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Blockchain für Verlage: Mehrwerte hinter dem Hype entdecken

Blockchain – das ist seit einigen Jahren der Technologie-Trend schlechthin, dem reichlich Vorschusslorbeeren in Sachen Sicherheit, Automatisierung und Effizienz zuteil werden. Bekannt vor allem als Basistechnologie hinter Kryptowährungen, werden allerorten mögliche Anwendungen ausgelotet, auch in der Medienbranche. Die Bandbreite reicht von der Entwicklung neuer Produkte bis zur ressourcensparenden Neuordnung von Prozessen.

Dass Blockchain-Anwendungen noch zu einem guten Teil in den Kinderschuhen stecken und die komplexe Technologie oft auch noch nicht so weit durchdrungen wurde, dass alle Anwendungsfelder bekannt sind, weiß auch Eric Bartoletti, bei Bookwire fürs Business Development verantwortlich. Der Digitaldienstleister hat Anwendungen für Verlage ausgelotet und will im Herbst den NFT-Marktplatz Creatokia an den Start bringen. Dort sollen Verlage künftig mit digitalen Text- und Audioinhalten handeln können, etwa in Form von limitierten Sonderausgaben oder Exklusivinhalten.

Kreativbranchen handeln mit digitalen Gütern    

Möglich wird das durch Non-Fungible-Token, kurz NFT, die als Teil einer Blockchain gespeichert werden und in der digitalen Welt Originalität und Besitzansprüche beurkunden. Im Verlauf dieses Jahres haben mehrere spektakuläre Versteigerungen von digitalen Kunstwerken für Aufsehen gesorgt, unter anderem das Werk „Everydays: The First 5000 Days“ des Digitalkünstlers Beeple, das für 69 Mio US-Dollar den Besitzer wechselte. 

Das Neue an der Technologie? „Anders als beim E-Book, das ein gekauftes Leserecht ist, ist es beim NFT möglich, eine faktische Inhaberschaft zu erzeugen. Dieser wird zum digitalen Original und dadurch zum Handelsgut“, erklärt Bookwire-Geschäftsführer John Ruhrmann den Unterschied zum klassischen E-Book-Geschäft. 

Bookwire entwickelt NFT-Marktplatz

Vertragsabschlüsse als lohnende Anwendung

Auch für den zunehmend komplexen weltweiten Handel mit Rechten und Lizenzen sieht Eric Bartoletti Blockchain-Potenziale.

Eine der am weitesten gediehenen Anwendungen sind „Smart Contracts“, die auch von juristischen Fachverlagen ins Auge gefasst und mitunter schon zur Marktreife gebracht wurden. Ziel ist es hier, Workflow-Lösungen zu schaffen, mit der Verträge virtuell verhandelt, automatisiert erstellt und digital abgeschlossen werden können – abgesichert und manipulationssicher gespeichert in einer Blockchain.

Welche Möglichkeiten die Technologie bietet und was konkrete Anwendungen in der Verlagsbranche sind, will Bookwire mit dem Digital Publishing Report bei der Digitalkonferenz „All About Blockchain“ vermitteln.  buchreport ist Medienpartner. 

 

„All About Blockchain“

  • Die Digitalkonferenz „All About Blockchain“ findet am 14. September von 10 bis 13 Uhr statt.
  • Die Teilnahme ist kostenlos.
  • Anmeldung und Programm unter www.all-about-blockchain.com

 

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