Büchersendung: Post gewährt Übergangsfrist bis Jahresende

Die angekündigte Portoerhöhung für Büchersendungen durch die Deutsche Post hatte in der Buchbranche für viel Kritik gesorgt. Nun hat das Unternehmen reagiert: Bis zum Jahresende sollen die Bücher- und Warensendungen auch zu den bisher angebotenen Konditionen weiter angenommen werden.

Der Hintergrund: Ab 1. Juli 2019 reduziert die Deutsche Post das Angebot bei Bücher- und Warensendungen von aktuell 6 Produkten auf nur noch 2 Produkte.

  • Die beiden neuen Produkte heißen „Bücher- und Warensendung bis 500 Gramm“ sowie „Bücher- und Warensendung bis 1000 Gramm“.
  • Beide Produkte werden einheitliche Maximalmaße haben (353 x 250 x 50 mm).
  • Das Paket bis 500 Gramm soll 1,90 Euro kosten, das bis 1000 Gramm 2,20 Euro.

Die geänderten Preise und Maximalmaße bringen, so die Deutsche Post, „für einige Kunden, insbesondere aus dem Buchhandel Herausforderungen mit sich“, die dazu führten, dass die Umstellung beim Versand nicht rechtzeitig zu diesem Stichtag erfolgen könne. 

Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, den Kunden eine Übergangsfrist bis zum Jahresende einzuräumen und in dieser Zeit auch die bisher angebotenen sechs Produkte im Bereich der Bücher- und Warensendungen weiter anzunehmen und zu befördern.

Für den Börsenverein ist dies ein erster Schritt, der jedoch nicht ausreichend sei: „Wir erwarten eine dauerhafte Lösung, die eine Benachteiligung gerade der kleinen und mittelgroßen Buchhandlungen und Verlage beim Buchversand verhindert und deren Wettbewerbsfähigkeit sichert“, erklärt Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis. Deshalb habe der Verband Beschwerde beim Bundeskartellamt eingelegt.

 

Update: Die Deutsche Post sichert in einer Mitteilung zu, dass die Bücher- und Warensendungen bis zum Jahresende auch zu den bisher angebotenen Konditionen weiter angenommen werden sollen.

„Zum 1. Juli tritt das neue Angebot der Deutschen Post im Bereich der Bücher- und Warensendungen in Kraft: Statt sechs Produkten – zwei Büchersendungs- und vier Warensendungsprodukten – wird es nur noch zwei geben: die ‚Bücher- und Warensendung bis 500 Gramm‘ und die ‚Bücher- und Warensendung bis 1000 Gramm‘.

Damit verbunden sind geänderte Preise und neue Maximalmaße (L: 353 x B: 250 x H: 50 mm), die jedoch für einige Kunden, insbesondere aus dem Buchhandel, Herausforderungen mit sich bringen, die dazu führen, dass die Umstellung beim Versand nicht rechtzeitig zu diesem Stichtag erfolgen kann. Aus diesem Grund hat sich die Deutsche Post dazu entschlossen, ihren Kunden eine Übergangsfrist bis zum Jahresende einzuräumen und in dieser Zeit auch die bisher angebotenen sechs Produkte im Bereich der Bücher- und Warensendungen weiter anzunehmen und zu befördern.

Ab dem 1. Januar 2020 akzeptiert die Deutsche Post nur noch die beiden Produkte ‚Bücher- und Warensendung bis 500 Gramm‘ (1,90 Euro) und die ‚Bücher- und Warensendung bis 1000 Gramm‘ (2,20 Euro) für den Versand von Büchern und Waren.“

 

Kommentare

28 Kommentare zu "Büchersendung: Post gewährt Übergangsfrist bis Jahresende"

  1. Habe heute 2 Büchersendungen verschickt zum Tarif ab 1.7.2019 . Die Damen vom Post Shop wussten nichts von der Tarif – Verschiebung. Diese Tarife sind Wucher !

  2. 8. Juli und entgegen der blumigen Versprechungen des Post-Pressesprechers im Börsenblatt: Post Heussweg in Hamburg verweigert
    Annahme von Büchersendung und beharrt auf BÜWA.

