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Briten melden mehr Umsatz mit Gedrucktem

Print im Aufwind: In Großbritannien erholt sich das Geschäft mit gedruckten Büchern, was wiederum eine Facette im aktuellen Rätselraten um die Vitalitätswerte der E-Book-Dynamik sein könnte. Die Marktforscher von Nielsen BookScan liefern jedenfalls handfeste Anhaltspunkte, dass der Rückgang des traditionellen Buchformats erst einmal gestoppt ist.

  • Die rund 6500 Buchverkaufsstellen, die an Nielsen berichten, haben in diesem Jahr bis Ende August um 4,6% auf 739,5 Mio Pfund (umgerechnet gut 1 Mrd Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt.
  • Es ist dies das erste Wachstum im Jahresvergleich seit 2007.
  • Der Trend aus dem 1. Halbjahr (+3,9%) hat sich damit so weit verfestigt, dass die Statistiker auch fürs Gesamtjahr 2015 insgesamt mit einem ordentlichen Plus vor dem Komma rechnen.

„Der Printmarkt ist zurück und mit ihm ein bei Buchhändlern und Verlegern lange nicht mehr gespürter Optimismus“, kommentiert Tom Tivnan, der beim Branchenblatt „The Bookseller“ die Zahlen von Nielsen BookScan für die Bestsellerlisten auswertet. Umsatztreiber waren u.?a. Kinderbücher, psychologische Thriller sowie Ausmalbücher für Erwachsene. Der Filialist Waterstones verweist auf starke Titel und ein schwächelndes E-Book-Geschäft.

Eine Umfrage des „Bookseller“ unter unabhängigen Buchhändlern in Großbritannien und in Irland zeigt ein neues Selbstbewusstsein, das an die Indie-Renaissance in den USA erinnert. Einig ist sich die Branche, dass die von der Booksellers Association (BA) vor zwei Jahren gestartete Imagekampagne „Books Are My Bag“ dem Standorthandel kräftig Auftrieb gegeben hat.

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