesellschaftliche Höflichkeit. Eine naheliegende Prognose ist auch ein Schub für die sich jetzt bewährenden Kulturtechniken des Digitalen, aber andererseits auch weniger Technologiegläubighkeit Horx sieht auch eine Re-Lokalisierung und eine  Renaissance der älteren Kulturtechniken. Man kommuniziere wieder in einer neuen Kultur der Erreichbarkeit und Verbindlichkeit.

Auch das Lesen findet seinen Platz im neuen Szenario: „Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe gekommen waren, auch junge Menschen, machten plötzlich ausgiebige Spaziergänge – ein Wort, das vorher eher ein Fremdwort gewesen war. Bücher lesen wurde plötzlich zum Kult. Reality Shows wirkten auf einmal grottenpeinlich. Der ganze Trivia-Trash, der unendliche Seelenmüll, der durch alle Kanäle strömte, verschwand zwar nicht völlig – aber er verlor rasend an Wert.“ 

Ein Lesetipp: Im Rausch des Positiven: Die Welt nach Corona“ von Matthias Horx

Der Autor Matthias Horx hat eine Reihe von Bestsellern veröffentlicht. Jüngster Buchtitel: „15½ Regeln für die Zukunft“ (Econ), ISBN 9783430210133, 25 Euro

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