  3. Barbara Charon | 5. Juli 2019 um 10:19 | Antworten

    Wie ich soeben von der hiesigen Postagentur erfuhr, haben sie die Anweisung erhalten, die Portoerhöhung unbeachtet der Aussetzung bis Jahresende durchzuführen.
    Im Klartext, die Post nimmt zwar Büchersendungen, die mit dem alten Porto frankiert sind, an, bietet auch bei der Efiliale die Möglichkeit das alte Porto zu kaufen, Vor-Ort in der Postagentur wird aber das erhöhte Porto an den Kunden verkauft.
    Das hat nun ein fieses Geschmäckle und grenzt m.E. an Betrug seitens der Post.

  4. Es ist wie bei den Energie-Konzernen: Jedes Jahr um 100 % die Preise erhöhen (mit Vorankündigung), ohne Not, nur um NOCH mehr Geld einzufahren. Begründet werden muss dies nie, kann es ja auch nicht, da es – wie gesagt – nicht nötig wäre und man die Wahrheit natürlich nicht kundtut.

    Schlimmer als die Erhöhung der Preise finde ich – gerade bei Warensendungen – die Dickenreduzierung um 2/3. Da macht eine „Waren“Sendung wenig Sinn…
    Eine mehrfache Preiserhöhung also und das Ende ist nicht in Sicht. Wo es SO gut klappt und man ALLES (gegen die Bürger) durchbekommt…

  5. Am 2. Juni mußte ich die neue Gebühr (1,90) bezahlen, der Hinweis das die Erhöhung doch bis Jahresende verschoben wurde, wurde nicht akzeptiert. Der Vorschlag (Link von booklooker) Briefmarken selbst aufzubringen dann wird es zum alten Tarif angenommen. Auch dies scheiterte am 3. Juli. Ich mußte mit der Aussage, ab 1.07. gilt der neue Tarif und ich mußte nachzahlen.
    Und dann noch die 50 mm. Ha Ha ES LEBE HERMES und noch versichert.

  6. stefanie de la fuente | 3. Juli 2019 um 16:37 | Antworten

    Heftig diese Portoerhöhung. Es steht in keinem Verhältnis mehr !!!! Die 3 Hansels die noch die Deutsche Post nutzen sollen bluten wo es nur geht, einfach damit die Raupe Nimmersatt noch mehr abbekommt. Diese Gierhälse.
    Vorallem wurden die neuen Preise vorher nicht kommuniziert , von daher legt man schon mal drauf, wäre es rechtzeitig gewesen hätte man die Kosten anders weitergeben können.

    Ätzend das Preis / Leistungsverhältnis stimmt schon lange nicht mehr

  7. Michael Starz | 2. Juli 2019 um 16:07 | Antworten

    Von meiner Poststelle habe ich gerade erfahren:
    Die alten Preise gelten nur, wenn man die Sendung bereits frankiert bei der Poststelle abliefert. Lässt man jedoch in der Poststelle frankieren, dürfen diese nur zu den neuen Tarifen frankieren.

  8. Es ist ziemlich frustrierend. Mit dieser Aktion von der Deutschen Post lohnt es bald nicht mehr gebrauchte Bücher zum Beispiel über booklooker zu verschicken. Jedenfalls nicht finanziell. Da müssen wir schon ziemlich idealistisch sein oder werden, gebrauchte Bücher neuen Büchern vorzuziehen, damit wir z.B. Resourcen einsparen. Und den am… Großhandel nicht unterstützen wollen. Sondern unser Kaufverhalten konsequent überdenken.

  9. Adrian Wehlte | 1. Juli 2019 um 19:51 | Antworten

    Das wirklich Schlimme an der neuen Bücher/Warensendeung ist die Reduktion der Breite von 30 auf 25 cm. Für viele Musiknoten sind mindestens 26,5 cm Breite notwendig. Hoffentlich gibt es in diesem Punkt noch ein Umdenken bei der Post! Es droht eine Portoerhöhung bei Musiknoten mit 26,5 cm Breite von 1,20 Euro auf 4,50 Euro. Unverhältnismäßig!

