Das Ziel: Bastei Lübbe zu alter Stärke zurückführen

Bastei Lübbe belegt Platz 16 im buchreport-Ranking der „100 größten Buchverlage“. Die wichtigsten Kennzahlen des Verlags finden Sie hier gebündelt in einem Verlagsdossier.

„Wie Sie wissen, mussten wir nach einem desolaten Vorjahr kräftig aufräumen”, richtet Bastei-Lübbe-Vorstandschef Carel Halff im aktuellen Geschäftsbericht 2018/19 klare Worte an die Aktionäre des börsennotierten Publikumsverlags. Die Bilanz der Portfoliobereinigung, bei der „Randaktivitäten bzw. wirtschaftlich oder strategisch nicht zukunftsfähige Einheiten” abgestoßen wurden:

  • Oolipo, Beam Shop und BookRix wurden verkauft.
  • Durch das verordnete Effizienzprogramm wurden 50 Arbeitsplätze abgebaut.
  • Stattdessen konzentriert sich Bastei Lübbe unter Halffs Regie wieder verstärkt aufs Kerngeschäft: Innerhalb des Unternehmens agieren die 5 Verlagseinheiten Belletristik/Sachbuch, Kinder-/ Jugendbuch, Lyx, Audio, und Romane/Rätsel selbstständig.

Die Pläne, auch den Game-Entwickler Daedalic (in Teilen) zu verkaufen, wurden indes erst einmal auf Eis gelegt. Zunächst wolle man sich dort auf die Realisierung des Blockbusters „Lord of the Rings” konzentrieren.

 

Zurück in den schwarze Zahlen

Die bereits in einer Adhoc-Meldung Anfang Juli genannten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/19 wurden bestätigt:

  • Der Konzernumsatz lag mit 94,9 Mio Euro (Vorjahr: 140,2 Mio Euro) über der Prognose. Der starke Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an BuchPartner.
  • Die Belletristik blieb deutlich hinter den Erwartungen.
  • Lyx und der Audio-Bereich lagen über Plan.
  • Insgesamt steuerte das Segment „Buch” 75,8 Mio Euro (Vorjahr: 84,7 Mio Euro) zum Umsatz bei.
  • Im Geschäftsfeld „Games“ mit der Beteiligungsgesellschaft Daedalic wurden 9,1 Mio Euro (Vorjahr „Digital“: 11,0 Mio Euro) umgesetzt.
  • Der Bereich „Romanhefte“ lag bei 10,0 Mio Euro (Vorjahr: 9,8 Mio Euro).
  • Unterm Strich schreibt Bastei Lübbe wieder schwarze Zahlen: Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) liegt bei 2,7 Mio Euro (Vorjahr: -18,4 Mio Euro), das Konzernergebnis bei 0,9 Mio Euro (Vorjahr: -16,4 Mio Euro).
  • Gleichzeitig wurde die Netto-Verschuldung um 41% reduziert, wegen eines guten 4. Quartals und „einer vorsichtigen Liquiditätsplanung”. Zum Stichtag am 31. März lag die Verschuldung bei 17,8 Mio Euro (Vorjahr: 30,1 Mio Euro).

Die Zahlen im Überblick (Tabelle: Bastei Lübbe)

 

Der Ausblick: Den eingeschlagenen Weg fortsetzen

Bastei Lübbe will den Aktionären nach der unruhigen Restrukturierungszeit vor allem eine Botschaft mitgeben: „Markt und Geschäftsmodell sind stabil.” Jetzt müsse in Wachstum investiert und Skalierungseffekte genutzt werden. Ziel sei es, „den Strategiewechsel erfolgreich abzuschließen und die Bastei Lübbe AG wieder zu alter Umsatzlinie und Ertragskraft zurückzuführen”. Der Vorstand will der Hauptversammlung deshalb auch vorschlagen, auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten.

 

Für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 rechnet Bastei Lübbe mit einem Konzernumsatz zwischen 85 und 87 Mio Euro und einem EBIT zwischen 3,5 und 5,3 Mio Euro. Mittelfristig werden ein Umsatz von 100 Mio Euro und eine EBIT-Marge von 6 bis 8% angepeilt.

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