Was macht einen Traumjob aus?

Was motiviert Fachkräfte zu Höchstleistungen? Das Gehalt allein ist es nicht, auch wenn dieses auskömmlich sein sollte. Die wahren Gründe sind emotionaler Natur – und Führungskräfte können sie durch ihr Verhalten beeinflussen.

Eine aktuelle Studie wirft ein Licht auf den „Kleber“, der Traumteams zusammenhält. Die wichtigsten Ergebnisse im HR-Channel von buchreport.de.

Bild: Pixabay

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Egal ob Buchhalter, Ingenieur oder Mitarbeiter in der IT – unabhängig von der Qualifikation wünschen sich Fachkräfte in Deutschland vor allem eins, wenn sie an ihre berufliche Zukunft denken: einen Job, der Spaß macht.

Doch was bedeutet das eigentlich? Und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Menschen wirklich zufrieden im Beruf sind? Die Recruiting-Plattform StepStone ist diesen Fragen in einer Studie mit 17.000 Fach- und Führungskräften nachgegangen.

Führungskräfte sollten die Unternehmensziele und deren Bedeutung für die tägliche Arbeit jedes Mitarbeiters offen und verständlich vermitteln.

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem drei Faktoren stimmen müssen, damit aus einem Job ein Traumjob wird: ein gewisses Maß an Freiheit, die Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit sowie ein soziales Umfeld, in dem Fachkräfte sich wohlfühlen.

Freiheit: Zufriedene Mitarbeiter haben Gestaltungsspielraum

Fachkräfte in Deutschland haben das Bedürfnis, der Arbeit ihren persönlichen Stempel aufzudrücken. Mehr als neun von zehn der Befragten wollen laut Studie selbstständig Entscheidungen im Job treffen. Ebenfalls neun von zehn wollen Aufgaben auf ihre Art und Weise erledigen. 86 % der Befragten wünschen sich die Freiheit, neue Ideen auszuprobieren.

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„Die Entscheidung für einen Job ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Menschen“, sagt StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers. „Daher wollen Jobsuchende genau wissen, wie in einem Unternehmen gearbeitet wird. Es geht nicht mehr nur darum, ob sie die richtigen Fähigkeiten für eine Stelle mitbringen. Sie wollen auch wissen, ob Arbeitsweise und Führungskultur in einem Unternehmen zu ihren Vorstellungen passen.“

Sinn: Fachkräfte wollen etwas bewegen

Für die Mehrheit der befragten Fachkräfte ist die Arbeit viel mehr als ein Broterwerb. 62 % finden es wichtig, eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben.

Das heißt nicht per se, dass sie mit ihrer Tätigkeit die Welt verbessern wollen – aber die Mehrheit möchte mit ihrer Arbeit einen positiven Effekt für den Unternehmenserfolg erzielen. 83 % wollen zeitnah konkrete Ergebnisse ihrer Arbeit sehen. 71 % legen Wert darauf, dass sie wichtige Projekte übertragen bekommen.

„Führungskräfte sollten die Unternehmensziele und deren Bedeutung für die tägliche Arbeit jedes Mitarbeiters offen und verständlich vermitteln“, sagt Dettmers. „Denn Menschen sind nur dann wirklich zufrieden im Job, wenn ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg wertgeschätzt wird. Fachkräfte wollen strategische Weichenstellungen nachvollziehen und deren Umsetzung aktiv mitgestalten.“

Teamgefühl: Es muss menschlich stimmen

Fachkräfte verbringen im Schnitt ein Drittel des Tages bei der Arbeit, hinzu kommt eine durchschnittliche Pendelzeit von einer Stunde. Die Mehrheit verbringt mehr Zeit mit den Kollegen als mit Freunden und Familie.

Sich mit den Menschen am Arbeitsplatz zu verstehen, ist daher ein bedeutsamer Faktor für die Jobzufriedenheit: Neun von zehn Befragten legen großen Wert darauf, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die sie mögen. 77 % ist es wichtig, bei der Arbeit auf Unterstützung von ihren Kollegen zählen zu können. Und Fachkräfte wollen sich bei der Arbeit nicht verstellen müssen: 93 % wollen im Job sie selbst sein können.

Fachkräfte wollen sich bei der Arbeit nicht verstellen müssen.

„Die Arbeit bestimmt unser Selbstbild und ist ein wichtiger Treiber der Zufriedenheit in unserem Leben“, sagt Dettmers. „Um herauszufinden, ob ein Job wirklich das Zeug zum Traumjob hat, brauchen Fachkräfte viel mehr als eine Tätigkeitsbeschreibung, wie sie bisher in Stellenanzeigen zu finden ist. Genauso wichtig sind zum Beispiel Angaben zum Miteinander im Unternehmen sowie die Möglichkeit, sich ein Bild von der Unternehmenskultur und künftigen Kollegen machen zu können.“

 

Die 1996 in Oslo gegründete Online-Jobplattform StepStone ist eine Tochterfirma der Axel Springer SE und auf Fach- und Führungskräfte spezialisiert.

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