  10. Bärbel Höft | 1. Juli 2019 um 18:47 | Antworten

    Die höheren Tarife gelten zum 1. Juli 19.
    Die Aussetzung zum Jahresende bezieht sich auf die Mindestmaße.
    Ich hab schon lange das Gefühl gehabt, dass DHL sich den Schnapper
    ,Büchersendungen mit höherem Tarif, nicht entgehen lässt.
    Es boomt seit Jahren und macht den Zustellern sehr viel Arbeit.
    Davon abgesehen, verteilt sich die Arbeit von DHL in Warenzustellungen.
    Leider werden sich die Lieferzeiten von Büchersendungen sicherlich nicht ändern. Bei dem Preis müsste es mit Briefen gleichgesetzt werden.
    Auf jeden Fall ist es ein Unding was DHL sich da geleistet hat.
    Aber bei einer Monopol Stellung darf man nichts anderes erwarten.
    Wahrscheinlich sitzen da Leute die sagen: 1x richtig erhöhen, die Leute werden schimpfen, aber können ja nichts dagegen tun.
    Ob es Einbrüche bei den Buchbestellungen gibt ?
    Höchstens am Anfang bei den Gebrauchtbüchern Anbieter

  11. Die Verschiebung, die heute bereits veröffentlicht wurde, wird wieder zurück genommen.

    Ab dem 1.7.2019 gelten AUSSCHLIESSLICH die neuen Preise von 1,90 / 2,20 Euro. Eine Übergangsfrist wird es NUR für am 01.07.2019 eingelieferte Sendungen geben (inoffiziell: die hätten ja a, 30.06. in den Briefkasten geworfen werden können).

    Die Verlängerung sei ein Fehler und würde bis 24 Uhr wieder von den Seiten der Deutschen Post AG verschwinden.

    Sämtliche Presseinfos Dritter seien UNWAHR!

    Quelle: Dr. Tobias Meyer, Vorstand Deutsche Post AG

  12. Die Deutsche Post hat grade 5,6 Mrd. Gewinn gemacht. Davon gehen 1,8 Mrd. als Dividende an die Aktionäre und der Rest von 3,8 Mrd. bleibt im Konzern.
    Und dann kommt eine Portoerhöhung mit der Begründung: „man reagiert auf gestiegene Kosten“.
    Noch wiedersprüchlicher gehts nicht………

  13. Michael Hoffmann | 1. Juli 2019 um 18:07 | Antworten

    Von der neuen Änderung der Änderung wußte heute um 16.10 Uhr unsere Postfiliale noch nichts und um 18.02 die telefonische Kundenberatung der deutschen Post ebenfalls nicht

  14. Also,ich finde die Preiserhöhung ebenfalls unverschmt.Man reduziert oft seine Preise für die Titel,damit mehr das Portogeld zur Geltung kommt,Na,die Politik kann man wohl in den Sack kloppen,Es ist mehr als traurig,das eben der Buchhandel,aber eben auch private Buchverkäufer u.a dann betroffen sind,Kulturgut wird nur von Politikern in den Mund genommen,wenn es ihnen nützt,Es wird immer schlimmer auch damit.

  15. Es ist eine Unverschämtheit diese Preiserhöhung und ich verstehe nicht dass das auch erlaubt ist, die verlangen können was sie wollen.
    Es ist Schade das es im Brief und Bücherversand keine Alternativen gibt.
    Der Bücherverkauf bei Booklooker/eBay macht echt keinen Spass mehr.

  16. Erika Schmidt | 1. Juli 2019 um 14:04 | Antworten

    Hallo aus Bremen,
    ich verschicke viele Bücher über booklooker.
    Eben habe ich eine Mail von booklooker bekommen in der es wie folgt heißt:
    Die Deutsche Post hat mitgeteilt, dass die zum 1.Juli geplanten Tarifänderungen für Bücher- und Warensendungen vorerst bis Ende des Jahres zurückgestellt werden.
    LG

  17. monika herweg | 1. Juli 2019 um 13:36 | Antworten

    wirklich eine unverschämte preiserhöung, die noch als ‚preissenkung‘ verkauft wird. und amazon erhält garantiert eine massive vergünstigung…
    die kleine frau kann nichts dagegen unternehmen als vor sich hin zu schimpfen..
    traurig – monika herweg

  18. Dani Schubert | 1. Juli 2019 um 13:12 | Antworten

    Da in den Kommentaren stand, dass es noch nicht auf der Website der Post steht, habe ich recherciert.
    1. hier wird es beschrieben: https://shop.deutschepost.de/briefversand/spezielle-versandformen/buechersendung-und-warensendung

