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Wie es mit Wittwer-Thalia nach der Übernahme weitergeht

Genehmigung erforderlich: Vielleicht noch vor Weihnachten wird die Übernahme von Wittwer durch Thalia mit einem neuen Schriftzug auch am Gebäude in der Königstraße zu erkennen sein. Die Fassade ist denkmalgeschützt und die Genehmigung, die Logos anzubringen, steht noch aus. (Foto: Wittwer)

Der marktführende Filialist Thalia hat im Sommer mit Wittwer eine große Übernahme mit drei Standorten vollzogen: Stuttgart Königstraße sowie in den Breuningerland-Einkaufszentren Ludwigsburg und Sindelfingen. Wittwer ist Marktführer in Stuttgart, schreibt allerdings seit Jahren rote Zahlen.

Noch ist der Zusammenschluss nicht komplett vollzogen, eine Projektgruppe aus 25 Mitarbeitern beider Unternehmen arbeitet an der Umsetzung der Details, wie Wittwer-Geschäftsführer Rainer Bartle im Gespräch mit der „Stuttgarter Zeitung“ erklärt. Er spricht von einer „Übernahme auf Augenhöhe“: Mit einer Verkaufsfläche von 3100 qm und dem Umsatzvolumen (2017: 27,1 Mio Euro) sei Wittwer eine der bedeutendsten Filialen des Thalia-Netzes und soll auch künftig eine hohe Eigenständigkeit haben. Details:

  • Das Buchangebot wird weiter ausgebaut, hinzu kommen Thalia-typische Nonbooks aus den Bereichen Geschenke, Lifestyle und Spielwaren.
  • Investiert wird in den Bereich Service, u.a. die taggleiche Abholung im Geschäft sowie Bestellungen per App. Wie in den anderen Thalia-Filialen wurden Tablets für die bargeldlose Zahlung auf der Fläche eingeführt.
  • Das Veranstaltungsprogramm soll auch weiterhin ein Standbein der Buchhandlung sein. Die Zusammenarbeit mit Bloggern werde intensiviert. Auch der Bereich Literatur der Region soll ausgebaut werden.

Wie bei der Übernahme angekündigt, sind die 100 Arbeitsplätze erhalten geblieben. Zu Veränderungen könnte es jedoch noch in den Bereichen Personal- und Rechnungswesen kommen. Es werden aber zusätzliche Buchhändler gesucht; die Zahl der Auszubildenden wird von 5 auf 10 verdoppelt.

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