eBuch will mit Genialokal die nächste Stufe zünden

Angelika Siebrands hat mit dem eBuch-Team auf der Leipziger Buchmesse den überarbeiteten Webshop Genialokal vorgestellt. Der Shop soll auch in den stationären Buchhandlungen für Frequenz sorgen.

Mehr Mitglieder und ein steigendes Interesse an der E-Commerce-Lösung Genialokal: Die eBuch-Genossenschaft, mit Abstand größte Verbundgruppe im stationären Buchhandel, hat auf der Leipziger Buchmesse ihr Leistungsportfolio präsentiert und für die übergreifende Shoplösung Genialokal geworben. Der eBuch gehören mittlerweile 800 Buchhandlungen an. „Bei Genialokal kommt nach dem etwas zähen Anlauf Schwung aufs Rad“, sagt eBuch-Vorstand Angelika Siebrands.

Relaunch und neue Werbekampagne im Handel

Das Projekt Genialokal will die eBuch gemeinsam mit dem Großhändler und „Anabel“-Zentrallager-Partner Libri auf den Status einer Branchenlösung heben. Dafür soll die Zahl der laut Siebrands aktuell ca. 400 Genialokal-Anwender in den nächsten Wochen und Monaten deutlich steigen:

  • Erste Auswertungen belegen laut eBuch, wie stark Buchhandlungen profitieren, die sich der Webshop-Lösung angeschlossen haben.
  • Es gibt mehr Teilnehmerpotenzial, weil die Genialokal-Plattform jetzt über die eBuch-Genossen hinaus für alle Libri-Kunden geöffnet wurde.
  • Die eBuch steht mit einer neuen Händlerkampagne in den Startblöcken, für den Einsatz am Point-of-Sale werden dem Sortiment Werbemittel zur Verfügung gestellt, die den Kunden die Nutzung des als Antwort auf Amazon aus der Taufe gehobenen Shopportals schmackhaft machen soll.
  • Mit einem ersten Relaunch der Shoplösung wurde in der vergangenen Woche die Benutzerfreundlichkeit verbessert und das Thema „Click & Collect“ zentraler positioniert.

„Wir spielen das Thema ,Click & Collect‘ jetzt noch deutlicher aus. Rund 80% aller über Genialokal eingehenden Bestellungen sind Bestellungen für das Abholfach“, schildert Siebrands den Ansatz, der auch in anderen Handelsbranchen als zentral gesehen wird. Es sei ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der stationären Schiene. „Wir wollen die Leute in die Buchhandlungen bringen. Die Buchhändler können sich dann vor Ort noch einmal um die Kunden kümmern, die ihre Bücher abholen und dabei zusätzlichen Umsatz über den Shopumsatz hinaus generieren“, so der eBuch-Vorstand.

Genialokal im Überblick

Mit der E-Commerce-Lösung Genialokal will die eBuch ein E-Commerce-Portal für das unabhängige Sortiment positionieren, das den Handel beim Antritt gegen Amazon beflügeln soll. Details:

  • Konzept: Der Shop tritt unter dem Motto „Weg vom individuellen Auftritt mit geringer Reichweite hin zu einer gemeinsamen Plattform mit deutlichem Mehrwert für den Kunden“ an. Die angeschlossenen Buchhändler werden dabei zu Andockpunkten des gemeinsam betriebenen Webshops. Sie profitieren an den Versandumsätzen über einen Bonus.
  • Lokalität: Kunden, die sich ohne Vorauswahl einer Buchhandlung für ein Buch interessieren, werden dem nächstgelegenen Buchhändler zugeordnet. Dort können die Bücher bestellt werden. Sie werden entweder kostenlos an die Bestelleradresse geliefert oder liegen am nächsten Tag in der Buchhandlung zur Abholung bereit.
  • Betrieb: Für das Webportal wurde eine GmbH aus der Taufe gehoben, an der die eBuch-Genossenschaft, die eBuch GmbH (das ist die Wirtschaftstochter, die das Zentrallagergeschäft Anabel betreibt) und Libri jeweils mit einem Drittel beteiligt sind. Libri ist für den technischen Part verantwortlich und übernimmt auch die Logistik.

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