    2. hier steht noch nichts davon: https://www.deutschepost.de/de/w/buecherundwarensendung.html

  19. Johannes Herlyn | 1. Juli 2019 um 12:45 | Antworten

    Unter der Internetadresse
    http://www.deutschepost.de/de/b/buechersendung_national.html

    ist zu lesen:

    Die folgenden Versandoptionen zu Büchersendungen können nur noch bis einschließlich 31.12.2019 zur Frankierung genutzt werden. Schon ab heute stehen Ihnen alternativ die beiden neuen Produkte „Bücher- und Warensendung 500“ und „Bücher- und Warensendung 1000“ zur Verfügung.

    Anschließend sind die 2 Büchersendungen für 1,20 bzw. 1,70 EUR aufgelistet, also bis Jahreseende noch gültig.

    Für das weitere frage ich nur: War die Büchersendung eine Einrichtung zur Förderung des Kulturgutes „Buch“, so wie es die verminderte Mehrwertsteuer ist, und damit meine ich: Gibt es (aus den Zeiten vor der Post-Privatisierung) für diese sinnvolle Begünstigung so etwas wie eine gesetzliche Verankerung, auf die man sich berufen könnte?

  20. Dagmar Webster | 1. Juli 2019 um 12:14 | Antworten

    Auch unsere ansässigen Postshops Wissen von keiner Übergangsfrist !!
    Mir wurde gesagt falls ich zu den alten Bedingungen versenden würde müsste ich das alleinige Risiko übernehmen und der Postshop würde diese Büchersendung dann nicht entgegennehmen !!!
    Wie wäre es wenn diese Übergangsregelung per TV, Radio & Tageszeitung allen mitgeteilt wird dann wissen doch alle ob es nun stimmt !!!
    Wie wäre es wenn

  21. Claus Gossler | 1. Juli 2019 um 11:53 | Antworten

    Habe mir gerade das ab 1.7.2019 geltende Leistungsverzeichnis (114 Seiten) abgeholt. Darin sind Buch- und Warensendungen wie geplant zusammengefasst. Die hiesige Post weß von keiner Verschiebung.

  22. Bernd Richter | 1. Juli 2019 um 11:36 | Antworten

    Für mich ist die Anhebung für Büchersendungen um fast 100 % einfach nur Wucher. Wo bleibt denn da der Gesetzgeber? Aber der hält die Hand sicher auch mit auf!

  23. Die Post hat bei uns schon viele Sendungen mit mehreren Büchern an Hermes verloren. Dann werden sie künftig nur noch Einzelsendungen verschicken dürfen. Vielleicht muß man sich aber in der Tat dafür auch noch einen anderen Anbieter suchen, so es möglich ist

  24. Verschicke aus Berlin jetzt deutschlandweit per PIN-Post. Kleinere Bücher bis 500 g für 90 Cent. Funktioniert!

  25. Gestern neue Preis Broschüre geholt. Die neuen, höheren Preise gelten wie angekündigt ab 1.7.2019 . Von Verschiebung ist nichts bekannt. Da die Post beim Buch und Warenversand ja das Alleinstellungsmerkmal besitzt wird es wohl demnächst noch teurer. Eine Unverschämtheit !!!!!

  26. Nach einigen Telefonaten mit der Servicehotline der Deutschen Post ist der Standpunkt, dass ab 01.07.2019 konsequent die neuen Preise gelten. Presseverlautbarungen Dritter bezügl. Verschiebung dieser Tarifänderung für Bücher- und Warensendungen wären unwahr.

  27. Eberhard Riech | 28. Juni 2019 um 12:07 | Antworten

    Auf der offiziellen Tarfifseite der Deutschen Post ist (bisher) von der Stornierung der für 01.07.2019 geplanten Portoerhöhung nichts zu lesen. Totale Verwirrung!

  28. Gerhard Wohlfarth | 27. Juni 2019 um 14:29 | Antworten

    Eine Erhöhung von fast 100 % !! Da kostete mal 1 € das kleine Buch ! Bis 500 Gramm . Alles für die Börse und Aktionäre !!

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